Rückenschmerz, Kopfschmerz, Schwindel, Knieschmerz … gibt es einen Zusammenhang?

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Viele Menschen finden im heutigen Gesundheitswesen trotz des stetigen technischen Fortschritts keine Lösung für ihre Gesundheits- und Schmerzprobleme. Eine Odyssee von Facharzt Konsultationen und teuren Apparateuntersuchungen kann vielfach keine Aufklärung und keine Therapie der Schmerzursachen leisten. Sind die Beschwerden deshalb psychischer Natur, oder nur nicht aufwendig genug untersucht? Ich meine, ganz im Gegenteil, das vorwiegende Vertrauen auf moderne Technik verhindert eine zielgerichtete ärztliche Befragung, Untersuchung und Behandlung, ja lässt sogar ärztliche Kunst verkümmern.

Dazu ein typisches Beispiel aus der ärztlichen Praxis:
Patient im mittleren Lebensalter, seit Jahren einseitige tiefe Kreuzschmerzen, mehrfach Röntgen, MRT, alles mit altersentsprechenden, als Verschleiß titulierten Befunden, dann wiederholte Spritzentherapien, Schmerzmedikamente, Physiotherapie, Kur usw., alle Maßnahmen ohne nachhaltige Beschwerdebefreiung, kommt mit der Frage, dem Selbstzweifel und auch dem Vorwurf: „Herr/Frau Doktor ich bilde mir den Schmerz doch nicht ein“, zum mittlerweile x-ten Arzt, der sich seiner Beschwerden annehmen solle.

Die zielgerichtete Befragung weist keine besonderen körperlichen oder psychischen Belastungen auf, eine tiefergehende Anamnese bringt allerdings noch weitere ständige Begleiter des Patienten ans Licht, die da wären, Nachenkopfschmerzen, immer wieder Schwindelgefühle, Knieschmerzen beim Treppab gehen, und auch Fersenschmerz (die Aufzählung ist verlängerbar).

Die funktionelle körperlich Untersuchung ergibt eine geringe Beinlängendifferenz, eine Beckenverwringung und eine lokale Schmerzprovokation als wesentliche lokale Auffälligkeiten, die dann zur Diagnose Iliosakralgelenks-Syndrom führen. Dies hat der Patient schon mehrfach gehört, es habe sich an seinem Zustand aber nichts dauerhaft bessern lassen. Die weiteren manuellen Tests zeigen eine erhebliche Fehlfunktion der Kiefergelenke, einen schlechten Zahnstatus, eine Fehlfunktion der Kopfgelenke, eine Fehlposition des Atlas (1. Halswirbel) und weitere Wirbelblockaden, Kniescheibenschmerz und Fersendruckschmerz, alles zusammen gesehen als Ausdruck einer muskulären Dysbalance.

Was ist nun das Besondere an diesem Untersuchungsvorgang? Zunächst einmal, das Befunde aus eigentlich unterschiedlichen Fachdisziplinen der Medizin zu einem Gesamtkomplex zusammengeführt werden, und dass vorher gezielt und ausführlich danach gefragt wurde. Ungewöhnlich in unserem technischen Zeitalter ist auch, dass bisher noch kein Blick auf ein MRT Bild oder einen Laborzettel geworfen wurde.

Bislang hörte der Patient von Radiologen, dass die geringe Beinlängendifferenz keine krankmachende Bedeutung habe, dass er an der Wirbelsäule Verschleißzeichen aufweise und er eben damit leben müsse. Vom Zahnarzt erfährt er, dass sein Fehlbiss mit Kreuzschmerzen in keiner messbaren Verbindung stünde. Vom Rheumatologen erfährt er, dass seine Laborwerte keine spezifische Diagnose ermöglichen.

