Schienbeinkantensyndrom: Symptome, Ursachen & Behandlungen

Das Schienbeinkantensyndrom wird vor allem durch falsche Belastungen beim Laufen ausgelöst. (© Dirima - fotolia)

Beim Schienbeinkantensyndrom handelt es sich um eine Überlastung der Muskulatur im Bereich der Unterschenkel. Mehr über Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten erfahren Sie in diesem Artikel. 

Welche Symptome treten auf?

Die Erkrankung macht sich durch eine schmerzhafte Reizung der Knochenhaut des Schienbeins bemerkbar. Dadurch entsteht eine Druckempfindlichkeit entlang der Schienbeinkante.

Zusätzlich können Unregelmäßigkeiten in der Oberfläche auftreten. Ein leichtes Ziehen zu Beginn des Sports lässt sich anfangs durch die Bewegung reduzieren, bis sich letztendlich auch in Ruhephasen Schmerzen einstellen. Durch fortlaufende Belastung der Muskulatur wird die bereits beanspruchte Knochenhaut zunehmend weiter gereizt. Druckempfindlichkeit, Schwellungen und Rötungen können anschließend offensichtliche Symptome einer fortschreitenden Entzündung sein.

Wie entsteht das Schienbeinkantensyndrom?

Neben der muskulären Überlastung durch zu viel Training zählen Beinachsen- und Fußfehlstellungen sowie muskuläre Dysbalancen und falsches Schuhwerk zu weiteren Risikofaktoren. Fußfehlstellungen wie z.B. starkes Einknicken des Gelenks zur Innenknöchelseite überlastet die Unterschenkelmuskulatur.

Wie funktioniert die Diagnose?

Als diagnostisches Verfahren hat sich die Analyse des Laufverhaltens in Abhängigkeit zur Muskelarbeit bewährt. Durch ein 2D-Kamera-System lassen sich muskuläre Defizite feststellen, aber auch grundsätzlich fehlerhaftes Laufverhalten verbildlichen. Durch zu einseitige Belastung und Vernachlässigung werden weniger trainierte Muskeln zunehmend schwächer. Die gegenspielende Muskulatur wird dazu gezwungen, mehr Last aufzunehmen und ist dadurch überansprucht.  

Genau an diesem Punkt setzen die Sportwissenschaftler und Bewegungsanalytiker an. Durch die detaillierte Auswertung der aufgenommenen Videos ist es möglich, muskuläre Schwachstellen, aber auch fehlerhaftes Laufverhalten frühzeitig zu erkennen. So lassen sich Folgebeschwerden verringern oder verhindern. Diese Form der Diagnostik empfiehlt sich demnach nicht nur für Patienten mit Beschwerden, sondern ebenfalls als präventive Maßnahme.

So wird das Schienbeinkantensyndrom behandelt

Zur Behandlung einer entzündeten Knochenhaut eignen sich verschiedene Methoden. Neben einer Stoß- bzw. Druckwellentherapie als nicht-invasive Therapieform, die durch eine Tiefenmassage zur Entspannung der beanspruchten Muskulatur beiträgt, empfiehlt sich zusätzlich die Behandlung durch Kortikoide.

Die Behandlung mithilfe einer radialen Druckwelle löst Schwingungen im Gewebe aus, durch die der Stoffwechsel gefördert und unterstützt wird. Durch die oberflächliche Behandlung der betroffenen Regionen wird eine Stimulation ausgelöst, die den Heilungsprozess positiv beeinflussen kann.

Bei der Behandlung durch Kortikoide handelt es sich um ein langwirkend qualitativ hochwertiges Präparat, das chronisch-entzündlichen Vorgänge hemmt und so den Heilungsprozess unterstützt. Der Arzt spritzt es genau an die betroffenen Regionen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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