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Das jameda-Interview: 7 Fragen an Herrn Dr. Schneiderhan

Dr. Schneiderhan

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Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Herrn Dr. Schneiderhan interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Orthopäde.

jameda: Herr Dr. Schneiderhan, Sie sind Chefarzt im MVZ Dr. Schneiderhan & Kollegen. Was lieben Sie an Ihrer Arbeit und was sind die größten Herausforderungen im Praxisalltag?

Dr. Schneiderhan: Ich liebe es, dass wir mit unserem fachübergreifenden Team selbst den hartnäckigsten Fällen unter unseren Schmerzpatienten helfen können. Niemand muss solche Schmerzen ertragen. Mit individueller Diagnostik und interdisziplinärer Behandlung können wir die Schmerzen optimal behandeln und zum Abklingen bringen. Die wichtigste Aufgabe im Praxis- und Klinikalltag besteht darin, jeden Patienten als Herausforderung zu verstehen. Jeden Tag, jede Woche, jedes Jahr. Damit meine ich, dass wir Ärzte es dringend vermeiden müssen in eine Alltagsroutine zu verfallen.

 

jameda: Was motiviert Ihr Team bei der täglichen Arbeit?

Dr. Schneiderhan: Mein Team und ich, wir sind wahnsinnig ehrgeizig, besonders wenn es darum geht, die Ursachen herauszufinden. Daher motiviert es uns, wenn wir mit größtmöglicher Sorgfalt den Symptomen auf den Grund gehen können, um so die bestmögliche Therapie für den Patienten zu finden oder ihm eine Alternative empfehlen zu können, wenn er uns im Rahmen einer Zweitmeinung um Hilfe bittet.

jameda:  Gibt es einen Patienten oder ein Erlebnis, das Sie nie vergessen werden?

Dr. Schneiderhan: Ja, ein Profisportler mit Rückenschmerzen, von dem ich selber großer Fan bin. Nachdem wir ihm helfen konnten, hat er seinen nächsten Wettkampf bravourös gemeistert und gewonnen – als wenn nichts gewesen wäre. Das hat mich sehr stolz gemacht. Natürlich habe ich auch ein großartiges Team, dem dieser Erfolg ebenso gebührt.

jameda: Manche Krankheiten und Therapien sind unangenehm und verlangen viel Durchhaltevermögen vom Patienten. Wie geht das MVZ Dr. Schneiderhan & Kollegen mit Patienten in solchen Situationen um?

Dr. Schneiderhan: Wir legen bei uns großen Wert auf ein intensives Arzt-Patientengespräch. Insbesondere im Erstkontakt ist es wichtig, die vollständige Geschichte des Patienten zu erfahren, auch, wenn das sehr zeitintensiv ist. Danach muss vor jeder weiteren Maßnahme ein solches Gespräch stehen. Wir beziehen auch oft den Lebenspartner in diese Gespräche mit ein. Das unterstützt den Patienten dabei, das zu sagen und zu fragen, was er sagen und fragen wollte.

jameda: Wenn Sie das Gesundheitssystem ändern könnten, was würden Sie als Erstes tun?

Dr. Schneiderhan: Ich würde definitiv die Kooperation der Ärzte untereinander verbessern. Die Ärzte müssen sich besser gegenseitig informieren, um dem Patienten bestmöglich zu helfen. Dazu gehört auch, leidenden Patienten, die starke Schmerzen haben, keine unnötigen Wartezeiten zuzumuten. Dem Festhalten an einer nicht funktionierenden Behandlung sollte dringend eine Förderung der Interdisziplinarität weichen. Diese sollte allen zugänglich sein. Wenn man dem Patienten nicht helfen kann, sollte man ihn umgehend in ein spezialisiertes Zentrum überweisen.

jameda: Kein Mensch ist perfekt. In welchen Bereichen haben Ärzte Ihrer Meinung nach Verbesserungspotential?

Dr. Schneiderhan: Das Verbesserungspotenzial liegt ganz klar darin, den Patienten ganzheitlich zu begreifen und eben nicht nur aus der Perspektive der jeweiligen Fachdisziplin. Wir arbeiten beispielsweise mit Spezialisten aus den Fachbereichen Orthopädie und Schmerztherapie, Neurochirurgie, Neurologie, Diagnostische Radiologie, Allgemeinmedizin, Psychologie sowie Physikalische und Rehabilitative Medizin in einem Team zusammen, um ein auf den Patienten abgestimmtes, individuelles Behandlungskonzept zu entwickeln.

jameda: Was war die letzte große Veränderung in Ihrem MVZ?

Dr. Schneiderhan: Die Entwicklung und Reorganisation eines interdisziplinären Ärtzeteams.

Zur Person

Dr. med. Reinhard Schneiderhan ist Facharzt für Orthopädie und spezielle Schmerztherapie in München/Taufkirchen. Er zählt zu den Experten auf dem Gebiet der Wirbelsäulenschmerzmedizin und ist bekannt als Pionier für minimalinvasive Therapien an der Wirbelsäule. Er hat maßgeblich die Behandlung von Wirbelsäulenschmerzen ohne operative Maßnahmen in Deutschland geprägt.

Zur Klinik

Im MVZ Dr. Schneiderhan & Kollegen arbeiten Spezialisten aus verschiedenen Fachrichtungen fachübergreifend an maßgeschneiderten Behandlungskonzepten für Gelenk- und Rückenschmerzen, Bandscheiben-, Wirbelsäulen- und Sportverletzungen

nach dem Grundsatz: „So viel wie nötig, so wenig und schonend wie möglich.“ Mit über 40.000 minimalinvasiven Eingriffen an der Wirbelsäule verfügen Dr. Schneiderhan und sein Ärzteteam in Europa über die größte Erfahrung auf diesem Gebiet.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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