Anders ist also, dass scheinbar bedeutungslose Befunde im Zusammenhang gesehen und gewertet werden, dass sich daraus eine neue, präzise funktionelle Diagnose ableiten lässt, in unserem Beispiel: Fehlfunktion der Kiefergelenke und Beckenfehlhaltung als Ursache für Kreuzschmerzen punktuell im Kreuz-Darmbein-Gelenk (ISG), weiterhin ein Atlas-Syndrom als Auslöser von Kopfschmerzen und Schwindel, und dass muskuläre Dysbalancen zu Kniescheiben-Reizung und auch zu Fersenschmerzen führen. Anders ist auch, dass die eingeleitete Therapie nicht am empfundenen Schmerzort ansetzt, sondern aus einem speziellen Aktiv-Einlagenkonzept zum Beckenausgleich besteht und überraschenderweise durch Zahnbehandlung wesentlich ergänzt wird. So nebenbei werden sich auch die anderen Beschwerden hierdurch beseitigen lassen, eventuell unterstützt durch Maßnahmen wie Atlas-Therapie, Manueller Therapie und Osteopathie.

Funktionelle Diagnostik als Basis einer nachhaltigen Therapie erfordert demnach zuallererst fundiertes ärztliches Wissen, geübte Fähigkeiten in der manuellen Untersuchung, transdisziplinäres Arbeiten (relevante Anteile der Zahnmedizin, Psychologie und Physiotherapie zu wissen und selbst zu beherrschen) und daraus sich ergebend, aufmerksames Zuhören und zielgerichtetes Nachfragen im Gespräch mit dem Patienten. So lassen sich nutzlose Alibi-Diagnosen beiseiteschieben, die durch die Beschränkung auf apparative Diagnostik und einen fachspezifischen Tunnelblick entstehen, und wir finden eine Gesundheitsstörung, die verblüffend einfach behandelbar ist.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (28)

Stefan S., 08.08.2019 - 22:17 Uhr

Sehr geehrter Dr. Müller, können Sie mir helfen? Ich habe folgende Schmerzen: Bandscheibe L5S1 – seit 6 Wochen (da gab es einen Vorfall vor 9 Jahren) Knorpelschaden am linken Knie: Operation vor 9 Jahren; im Juni wieder aufgetreten, wurde mit Cortison behandelt; seit Februar Schmerzen an der rechten Schulter seit ein paar Tagen schmerzt mein linkes Daumenengelenk seit ein paar Tagen schmerzt ein Knochen an meinem rechten Ellenbogen seit heute schmerzt meine linke Seite, wenn ich hineindrücke

Ulrich, 15.06.2017 - 10:24 Uhr

Ich habe seit langem Schmerzen an der linken Schulter, Kopfschmerzen auf beide seiten und bin ständig müde. Ich habe keine Energie. Ich weiß nicht mehr was ich machen soll? Ich muss aber erwähnen, dass ich einen gutartigen tumor ca 12×16mm. im Kopf habe. Wo finde ich eine Klinik, die mir helfen kann? Vor einem Jahr habe ich eine neue Kniescheibe bekommen und seitdem keine Schmerzen mehr im Knie.

Marion, 21.03.2016 - 19:45 Uhr

Hallo, wie bereits bemerkt wurde, wird hier im Forum keine Hilfe für unsere schlimmen Schmerzen gegeben. Herr Dr. Rudolf Müller hält sich im Dunkeln! Das ist doch super, nicht wahr?

Narion, 26.01.2016 - 10:00 Uhr

Wo finde ich einen Arzt oder Heilpraktiker, der diese Symptome erfolgreich behandelt? Ich habe schon etliche Behandlungen gemacht, jedoch alle ohne Erfofg. Ich bitte Sie um Rat.

Gertrud, 26.11.2015 - 09:51 Uhr

Mein Problem ist: zuerst Knieschmerzen (Meniskusschaden und leichte Arthrose), danach wegen Schonhaltung sehr starke Schmerzen im hinteren Taillenbereich (Rücken). Die Folge: gebücktes Gehen mit Humpeln. Welchen Arzt soll ich aufsuchen? Bin 66 Jahre alt. Bitte um Antwort. Vielen Dank!

