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Wann Rückenschmerzen manuell therapiert werden können

Dr. Klein-Soetebier

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© Jeanette Dietl - fotoliaOsteopathie hilft bei Rückenschmerzen (© Jeanette Dietl - fotolia)

Plötzlich sticht es im Rücken und Sie können nicht mehr gerade stehen. Sie wollten sich lediglich umdrehen, aber nun zieht es im Brustkorb und in den Rippen. Oder Sie stehen morgens auf und Ihr Kopf lässt sich kaum noch drehen. Viele von uns haben es schon erlebt, erleben es immer wieder oder leiden schon seit langem unter dauerhaften oder wechselnden Schmerzen der Wirbelsäule.
 


Ursachen

Oftmals sind Blockierungen der Wirbelgelenke die Ursache der akuten Schmerzen. Sie können manuell gelöst werden, möglicherweise stecken aber auch ernsthafte Ursachen wie z.B. ein Bandscheibenvorfall dahinter.

Verbleibende oder immer wieder auftretende Blockierungen - nach behandelten Bandscheibenvorfällen oder bei allgemeinem Verschleiß der Wirbelsäule oder anderer Gelenke - sind jedoch keine Seltenheit. Oftmals besteht ein muskuläres Ungleichgewicht oder eine Fehlhaltung, die immer wieder Blockierungen auslösen, oder umgekehrt: Fest sitzende Blockierungen verursachen immer wieder Fehlhaltungen!


Therapiemöglichkeiten

Während beispielsweise ein Bandscheibenvorfall mit Tabletten, Spritzen, Mikrotherapie oder, wenn es sich nicht vermeiden lässt, mittels Operation behandelt wird, können Blockierungen an Gelenken, an Muskeln und am Bindgewebe mit unterschiedlichen manuellen Techniken wie z.B. der myofaszialer Releasetechnik, der Muskelenergietechnik, chirotherapeutischen Handgriffen oder auch mit Hilfe der Atlas-Therapie gelöst werden. Das muskuläre Gleichgewicht wird so wieder hergestellt und die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren sich.


Osteopathie und Chirotherapie

Osteopathisch und chirotherapeutisch arbeitende Ärzte wollen nicht einfach nur die Symptome eines körperlichen Leidens behandeln. Sie suchen nach deren Ursache(n) und versetzen den Körper durch gezielte Handgriffe in die Lage, seine Selbstheilungskräfte effizient zu nutzen.

Bei chronischen Schmerzen kann die Behandlung mehrere Sitzungen erfordern. Ein akut aufgetretener Hexenschuss kann manchmal schon mit einer 15 - 30-minütigen Behandlung sowie einer darauffolgenden Kontrolle effektiv behandelt werden. 

Während chirotherapeutische Behandlungen in Deutschland bereits seit den 50ern als sogenanntes „Einrenken“ bekannt sind, haben die osteopathischen Behandlungsverfahren erst in den 90er Jahren Einzug gefunden. Sie konnten sich dafür allerdings in den letzten 10 Jahren, wohl auch aufgrund des sanften und ganzheitlichen Vorgehens, gut etablieren und erfahren immer mehr Zulauf.
 

Die Atlas-Therapie nach Arlen

© Gina Sanders_fotoliaPlagen Sie sich nicht! Rückenschmerzen sind behandelbar! (© Gina Sanders_fotolia)Eine ähnliche Akzeptanz hat die Atlas-Therapie nach Arlen - insbesondere für Säuglinge und Kinder - in den letzten 15 Jahren erfahren. Deren Erfindung liegt allerdings schon Jahrzehnte zurück.

Die vermehrte Nachfrage osteopathischer und Atlas-therapeutischer Behandlungen scheint auch daran zu liegen, dass immer mehr Ärzte sowie Zahnärzte feststellen, dass oftmals nur die kombinierte Behandlung Ihrer Patienten mit ganzheitlicher Betrachtung nachhaltige Erfolge erzielt und insgesamt effektiver ist. 


Beispiele interventioneller Behandlungen

  • Die kombinierte osteopathische und Atlas-therapeutische sowie kieferorthopädische Behandlung bei Störungen des Kiefergelenkes gemeinsam durch einen osteopathisch oder chirotherapeutisch tätigen Arzt mit einem kieferorthopädisch tätigen Zahnarzt und einem Physiotherapeuten.
  • Die manuelle Nach- und Mitbehandlung bei Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen durch einen Orthopäden und einen Osteopathen.
  • Die manuelle Behandlung von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen, Bewegungsstörungen, Schreibabys oder von Säuglingen mit Schiefhals durch einen Kinderarzt mit einem ärztlichen Osteopathen und Atlas-Therapeuten.
  • Kinder und Jugendliche mit einer Wirbelsäulenverkrümmung (Skoliose), die gemeinsam durch eine Kinderarzt, einen ärztlichen Osteopathen und einen Atlas-Therapeuten sowie einen Kinderorthopäden behandelt werden.


Gut zu wissen

Die osteopathische Behandlung ist Ärzten und Heilpraktikern vorbehalten. Sie müssen eine mehrjährige chirotherapeutische (manuelle) und osteopathische Ausbildung absolvieren, die europäischen Standards (EROP) entspricht.

Die DAAO (Deutsch Amerikanische Akademie für Osteopathie) ist zum Beispiel eine solche Einrichtung. Dort werden ausschließlich Ärzte nach dem EROP-Standard ausgebildet. Die Atlas-Therapie nach Arlen wird ausschließlich von Ärzten mit entsprechender Ausbildung (ÄMKA) ausgeführt.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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