Wie funktioniert die Behandlung von Rückenschmerzen nach Dorn und Breuss?

Herr Erichsen

von
verfasst am

© Aeolos - Fotolia.com© Aeolos - Fotolia.comDie Dorntherapie geht zurück auf den Allgäuer Dieter Dorn. Zielsetzung dieser Therapieform ist die Behandlung von funktionell bedingten Wirbelblockaden oder Fehlstellungen von Gelenken. Funktionell bedingt bedeutet hier eine Fehlstellung eines Wirbels oder Gelenks, hervorgerufen durch einseitige körperliche Belastung, Verheben oder eine ungünstige Körperhaltung.
So kann eine funktionell bedingte Beinlängendifferenz oder blockierte Wirbel der Grund für Schmerzen im Rücken oder Hüftbereich sein..

Zuerst stellt der Behandler fest, ob und in welcher Form eine Fehlstellung vorliegt. Dies geschieht durch Augenmaß und gegebenenfalls Seitenvergleich. Anschließend führt der Patient eine natürliche Bewegung aus. Im Verlauf der Bewegung wird die Fehlstellung durch Druck auf einen bestimmten Punkt korrigiert.

Man beginnt mit der Korrektur der Beinlängen. Anschließend erfolgt die Überprüfung von Hüfte und Iliosakralgelenk. Darauf folgend wird die Wirbelsäule Wirbel für Wirbel überprüft. Jeder Wirbel wird auf Fehlstellung und Blockade überprüft und in der Bewegung des Patienten durch Druck auf die entsprechende Seite korrigiert.

Sind alle Gelenke und Wirbel überprüft und gegebenenfalls korrigiert, erfolgt abschließend die Breussmassage. Hier handelt es sich um eine Folge verschiedener Massagegriffe, welche wiederholt durchgeführt werden. Dadurch sollen letzte Blockaden gelöst werden. Außerdem wird dabei die Wirbelsäule gedehnt und die Muskulatur gelockert. Es besteht die Möglichkeit, die Korrekturen auch teilweise bei sich selbst durchzuführen. Hier können dem Patienten Übungen erklärt werden, mit denen kleinere Beschwerden selbst behandelt werden können.

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17.05.2017 - 08:55 Uhr

Das ist glaube ich das einzige, was meine Freundin...

von Oliver J.

... noch nicht ausprobiert hat. Sie klagt seit mehr als einem Jahr über teilweise heftige Rückenschmerzen im Bereich des Iliosakralgelenks. Ein Arzt meinte, es liegt daran, dass es zu locker ist und reizte das Gewebe um das Gelenk mit kleinen Nadelstichen, die vernarben sollten und so Zellmasse aufbauen und damit das Gelenk stabilisieren sollen – hat nicht funktioniert. Das einzige, was beim ersten Mal Linderung brachte, war die örtliche Betäubung. Zwei Besuche danach hatten keinen Effekt mehr. Dann versuchte sie Ostheophaten, Krankengymnastik etc. Alles ohne Wirkung. Sie ist sehr sportlich und sehr beweglich für ihr Alter (47), macht auch Yoga, aber das einzige was manchmal hilft ist längeres liegen, also ruhigstellen. Weiß jemand Rat, an wen man sich noch wenden könnte?

Herr Erichsen

Antwort vom Autor am 18.05.2017
Frank Erichsen

Das liegt unter Umständen an einer Blockierung des Iliosakralgelenks. Das führt zu Schmerzen die über den Ischiasnerv ausstrahlen. So eine Blockade entsteht in der Regel durch eine falsch ausgeführte Bewegung. Wichtig ist die Diagnose ob hier eine Blockade vorliegt. Diese muss dann gelöst werden. Das ist mttels der Therapie nach Dorn grundsätzlich möglich.

02.02.2016 - 15:27 Uhr

Hallo, ich bin 16 Jahre alt und klage schon seit...

von Celine

... circa 2 Jahren an starken Rückenschmerzen. Es gibt keinen Tag, an dem ich keine Schmerztablette nehme. Ich war schon oft bei Ärzten, doch wurde immer weggeschickt. Meine Hausärztin hat mir dann Osteopathie verschrieben. Dort wurde mir mein Becken korrigiert. Das hat schon einiges an Schmerzen gemindert. Leider hält das höchstens zwei Tage an, dann werden die Schmerzen wieder stärker. Es wurde festgestellt, dass mein rechtes Bein kürzer als das linke ist. Links hatte ich auch schon mehrere Verletzungen, weshalb die Ursache für die Verkürzung vielleicht Schonhaltung sein könnte. Rechts hatte ich Morbus Osgood Schlatter, was immer noch nicht weg ist. Was kann ich tun, damit mein Becken endlich mal grade bleibt? Sind Einlagen eventuell notwendig?

