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Schluss mit Rückenschmerzen im Büro: Dynamisches Stehen mit höhenverstellbaren Tischen

Herr Hageleit - Privatpraxis

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© Gina Sanders - fotoliaLanges Sitzen im Büro fordert oft einen Preis! Ab und zu Stehen kann dem entgegenwirken. (© Gina Sanders - fotolia)Ja, ich weiß, die Überschrift klingt seltsam. „Dynamik“ und „Stehen“ schließen sich für den gesunden Menschenverstand gegenseitig aus. Dennoch ist es möglich, dynamisch zu stehen und damit Rückenschmerzen vorzubeugen. 

Für „dynamisches Stehen" soll man eine Fußstütze brauchen? 

Ergonomie-Fachleute und orthopädisch geschulte Ärzte nicken zustimmend mit dem Kopf, wenn die Rede auf das „dynamische Stehen mit Fußstütze“ kommt. Zu Recht!

Es geht darum, dass man rücken-, wirbelsäulen- und nackentechnisch am besten - und vor allem langfristig gesund - durch den Büroarbeitstag kommt, wenn man nicht die ganze Zeit sitzt, sondern auch steht. Am besten wechselt man sogar alle 20 Minuten die Stellung. Optimal dafür geeignet sind so genannte Sitz-Steh-Tische oder entsprechende Stehpulte. 

Darauf sollten Sie achten

Beide Modelle müssen mit wenigen Handgriffen in der Höhe verstellbar sein. Am besten sind sie dazu mit Druckluftfedern oder einem Elektromotor ausgestattet. Doch der Stehtisch allein ist es nicht. Für seine optimale Wirkung auf die Rückengesundheit und das Wohlbefinden benötigt man zusätzlich eine Fußstütze. Ein kleines aber wichtiges Detail, das von vielen Anbietern vermeintlich ergonomischer Möbel gerne vergessen wird. 

So funktioniert „dynamisches Stehen" mit einem höhenverstellbaren Tisch

Der Hintergrund dazu ist folgender: Unter dem „dynamischen Stehen mit Fußstütze“ versteht man das Stehen auf einem Bein. Dabei wechselt man wiederholt das Standbein. Mal ist es das rechte, mal das linke. Das jeweils unbelastete Bein fungiert als so genanntes „Spielbein“. Es wird auf einer Fußstütze abgestellt.

Dadurch werden auf der Standbeinseite das Gleichgewicht, die Beinmuskulatur und die Rumpfmuskulatur beansprucht. Außerdem werden das Gewicht des Oberkörpers an die Tischplatte und das des Spielbeines an die Fußstütze abgegeben. Der Rücken wird so entlastet und kann sich entspannen. Außerdem wird durch den regelmäßigen Wechsel gleichmäßig die rechte und linke Beinmuskulatur des Standbeins belastet.

Beim Spielbein wird die Muskulatur entlastet, insbesondere die untere Rumpfmuskulatur. Gleichzeitig bilden Standbein, der Vorfuß auf der Fußstütze und ein oder beide Unterarme auf der Tischplatte insgesamt drei (bzw. vier) Unterstützungsflächen. 

Dabei wird das Gleichgewicht durch den Körperschwerpunkt und die Unterstützungsfläche bestimmt. Die Rumpf- und Beinmuskulatur auf der Standbeinseite entwickelt eine stabilisierende Aktivität. Alles in allem führt das dazu, dass die Rumpfmuskulatur „dynamisch“ aktiviert wird. Dadurch verbessert sich die Durchblutung und eventuelle muskuläre Dysbalancen werden reguliert. 

So verhindert man langfristig eine Fehlbeanspruchung des Muskel-Skelett-Systems. Kurzfristig kommt man mit dem „dynamischen Stehen mit Fußstütze“ entspannter durch den Arbeitstag, was letztendlich für mehr Wohlbefinden und bessere Motivation sorgt. 

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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