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PRT - Eine Therapie, die hocheffektiv sein kann!

Dr. Haffke

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© psdesign1 - fotolia© psdesign1 - fotoliaEine PRT (periradikuläre Therapie) kann im geeigneten Fall so effektiv sein, dass bei einem Bandscheibenvorfall oder einer Wirbelkanalenge (Spinalkanalstenose) eine Operation langfristig vermieden werden kann.

Bei der PRT wird eine sehr feine Nadel in einem Spezial-CT auf den Millimeter genau an denjenigen Rückenmarksnerv geführt, der durch das ,,Hindernis'' wie den Bandscheibenvorfall oder die Wirbelkanalenge unter großem Druck steht. Dieser Druck hat zur Folge, dass neben einer starken Reizung (Schmerz) auch eine Schwellung des Nervs eintritt, wodurch in gewisser Weise ein Teufelskreis geschlossen ist.

Sobald die sehr feine Nadel exakt in der Nähe des Nervs positioniert ist, wird der Nerv mit speziellen Medikamenten umspült, die eine entsprechend lange Wirkdauer haben. Hierdurch setzt eine Schmerzlinderung und Abschwellung des gereizten Nervs ein. In dieser Situation kann parallel durch eine gezielte Krankengymnastik erreicht werden, dass sich der Nerv von dem ,,Hindernis'' wegbewegt - dabei kann bereits ein Millimeter ausreichen! Auch die Alltagsmobilität trägt zusätzlich dazu bei, dass der Nerv in der Tiefe durch Mikrobewegungen entlastet wird.

Das Ergebnis ist dann eine deutliche Schmerzlinderung, im Idealfall auch eine anhaltende Schmerzfreiheit. Auch Lähmungen und Taubheitsgefühle können durch diese Therapieform bei gutem Ansprechen gleichfalls beseitigt werden.

Diese Art der hochpräzisen Therapie kann zum Einsatz kommen, wenn z.B. die eingesetzten Schmerzmedikamente, eine Krankengymnastik und der zeitliche Verlauf alleine nicht ausreichen, um eine merkliche Beschwerdebesserung zu erzielen.

Der Vorteil ist insgesamt, dass bei gutem Ansprechen auf diese Therapie ein schnelles, sehr gutes und anhaltendes Ergebnis erzielt werden kann.

Und die PRT bietet einen weiteren Vorteil: Sie erfolgt ambulant! Somit kann der Patient in seiner gewohnten Umgebung verbleiben und die begleitende Krankengymnastik in Wohnortnähe vertrauensvoll fortsetzen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (5)


26.01.2019 - 14:35 Uhr

Hallo ich habe eine Frage ich habe einen...

von Ronald

... Hausunfall gehabt 2005 bin Verrentet und schlage seit dem mit vielen Schmerzen rum bekomme jedemenge Schmerzmittel wobei ich nicht weiß ob das alles gut ist für mich und helfen ist etwas anderes. Also ich dadurch das ich auch jetzt ausfälle Taubeit in Fingern und Zehe bekommen habe. Was können Sie mir für eine Antwort geben? Mit freundlichen Grüßen

Dr. Haffke

Antwort vom Autor am 30.01.2019
Dr. med. Thomas Haffke

Bei einem diffusen Beschwerdebild, wie z.B. einer Taubheit an den Fingern und im Bereich der Zehen, ist zunächst ein MRT der Halswirbelsäule ratsam. Darauf kann festgestellt werden, ob eine Drucksitutation bzgl. des Rückenmarkes besteht, welche solche Beschwerden hervorrufen kann. Weitere therapeutische Schritte, wie z.B. auch eine PRT, sind abhängig von der genauen Befundkonstellation zu entscheiden.

14.12.2018 - 20:28 Uhr

Guten abend, ich habe mal eine frage. Ich habe...

von Hensel S.

... seit September einen Bandscheibenvorfall. Ich bin auch nicht gleich zum Dokor gegangen. Meine Bandscheibe ist aus dem Spinalkanal rausgesprungen und 7mm verrutscht. Ich habe eine Einweisung ins Krankenhaus bekommen und muss eine Woche auf Station bleiben. Warum das? Tun diese spritzen sehr weh? Ich habe große Angst Mit freundlichem Gruß Frau Hensel

