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Plötzliche oder chronische Kreuzschmerzen: Das sind die Ursachen

© photo 5000 - fotoliaFür Kreuzschmerzen kann es verschiedene Auslöser geben. (© photo 5000 - fotolia)Kreuzschmerzen können in verschiedenen Formen auftreten. Welche Ursachen dahinter stecken können, verrät dieser Artikel.


So entsteht ein Hexenschuss

Ein Hexenschuss tritt meist ohne Vorwarnung als akut einsetzender, stechender oder zerstreuter Schmerz auf. Er ist im Lendenwirbelbereich lokalisiert und geht häufig mit Muskelverspannungen, Zwangshaltungen und Bewegungseinschränkungen einher. Ausgelöst wird der Schmerz durch eigenen Einfluss an der Lendenwirbelsäule.


Was ist der Ischias?

Dieser Begriff beschreibt den Verlauf der Schmerzen im Gebiet des Ischiasnervs, also etwa vom Gesäß bis zum Fuß. Die Beschwerden können durch Veränderungen an der Lendenwirbelsäule oder durch starke Verspannungen in der Gesäßmuskulatur am naheliegenden Ischiasnerv entstehen.


Wie wird ein Bandscheibenvorfall ausgelöst?

Bei einem Bandscheibenvorfall entstehen die Beschwerden in den meisten Fällen schleichend über Jahre durch nicht körpergerechte Verhaltensweisen. Sie werden uns schließlich erst durch die Schmerzen richtig bewusst.

Der Bandscheibenkern tritt durch den äußeren Bandscheibenrand, in der Regel mit hinterer und seitlicher Ausrichtung. Häufig wird eine Spinalnervenwurzel mit blitzartigen Schmerzen zusammengedrückt, die in das Bein und in den Fuß ausstrahlen können. 


Welche Ursachen haben Kreuzschmerzen?

Die häufigsten alltäglichen Auslöser von Kreuzschmerzen sind

  • falsches Verhalten beim Heben oder Bücken, Tragen oder Ziehen
  • langes Sitzen bei der Computerarbeit
  • Wiederholungsbewegungen ohne Pausen
  • schlechtes Bett
  • Bauchlage beim Schlafen
  • Übergewicht

So könnte es passiert sein!

Im Frühjahr wird alles für die kommende Sommerzeit hergerichtet. Die Balkonstühle werden nach draußen geschleppt, Blumentöpfe hin und her geschoben und der Grill muss auch noch her. Sie kennen das Ritual. Anschließend tut das Kreuz, das Knie oder die Hüfte weh. „Ignorieren“ nach dem Motto „wird schon wieder“ ist die Schnelltherapie, die nicht immer funktioniert.

So wirkt sich ein Beckenschiefstand aus

In den meisten Fällen steht das Becken schief. So sieht es jedenfalls aus, wenn man es von hinten anschaut. Tatsächlich ist das Iliosakralgelenk - das Gelenk zwischen Kreuzbein und Hüften - blockiert. Eine Hüfte hat sich nach vorne verlagert, die andere nach hinten. Das wirkt sich auf diesen Bereich aus, oft aber auch weiter oben.

Durch diese Verschiebung wird ein Bein länger, das andere kürzer. Und schon läuft es sich nicht mehr rund. Gibt es nur einen Unterschied von einem halben Zentimeter, dann zwickt es hin und wieder. Erreicht man einen Beinlängenunterschied von über einem Zentimeter, dann wird der Schmerz dauerhaft. Die Faustregel: Je größer der Beinlängenunterschied, desto länger ist er bereits vorhanden und desto schmerzhafter und größer wird der Verschleiß in der Hüfte und im Knie sein, der sich auf die Dauer einstellt. Das Rad eiert - beim Auto versteht das jeder.

Glücklicherweise lässt sich dieses Problem relativ unkompliziert beheben und anschließend mit ein paar Minuten Übungen, die Sie schnell erlernen, stabil halten.


Wie kann ich wieder gesund werden?

Laut der Columbia University Statistic sind 83 % aller Rückenleiden funktioneller Art und daher durchaus korrigierbar. Gerade in den letzten Jahren sind wissenschaftliche Studien in den USA, Kanada und in England veröffentlicht worden, die die Effektivität der Chiropraktik nach amerikanischem Muster als die beste Methode für die Behandlung von Rückenschmerzen darstellen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (2)


19.11.2019 - 18:27 Uhr

Ich habe Schmerzen im unteren Bereich des Rückens...

von Editha G.

... auf der rechten Po-Seite. Der Schmerz zieht auf der rechten Seite bis ins untere Fußgelenk

10.02.2019 - 07:08 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Dr. Manstein. Im Oktober...

von Heidi H.

... 2018 waren ich und mein Mann spazieren. Dort bekam ich starke Schmerzen im Knie. Innerhalb einer Woche strahlten die Schmerzen dann vom Gesäß äußerer Oberschenkel bis in die Wade aus. Hier wurde dann ein Bandscheibenvorfall lws 4/5 diagnostiziert. Ich habe alle konservativen Möglichkeiten ausgeschöpft. Nichts hat geholfen. Anfang Januar wurde ich dann auf dem Bauch liegend ins Krankenhaus gebracht. Dort wurde ich dann an dem Bandscheibenvorfall operiert. Die Schmerzen blieben und ich konnte kaum gehen. Dann würde ich nochmals ins MRT geschoben. Dort stellten die Ärzte nochmals einen Bandscheibenvorfall im lws 5/6 habe Anomalie fest. Dieser wurde dann auch noch operiert. Schmerzen blieben. Nebendiagnosen festgesetzter Lkw 5/6 und Bandschribenprotusion lkw 4/5 links mit Foramenstenose links asymtomtisch. Jetzt befinde ich mich in Reha und die Schmerzen werden nicht besser. Kann keine 20 Meter gehen. Schmerzmittel helfen auch nicht. Habe im Moment Diclofenac und Fentanylpflaster 25 mg. Ich liege fast nur den ganzen Tag. Bin 48 Jahre und möchte wieder laufen können. Da die OP ja jetzt erst 6 Wochen her ist kann ich auch kaum Übungen für den Rücken mitmachen. Ich habe den Verdacht, dass es evtl. eine ISG-Blockade ist. Haben Sie einen Rat für mich? Mfg


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