Fußschmerzen bei der Arbeit: Wie sie entstehen & was Sie dagegen tun können

Welche Ursachen können sich hinter Fußschmerzen verbergen? (© @frankvex - unsplash)

Fußschmerzen bei der Arbeit haben vielfältige Ursachen. Gehen wir mal von dem Normalfall aus: Ein(e) Arbeitende(r) hat im Verlauf der Arbeit Schmerzen in den Füßen. Hierbei gibt es zum einen sogenannte Anlaufschmerzen, die gleich zu Beginn der Belastung auftreten, dann zunächst weniger werden, um später wieder vermehrt aufzutreten.

Zum anderen gibt es sog. Belastungsschmerzen, die erst nach einiger Zeit während der Belastung auftreten, und mit der Belastung kontinuierlich stärker werden.

Und dann gibt es noch Ruheschmerzen, die nach Belastung als fortbestehende Schmerzen in Ruhe wahrgenommen werden, oder Ruheschmerzen, die sogar nur in Ruhe auftreten oder in Ruhe stärker werden. Jede Schmerzart hat neben dem Schmerzort am Fuß unterschiedliche Ursachen, die man in ihren vielfältigen Kombinationen hier kaum auch nur ansatzweise behandeln kann.

Jeder der oben genannten Schmerzen sollte aber, wenn er nicht alleine durch besseres Schuhwerk und bessere Fußbettungen gelindert werden kann, oder trotz dieser Maßnahmen sogar noch stärker wird, immer Anlass bieten, zu einem Fußspezialisten zu gehen. Er kann dann der Schmerzursache ganz genau auf den Grund gehen und die Ursache erkennen, behandeln oder gar beheben.

Hierbei ist die manuelle Untersuchung sicher am wichtigsten, neben apparativen Diagnosemaßnahmen wie Ultraschalluntersuchungen, Fußdruckmessungen und Gang-/Laufanalysen.

Wie können Fußschmerzen behandelt werden?

Die ersten therapeutischen Maßnahmen umfassen oft die Anfertigung sog. 4D-gemessener individueller Fußbettungen. Das sind passende Einlagen für die Füße, die der Patient als Einlagen in den Schuhen trägt.

Auch die Schuhberatung gehört beim Fußspezialisten zum täglichen Brot, denn die Schuhe haben oft unbemerkt eine ungünstige Passform oder aber auch nur Größe. 

Ein klassischer Schmerz ist der Fersenschmerz, der, wenn es sich in der Diagnostik um den "Fersensporn" handelt, sehr gut mittels der fokussierten extrakorpalen Stoßwellentherapie behandelt und geheilt werden kann. Insbesondere wenn die oben genannten allgemeinen Maßnahmen nicht den ausreichenden Erfolg gebracht haben.

Auch Durchblutungserkrankungen können Ursache von Fußschmerzen sein. Diabetes kann zu unangenehmen Nervenschmerzen führen ("brennende Füße").

Der zunehmende Gefühlsverlust am Fuß bei Zuckerkranken kann zu erheblichen Veränderungen der Füße bei nur unklaren Schmerzbildern führen. Hier kann rechtzeitig erkannt viel Positives erreicht werden.

An wen sollte man sich bei Fußschmerzen wenden?

Auch bei diesen nicht-orthopädischen Erkrankungen ist der oft orthopädisch vorgebildete Fußspezialist für Sie der erste Ansprechpartner. Er wird in seinem Netzwerk mit weiteren ärztlichen Spezialisten, auch anderen Heilberufen wie orthopädischen Schuhmachermeistern, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Hilfsmittelhandwerkern zusammenarbeiten.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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