Unsere 7 besten Sofort-Therapien bei akuten Hexenschuss-Rückenschmerzen

Wirkungsvolle und schnelle Therapien für zu Hause sind Medikamente & Wärme (© fotolia-pathdoc)

Akute Hexenschussbeschwerden sind häufig extrem schmerzhaft. Sie können für einige Stunden bis Tage zur Bewegungsunfähigkeit führen. Fast immer begrenzt sich der Schmerz aber auf den unteren Rückenbereich der Lendenwirbelsäule, ohne in die Beine auszustrahlen.

Im Gegensatz zum gewaltigen Schmerz sind die Ursachen meist nicht so schwerwiegend. Überwiegend sind Blockierungen oder schmerzhafte Entzündungen der Wirbelsäulengelenke verantwortlich, die aber leider bei ungünstigen statischen oder Stressbelastungen auch mehrmals Schmerzen verursachen können. Was nun?

1. Entzündungshemmung und Muskellockerung

Bei einer akuten Rückengelenksproblematik versucht die Rückenmuskulatur verzweifelt, diese Gelenke mit starker Anspannung zu stabilisieren.

Daher ist neben dem kurzzeitigen Liegen in einer so weit wie möglich entspannten Haltung eine Kombination aus entzündungshemmenden Schmerzmitteln und einer die Muskeln lockernden Wärmebehandlung sinnvoll.

Dabei kann man z.B. Medikamente mit den Wirkstoffen Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen mit Wärmflaschen oder Heizdecken verwenden. Zusätzlich sind manchmal Wärmesalben und Schmerzsalben  zum Beispiel mit Menthol, Arnika, Rosmarin und Kampfer als Ergänzung sinnvoll.
 

2. Bandagen

Manchmal ist man gezwungen, trotz nur leichter Besserung der Rückenschmerzen im Haus oder in der Arbeit schnell wieder einsatzfähig zu sein.

Dann sind spezielle auch vom Orthopäden verordnungsfähige Rückenbandagen, zum Teil mit integrierten elektrischen Lockerungs- und Muskelaufbauprogrammen, oder stark stabilisierende Bandagen sinnvoll. Da es große qualitative Unterschiede gibt und in letzter Zeit außergewöhnlich gute Patentlösungen auf den Markt gekommen sind, sollte man unterschiedliche Modelle beim Orthopädietechniker ausprobieren.


3. Osteopathische oder chirotherapeutische Behandlung

Wenn die Ursache der Schmerzen vorwiegend in einer Blockade der Gelenke liegt und sie noch nicht sehr lange besteht, kann eine chiroosteopathische Therapie die Blockierung nach einer Wärmevorbehandlung auflösen.

Besonders falsche Belastungen führen oft zu Hexenschuss-Rückenschmerzen (©fotolia-Picture-Factory)
4. Richtige Form der Bewegung

Wenn die stärksten Schmerzen nach gewöhnlich ein bis drei Tagen vorüber sind, ist moderate Bewegung in Form von Gehen oder gezielter Rückengymnastik mit Dehnübungen sinnvoll. So können Sie die Muskeln weiter lockern und damit evtl. Blockierungen lösen.

5. Unterstützende Nahrungsergänzungsmittel

Magnesium unterstützt die Muskeln bei der Entspannung. Inzwischen gibt es auch Magnesiumpräparate, die bei schmerzbedingter Übersäuerung des Körpers gut aufgenommen werden. Curcuma und Brennesselblättertee helfen bei der Entzündungshemmung.

6. Physiotherapeutische Behandlung

Ein entscheidender Faktor für die Beschwerdelinderung und Beweglichkeit ist, die Kraft und Dehnfähigkeit der Muskulatur zu behalten. Sie nimmt ansonsten naturgemäß innerhalb von zwei Wochen ohne Training deutlich ab.

Wie eine aktuelle Studie ergab, ist das Kräftigungstraining der Rücken- und Bauchmuskeln ähnlich effektiv wie konsequente Dehnungsübungen der Beinmuskulatur.

7. Wichtig: Heilen braucht Zeit!

Nehmen Sie sich am besten mindestens eine Woche Zeit für die Genesung.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (2)

Karsten B., 18.01.2018 - 23:33 Uhr

Anstatt die Symptome zu behandeln, sollte an der Ursache der Schmerzen gearbeitet werden. Das bedeutet eine Korrektur der Lendenwirbelsäule, des Beckens, des Iliosacralgelenks und eine Korrektur bei Beinlängendifferenzen.

Antwort von Dr. med. Michael Oppel - Privatarztpraxis, verfasst am 23.01.2018

Da haben Sie vollkommen recht. Deshalb heißt unser Artikel ja auch "Unsere 7 besten Sofort-Therapien.... Wenn jemand starke Schmerzen hat, hat er leider meist noch keinen Sinn für Ursachenbehandlung. Die ist bei uns aber im Anschluss an die Akutbehandlung ganz groß geschrieben. Wobei nicht nur die oben genannten statischen Probleme ursächlich sind, sondern häufig auch Stress-Überlastungen und verdauungsbedingte Muskel- und Gelenkstörungen.

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