Franz, 17.03.2015 - 21:26 Uhr

Hallo, Seit 1983 quäle ich mit Bandscheibenschäden, die letzten Jahre sind noch Schwindel und Kopfschmerzen hinzu gekommen. Ich kann hier garnicht alles aufzählen was alle versucht wurde. Vielleicht gib es eine Klinik, die mehr Erfahrung hat. Herzlichen Dank! Franz

Steffi, 09.12.2014 - 11:16 Uhr

Vertrauen in Ärzte verloren Ich habe ebenfalls seit 14 Jahren starke gesundheitliche Probleme und ein normales Leben ist seit dem nicht mehr möglich. Es fing an, als ich 28 Jahre alt war und bis dato vollkommen fit gewesen bin. Während eines Seminars machte ich damals eine Bewegung (Strecken/Anspannen des gesamten Körpers) und ganz plötzlich wurde mir dabei ganz komisch. Ich nenne es immer Schwindel aber es dreht sich nichts und es schwankt auch nicht. Es fühlt sich an, als sei ich besoffen. Das Gefühl hielt 4 Monate am Stück, ohne Unterbrechung an und tauchte danach mal stärker, mal schwächer auf, ging aber nie wieder ganz weg. Es kamen im Laufe der Tage weitere Beschwerden, wie starke Übelkeit (ohne Erbrechen), Luftnot, Durchfälle und Kopfdruck (Nasennebenhöhlenbereich) dazu. Diese Symptome begleiten mich jetzt seit 14 Jahren und ich renne von einem Arzt zum anderen und niemand kann/will helfen. Ich bin mir sicher dass bei dieser Bewegung in meinem Körper etwas geschehen ist, das die Beschwerden verursacht. Mit psychischen Problemen hatte das garantiert nichts zu tun. Man könnte bei mir sicherlich noch die eine oder andere Untersuchung machen (z.B. MRT oder CT Wirbelsäule), die mir jedoch verwehrt wird, bestimmt weil ich nur Kassenpatientin bin. Während der letzten Jahre haben sich verständlicherweise auch psychische Probleme dazu gesellt, weil sich große Zukunftsängste entwickelt haben und die Situation einfach aussichtslos wirkt.

Denny, 04.11.2014 - 23:45 Uhr

Eine gelunge Beschreibung..... ... wie es sein sollte, aber leider nicht ist. Bin selbst seit 3 Jahren von Schwindelanfällen und Rückenschmerzen mit Fehlhaltung geplagt und finde keine Hilfe. Es ist richtig und löblich zu lesen, dass es noch Ärzte gibt, die über den Tellerrand hinaus schauen. Problem ist nur, es leider auch genug Fachärzte gibt, die wenig Interesse an neuen oder überwiesenen Patienten haben, trotz dass man meist ca. 3 Monate (als Kassenpatien) auf einen Termin wartet. Es ist richtig, dass Themen wie Atlas oder CMD eingeführt werden, sollte aber nicht vergessen, dass diese nur teilweise oder gar nicht von der Kasse getragen werden. Wenn Menschen jedoch länger Krank sind, fallen sie irgendwann in ALG2 und können sich solch eine Behandlung nicht leisten. Auch weit zur reisen um einen Spezialisten ist weder mit den Symptomen noch mit dem geringen Geldbeutel möglich. Hier würde ich mir, neben Ärzten mit einer Einstellung von der Ihrigen mehr Interesse der Krankenkassen wünschen. Es ist für mich schwer verständlich, wie diese keine Interesse daran hat, mich (30 J. alt) wieder gesund zu haben, da ich noch lange einzahlen könnte. Leider wird auch viel zu schnell in die psychische Schiene abgeschoben. Ich persönlich würde mir sehr viel mehr Ärzte mit dieser Einstellung wünschen. WIe schon angesprochen ist es traurig, dass man trotz gutem Gesundheitssystem als psychisch nicht belastbar abgestempelt wird.