Herr Erichsen

Antwort vom Autor am 02.02.2016
Frank Erichsen

Hier muss im Gespräch genau geklärt werden, ob alleine eine Behandlung, zum Beispiel, nach Dorn helfen kann. Auch muss überprüft werden ob es sich um eine Tatsächlich vorliegende Beinlängendifferenz handelt. Das muss nicht sein. Das kann mittels Dorn überprüft werden. In solchen Fällen muss man evtl. mit beiden Therapieformen in Kombination arbeiten. Also mit der Dorn- Therapie und klassischer Homöopathie in der Schmerzbehandlung.

06.01.2013 - 19:52 Uhr

Hallo, vor 13 Wochen hat man bei mir einen...

von Mario

... Bandscheibenvorfall LWS 4/5 festgestellt. Nach konservativer Therapie ging es mir bis vor 2 Wochen recht gut. Leichte Schmerzen waren noch bei längerem Sitzen zu spüren. Nach weiterhin manueller Therapie haben sich langsam sehr starke Ischiasschmerzen aufgebaut. Könnte die Manuellle Therapie die Ursache sein für diese Schmerzen und mir hierbei die Dorn und Breus Behandlung Hilfe geben? Bin übrigens mitte 50 und krankgeschrieben.

Herr Erichsen

Antwort vom Autor am 14.01.2016
Frank Erichsen

Die Ischiasschmerzen könnten dadurch verursacht werden. Diese Schmerzen sind aber oft nicht durch die Wirbelsäule bedingt, sondern durch eine andere Gelenkfehlstellung. Hier kann man nach Dorn behandeln. Evtl. muss man dann noch eine Homöopathische Schmerzbehandlung folgen lassen um die Ischiasschmerzen und die Folgen des Bandscheibenvorfalls zu behandeln.

07.12.2012 - 13:29 Uhr

Ich habe nach einer dorn und preuss massage staren...

von burkhardt

... muskelkater. (blckade wurde zusätzlich gelöst)

Herr Erichsen

Antwort vom Autor am 14.01.2016
Frank Erichsen

Die Muskulatur des Menschen passt sich der Fehlstellung der Wirbel an. Sind die Fehlstellungen der Wirbel behandelt, muss sich die Muskilatur daran gewöhnen, das der Mensch wieder " gerade " ist. Diese Gewöhnung daran fühlt sich an wie Muskelkater. Sie legt sich aber nach 2--3 Tagen.

02.10.2012 - 13:53 Uhr

Im Januar war ich 3 Wochen auf Ischia um im...

von Eckart Sattelberge

... heissen Thermalwasser zu regenerieren. Wahrscheinlich habe ich dabei zu viel des Guten gtan u. zu viel gedehnt. Als ich wieder nach Hause kam , hatte ich beim Gehen grosse Beschwerden im rechten Bein u. in der rechten Leiste. Krankengymnastik u. sonstige Therapien halfen nichts , weil wir nicht wussten, was es war. Also musste ich in die Röhre u. da sagten die Ärzte Coxarthrose. Möglichst bald OP neue Hüfte u. gleich ein Termin. Aber ich möchte wissen, ob es ohne OP auch heilbar ist-im Internet habe ich die Andullationstherapie entdeckt , da kann mir aber niemand Erfolge versprechen .

Herr Erichsen

Antwort vom Autor am 02.10.2012
Frank Erichsen

Handelt es sich hier um ein rein funktionelles Problem, zum Beispiel durch eine Fehlhaltung oder Fehlbelastung, so kann nach Dorn und Breuss behandelt werden. Bei einer gesicherten Diagnose Coxarthrose bietet sich eine Homöopathische Behandlung der Beschwerden an, da hier der chronische Hintergrund der Erkrankung behandelt wird. Eine Heilung kann niemand versprechen, aber es ist durchaus sinnvoll vor einer OP mögliche Alternativen zu prüfen.


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