Dr. Haffke

Antwort vom Autor am 19.12.2018
Dr. med. Thomas Haffke

Bei uns erfolgen die PRT‘s ambulant – es macht in meinen Augen keinen Sinn, nur wegen ,,Abrechnungsspielchen‘‘ des Anbieters sich für eine Woche stationär in eine Klinik zu begeben. Auch medizinisch ist für mich das Vorgehen nahezu unsinnig: unsere Patienten sollen unmittelbar nach der PRT unter Alltagsbedingungen, wie z.B. im Beruf, beim Sport oder der Physiotherapie beurteilen, ob die PRT den Anforderungen standhält. Das heißt, die PRT muß sich beweisen, sie muß gut anschlagen und nachhaltig sein. Ist das der Fall, alles richtig gemacht. Sich bei Krankenhausschonkost, Metallbett und Desinfektionsmittelgeruch für diese Therapie stationär zu begeben, entspricht in der Regel nicht dem normalen Alltagsgeschehen. Ferner werden unsere PRT‘s nahezu schmerzfrei gesetzt.

15.11.2015 - 15:29 Uhr

Hallo, ich habe mehrere Vorfälle LWS und HWS und...

von Günter H.

... kam - so denke ich jedenfalls - immer gut mit meiner Gymnastik aus. Aber leider sind auch mehrere Gürtelrosen dazu gekommen. Nun kann ich mich vor Schmerzen und Symptomen nicht mehr retten. Da ich aber nur Kassen-Patient bin, habe ich wenig Hoffnung je eine richtige Behandlung zu bekommen. Was meinen Sie kann ich machen, um eine Schmerzbehandlung zu bekommen? Gruß Günter H.

Dr. Haffke

Antwort vom Autor am 17.11.2015
Dr. med. Thomas Haffke

Eine zielorientierte Therapie sollte einer Schmerzbehandlung vorgezogen werden, um die Ursache(n) von Beschwerden zu erkennen und entsprechend behandeln zu können. Voraussetzung ist hierfür ein ausführliches Arzt-Patienten-Gespräch, eine erneute ausführliche Untersuchung sowie aktuelle Bilder (MRT). Eine Schmerztherapie sollte nur dann gewählt werden, wenn eine therapeutischer Ansatz grundsätzlich nicht möglich ist.

18.11.2014 - 14:36 Uhr

Hallo, Herr Doktor Haffke, ihren Beitrag habe ich...

von Sonja

... mit großem Interesse gelesen. 2010 hatte ich einen Treppensturz, wobei beide Füße gebrochen waren und mein Steißbein wegen einer gleichzeitigen Misshandlung stoßweise auf den Treppenabsatz aufgesetzt ist. Es dauerte lange, bis beide Füße geheilt waren. Seitdem Heilungsverlauf leide ich unter Schmerzen, welche meine Gehwege verkürzen. Am Po beginnen die Schmerzen und ziehen sich bis in die Beine. Dann tritt gleichzeitig eine Blasenschwäche auf. Was kann ich tun???

Dr. Haffke

Antwort vom Autor am 08.03.2015
Dr. med. Thomas Haffke

Bei einer verkürzten Gehstrecke sowie einer Blasenstörung sollte grundsätzlich ein MRT der Lendenwirbelsäule angefertigt werden, um eine Drucksituation auf Rückenmarksnerven auszuschließen. Das weitere Vorgehen hängt dann neben den erwähnten Beschwerden auch von der körperlichen Untersuchung ab.

17.11.2014 - 13:28 Uhr

Vor 20 Jahren hatte ich eine Bandscheiben-OP m....

von Christa

... Blasenlähmung L5S1.Lähmung wurde gut aber Schmerzen sind geblieben. Jetzt auch noch L4 und Verknöcherungen u. Wirbelskanalverengungen, Vorwölbungen, Ausstrahlung über den Po Oberschenkel ins Knie und weiter bis zum Knöchel. Dazu HwS 1 - 7 auch Verknöcherungen und Verengungen mit Ausstrahlung über die Schulter in den Oberarm bis zur Elle u. weiter in die Hand und beide Finger Daumen u. Zeigefnger pelzig.Arm ist sehr kalt. Was kann ich tun??Ausser Tabletten bekomme ich nichts u. gehe v. Arzt wie ich gekommen bis.

Dr. Haffke

Antwort vom Autor am 08.03.2015
Dr. med. Thomas Haffke

Bei Beschwerden in Armen und Beinen ist zunächst ein MRT der Halswirbelsäule und der Lendenwirbelsäule durchzuführen, um eine Druckwirkung auf das Halsrückenmark bzw. die Rückenmarksnerven der Lendenwirbelsäule auszuschließen. Ferner ist hier eine gründliche körperliche Untersuchung zwingend. Das weitere Vorgehen hängt somit von den Beschwerden, dem Untersuchungsbefund und einer exzellenten Bildgebung ab.


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