Ute, 17.10.2014 - 20:57 Uhr

Seit 20Jahren immer Schmerzen Zuerst mehrere Knieoperationen, dann Hüftumstellung, danach mehrere Rückenoperationen ,Als ob das nicht alles ist HWS OP usw. . Kann mir jemand eine Klinik empfehlen die ISG operiert und Schmerztherapie anbietet. Würde mich auch als Versuchsperson zu Verfügung Hauptsache ich bekomme Hilfe. Die Schmerzen sind unerträglich, da sie überall sind.

Marianne, 25.07.2014 - 18:11 Uhr

ich habe seit Jahren Rueckenschmerzen, da sagte mir ein Internist das ich einen Bandscheibenschaden haette, dann kam noch Knie und Knoechelschmerzen dazu, mein Hausarzt verschrieb mir Schmerztapletten. Nun bin ich 2013 zusammengebrochen, hatte gleichzeitig Lungenentzuendung,Blutvergiftung,und ein Magengeschwuer, ab diesen Zeitpunkt kann ich auch nicht mehr laufen und liege nur noch im Bett,kann mir jemand einen guten Arzt empfehlen, der oder die auch helfen kann und sich Zeit fuer die Patienten nimmt und die oder der auch ins Haus kommt? Waere gluecklich wenn ich die Schmerzen in den Beinen und im Ruecken loswerden wuerde

karina, 11.07.2014 - 12:12 Uhr

meine beschwerden ähneln denen im bericht sehr stark. kronisch müde, nacken, kopf, schulterschmerzen, schmerzen in der lws, im linken knie, taube fußsohlen und schmerzempfindliche füße vor allem die fersen und fußballen. viele zähne die ich die letzten jahre wegen plötzlichem absterben verloren habe. körperlich leistungsfähigkeit ist durch ständige müdigkeit schon stark eingeschränkt. jetzt würde mich ein fachlich guter arzt im raum mittelfranken interessieren. leider wird die letzten jahre alles auf meine diagnostizierte vaskulitis geschoben, was ich aber so nicht hinnehmen möchte. vielleicht gibt es ja einen arzt der mir weiterhelfen kann

Ute, 27.06.2014 - 17:29 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren Sie beschreiben genau die Syndrome die ich habe. Bei physischer und körperlicher Anstrengung kann ich mich schlecht bewegen. Wo finde ich in der Nähe Dresden Gorbitz einen Arzt der mir helfen kann. Mit freundlichen Grüßen Ute

Manuela, 16.06.2014 - 13:21 Uhr

Mein arzt diagnostizierte nach einem Lumbago bei mir Facettengelenkarthrose in den unteren LWS Segmenten. Im CT sah er eine deutliche Hypertrophie der Facettengelenke die den Spinalkanal leicht einengen. er sprach von Arthtropathie im Bereich der ISG, die rechtseitig deutlich ausgeprägter sei . Ich habe dauernd ein Problem von Wirbelgleiten und muss fast alle zwei Wochen zum Ostheopathen. Ich mache täglich meine Rückenübungen und ein mal wöchentlich Nordic Walking. Jetzt habe ich meine Arbeit verloren wegen meinen gravierenden Rückenproblemen . Was kann ich noch tun damit es mir wieder besser geht und ich schmerzfrei werde.

vera, 15.03.2014 - 15:43 Uhr

kann ein Karpaltunnelsyndrom auch durch Fehlstellung der Wirbelsäule - spez. HWS ausgelöst werden?

Maria, 28.02.2014 - 16:13 Uhr

Liebe Karin 04.11.2013. Sie sind Ihrer Lösung ganz nah. "es hat mit Muskel, rechter Halsseite und dem ganzen Schulterbereich zu tun," Im Text steht doch die Lösung für Ihre Probleme, hier noch meine kleinen Impulse = Ergänzungen dazu. "Fehlposition des Atlas (1. Halswirbel)", "Maßnahmen wie Atlas-Therapie, Manueller Therapie und Osteopathie" = im Internet googeln nach Atlaskorrektur und sorgfältig Behandler / Behandlungsart wählen, denn Atlaskorrektur ist nicht gleich Atlaskorrektur. Rüdiger 08.01.2014 schieb "Große Hilfe war Myoreflextherapie (harte Druckbehandlung im Nackenbereich), Zahnbehandlung" "muskuläre Dysbalance" = bitte bewegen Sie sich, zu Hause alle Gelenke (z.B. Hals, Finger, Hand, Hüfte, Zehen, gerne auch die Augen) z.B. täglich 5x kreisen, im Fitnesstudio sanft und leichte Gewichte heben, in Kursen anmelde, tanzen, spazieren gehen, Treppen steigen, ...

Hatamoto, 28.02.2014 - 09:18 Uhr

Perfekt! Hier ist ein klassischer Fall von ständigen Inselbewertungen der verschieden "Fachleute" aufgezeigt. Die ganzheitliche Betrachtung im Artikel führt zum 100%-ig richtigem Ergebnis.Nur so kann es gehen! Gut, das es noch Ärzte mit ganzheitlichem Denken und Kompetenz gibt. Noch TCM dazu und alles ist im Lot. Viele Grüße aus Erfurt!

Dr. med. Raul Borgmann, 21.02.2014 - 10:33 Uhr

Sehr geehrter Herr Kollege Dr. Müller, wie schön, dass es noch ein paar Kollegen zu geben scheint die diesen Zusammenhang der Kiefergelenke mit weiteren "Schmerzsyndromen" erkannt haben!!! Die CMD wird leider so oft nicht erkannt, und Woher soll der Patient wissen, dass seine Rückenschmerzen, Knieschmerzen, Schulterschmerzen, Ellenbogenschmerzen, Migräne oder Schwindel ja sogar Tinitus oder Hörsturz ursächlich von einer Kiefergelenks bzw. Bissdysfunktion kommen. In meiner Praxis beobachte ich auch zunehmend Jugendliche und junge Erwachsene, die auf Grund einer Kieferorthopädischen Behandlung eine CMD entwickeln. Hier ist einfach mehr interdisziplinäre Zusammenarbeit von Zahnärzten und Kieferorthopäden mit einem Orthopädisch, Manual Therapeutisch, Osteopathisch tätigen Arzt und Physiotherapeuthen gefragt um diesen Schmerzpatienten nachhaltig zu helfen. Viele Grüße aus dem schönen Freiburg Dr. med. Raul Borgmann

Maritta, 07.02.2014 - 14:15 Uhr

Die beschriebenen Beschwerden habe ich alle.Selbst ein 6 wöchiger Aufenthalt in der Klinik für Psychosomatik in Bad Salzufflen brachte nichts. Nun habe ich eine neue Knieprothese re. und ein neues Sprunggelenk re. Die OP des Sprunggelenkes re. 2012 brachte mir unsagbare Schmerzen am re.Fuß. Er ist geschwollen warm dick und rotblau gefärbt und bringt mir nur fürchterliche Schmerzen. Mein gesamtes Stützsystem tut mir weh,die Gelenke besonders an der linken Schulter und den Hüften. Meine linke Hüfte hat sich ca.2,5 cm nach außen geschoben. Meine Kiefergelenke bereiten mir auch Schmerzen.Mein linker Arm vom Ellenbogen bis zu den Fingern (kann ich kaum bewegen)schmerzen unsagbar. Fazit: Der Operateur des Sprunggelenkes meint das wird noch keine Panik machen. Mein Orthopäde meint immer nur eine Beschwerde nach der anderen ansehen im Prinzip altersbedingt! Rundum:Ich habe unsagbare Schmerzen am gesamten Körper und an fast allen Gelenken,habe Kopfschmerzen und mein Magen streikt auch. Ich weiß absolut nicht weiter. Ich bin der Meinung mein Orthopäde mußte eine Untersuchung über seine medizin. Kompetenz hinaus veranlassen und ein Gesamtergebnis darlegen und Maßnahmen zur Verbesserung meines Zustandes benennen.Es geht doch nicht wenn ich zu ihm gehe und sage hier und hier und hier...habe ich schlimme Schmerzen und er sieht sich meinetwegen die Hand an als Beispiel verschreibt mir 6x Physiotherapie und das war es. Oder sollte das die Schmerzambulanz veranlassen.Bin seit über 10 Jahren in der Schmerzambulanz. Ergebnis:Viel Tabletten die geringe Erleichterungen bringen a b e r die Wurzel allen Übels bleibt! Ich kann wirklich nicht nicht mehr und wäre über Hilfe mehr als dankbar! Wer würde mir helfen?

Rüdiger, 08.01.2014 - 11:44 Uhr

zu Artikel von Karin: ich hatte (habe) u.a. gleiche Schwindelsymptome mit Tinnitus, habe ähnliche Erfahrungen gemacht, bin zu ganzheitlichen Diagnose extra von Konstanz an den Chiemsee gefahren, mit komplexen Ergebnis und Erfolg. Große Hilfe war Myoreflextherapie (harte Druckbehandlung im Nackenbereich), Zahnbehandlung (nachts Beißschiene) sowie Medikament "Betahistin" und dem eigenen Willen, die Symptome auszublenden.

Maria, 22.12.2013 - 15:18 Uhr

Nach meiner Erfahrung gibt es inzwischen schon viele Ärzte, die ganzheitlich denken - oder vielleicht habe ich auch nur Glück gehabt, so dass mir die viel zitierte Ärzte-Odyssee erspart blieb. Dennoch ist die Schmerztherapie auch mit ganzheitlichem Blick und Behandlungsmethoden (in meinem Fall: Osteopathie) nicht gerade einfach. Wenn man trotz langjähriger, regelmäßiger Behandlung immer wieder mit Schmerzphasen zu kämpfen hat, fragt man sich schon, ob der zeitliche und finanzielle Aufwand lohnt, bzw. ob dies der richtige Weg ist, oder ob es irgendwo doch noch andere Therapiemöglichkeiten gibt. Bisher bin ich noch nicht fündig geworden...

midget, 18.11.2013 - 14:32 Uhr

Hallo, kann ich nur zustimmen. Ich quäle mich seit drei Jahren mit Knieproblemen und keiner kann helfen. Mittlerweile zwei Operationen, Physio und KG erhalten. Ohne Erfolg. Der Orthopäde weiss jetzt nicht mehr weiter. Jetzt kommen noch einseitige Rückenschmerzen dazu. Da habe ich nur Ibu600 bekommen. Ein sehr leidiges Thema und keiner kann/ will helfen. Für Facharzt Termine muss man dann noch einmal wochenlang warten.

leonhardt, 15.11.2013 - 12:07 Uhr

kann mich dem artikel nur anschliessen.habe seit fast 3 jahren immer stärker werdende elektrisierende brennschmerzen ganzer rücken und rechtes bein ( mit schwäche im bein ) weiterhin einschiessende stiche . keiner kann mir sagen , was ich habe. dazu kommt ein schwindel und starke kraftlosigkeit. ich lebe nicht, ich vegetiere. bitte um rat.

Barbara, 11.11.2013 - 12:38 Uhr

kann seit geraumer Zeit kaum noch treppfensteigen, sämtl. Untersuchungen o.B. Kann ich mich in ihrer Klinik vorstellen? (Kassenpat.).

karin, 04.11.2013 - 22:45 Uhr

ich stimme dem Artikel voll zu, ich selbst denke oft, sieht der Arzt nichts, ich weiß selbst, daß ich Rückenprobleme habe, mit den verschiedensten Diagnosen, und logisch ist für mich, wenn irgendwo etwas schief ist oder nicht stimmt, wirkt sich das im Laufe der Zeit auf andere Körperbereiche aus, weil nur an einer Stelle rumgedoktert wird und keiner die Zusammenhänge begreift, sieht oder gelernt hat. Man geht vom Arzt weg und ist genauso schlau und unwissend wie vorher, die Schmerzen oder Einschränkungen bleiben. ich möchte manchmal platzen über die heutige oberflächliche Art und Weise, wie manch ein Arzt untersucht, nicht mal das, manchmal nur anhand von meinen Erklärungen wird die Diagnose gestellt, ohne Untersuchung oder einem konkreteren Nachfragen. Einfach so aus dem Handgelenk heraus und egal, ob man als absolut neuer Patient kommt. Ich renne seit fast einem Jahr zum Arzt, wegen immer wiederkehrenden Schwindelanfällen und habe bis heute noch keine klare Diagnose, aber der Schwindel bleibt. Er beeinträchtigt mittlerweile mein Leben, ich habe noch zusätzlich Osteophatie, in der Hoffnung daß es hilft. Meine größte Sorge ist, in der Wohnung zu fallen oder beim Autofahren den Drehschwindel erleben, dann hab ich Sekunden keine Kontrolle mehr, aber auch das interessiert scheinbar keinen Arzt. Ich glaube bald, die Ärzte sind überfordert, haben weniger Intuition und Feingefühl und Schwindel ist halt nicht sichtbar. Ich habe für zwei Monate einen Geistheiler aktiviert, was mir half und mich stabilisierte, aber als ich aufhörte damit, war der Schwindel wieder da. Nun meint der Hausarzt, es läge wohl an der HWS, Massagen würden bestimmt gut tun. Ja, die tun gut. Dazu habe ich noch eine osteophatische Behandlung genommen. Trotzdem der Schwindel ist da, immer wieder und läßt mich unsicher werden. Statt Bewegung schränke ich Bewegung ein, halte mich mehr links und immer vorsichtig. Ich hab dann einen Neurologen angerufen, wegen Termin, der ist aber erst im Januar, ganz toll und hilfreich im Moment. Ferner habe ich den Eindruck, daß ich chinesisch spreche, da keiner wirklich zuhört was ich sage. Der Schwindel kommt von hinten und hat auch mit der rechten Halsseite oder der Muskulatur zu tun, warum versteht das keiner und warum reagiert keiner darauf. Und ich kenne noch andere Leute, die von Arzt zu Arzt rennen und sich schon blöde vorkommen. Und natürlich gibt es keine perfekten Ärzte, genauso wenig wie perfekte Patienten. Wenn der Mensch nicht im Gesamten gesehen und behandelt wird, bleibt die Arztsuche eine Odyssee, außer man hat extrem schwere Krankheiten, die schon sichtbar sind. Auch ich versuche verschiedene Wege zu gehen und zu suchen, und könnte manchmal verzweifeln. Vielleicht müssen die zukünftigen Mediziner wieder lernen auf ihre Intuition zu hören und nicht nur auf die apparative Diagnose, die meistens lapidar und nebenbei gesagt wird. Es gibt bestimmt gute Ärzte, aber jeder muß sich ab und an mal selbst hinterfragen. Ja, ein aufmerksames Gespräch, ein gezieltes Nachhaken der Beschwerden und fundiertes Wissen verschiedener Gesamtzusammenhänge wäre super für die Zukunft. Ich wünschte mir eine Zusammenarbeit mit Schulmedizin, Naturheilmedizin und anderen Fachbereichen, um dann ´mit dem Einzelnen eine Heilung oder Verbesserung anzustreben. Und diese allgemeinen üblichen für jeden scheinbar geeigneten Behandlungen sollten auch differenzierter gesehen werden, und zwar entsprechend mit dem Patienten, und nicht wie Schubladenverfahren, jedem dasselbe zu verordnen, egal ob 80J. oder 30J. alt, nicht mal da gibts Unterschiede, meine Beobachtungen. Jedem, der was mit dem Rücken hat, bekommt heute Rehasport übergestülpt, in der Annahme es hilft, aber keiner fragt, wie könnten sie es zeitlich schafffen, wie sind ihre Arbeitszeiten etc., bei Schichtdienst ist es eine enorme zusätzliche Anstrengung. Eine gute fundierte Behandlung und Diagnose braucht Zeit und diese gibts heute kaum noch, außer man bezahlt selber dafür, dann gibts Zeit. Die schnelllebige heutige Zeit mit ihren Nachteilen und auch Vorteilen. Genauso wird immer empfohlen 2-3Liter Wasser zu trinken, wer hat diese These aufgestellt und warum soll sie für alle gelten? Ich werde mich weiter auf die Suche nach Heilung und Diagnose begeben und hoffe irgendwann davon erlöst zu werden. Und vielleicht untersucht mich mal jeamand wirklich, ich wünsch es mir. Ich könnte vielleicht noch die Hormone prüfen lassen, Wechseljahre, wer weiß. Ich versuche ständig selbst rauszufinden, was sein könnte, leider bin ich ohne fundiertes Wissen. Nur eins ist klar, es hat mit Muskel, rechter Halsseite und dem ganzen Schulterbereich zu tun, jedenfalls ist mir das klar, nur was genau, keine Ahnung. Durchblutungsstörungen, Muskel zu verspannt, hart, die Sehnen angespannt und hart, Rücken sowieso, Blockade an der HWS - ich weiß es nicht.

Ursula, 03.11.2013 - 13:58 Uhr

Hierzu kann ich aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass die Patienten zuerst eigenverantwortlich Prävention zu lernen. Einseitige Ernährung und Bewegungsmangel führen langfristig zu eben solchen Problemen. Krankengymnastik setzt zu spät ein und die Patienten tun selbst darüber hinaus oft zu wenig. Ich leite Kurse in Präventionsgymnastik, Pilates und Qigong. Viele meiner Kursteilnehmerinnen kommen schon seit Jahren auf eigene Kosten in die Kurse und freuen sich, durch das regelmäßige Training viel besser mit ihren Einschränkungen zurecht zu kommen. Leider kommen viele Leute zu mir zuerst mit der Frage, ob meine Leistung von der Krankenkasse übernommen wird. Da ich “Nur“ Qigonglehrerin, Präventionsübungsleiterin und Pilatesinstructorin ohne medizinischen Grundberuf bin, übernehmen nur wenige Kassen zumindest einen Kurs im Jahr als Anschubinvestition. Ich kann nur jedem Patienten rate, gleich wie schmerzhaft es auch manchmal ist, bewegt euch , mäßig aber regelmäßig. Schöner Nebeneffekt- es macht wieder Spaß und fühlt sich sehr lebendig an. Geht in ein gutes Fitnessstudio und stemmt Gewichte oder probiert in eurer Volkshochschule Gesundheitssport aus oder geht wenigstens täglich eine Runde. Raus aus der Passivität hinein ins bewegte Leben. Ich selbst bin seit 15 Jahren nach einem Tumor eingeschränkt und habe durch Bewegung wieder ins Gleichgewicht gefunden.

Karl, 30.10.2013 - 14:23 Uhr

... das hört sich ja alles so schön an. Und ich bin mir sicher es gibt Tasusende, die dann die Realität schildern. Ich bin 5 Jahre in 30 Ärzte Hände, 2xReha und und gewesen und keiner bemerkte, dass ich eine Schlafapnoe mit 45%O² und 580 Atemaussetzer habe. Das ist die Realität und wenn ich die Arztberichte lesen, dann sind diese Texte genau so gelogen wie die der Politik.

Susanne, 11.10.2013 - 09:57 Uhr

Finde diesen Artikel auch sehr aufschlussreich und verständlich. Würde mir auch wünschen, das die Ärzte mehr zusammen arbeiten. Bin seit über 12 Jahren Schmerzpatient und habe endlose Therapien durch. Leider ohne Erfolg. Jetzt die nächste Überweisung zum Rheumatologen.

Iris, 04.10.2013 - 23:02 Uhr

Danke für solche Artikel, die endlich mal Zusammenhänge aufzeigen. Unser großes Problem sind diese separaten Betrachtungen unterschiedlicher Fachärzte, die nicht in einen Zusammenhang gebracht werden. Ich bin überzeugt, dass vieles besser therapiert werden könnte, wenn Medizin ganzheitlicher wird.

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