Wie Kaugummikauen Nackenschmerzen beeinflussen kann

Kaum zu glauben: Kaugummikauen kann Nackenschmerzen beeinflussen. (© Kaugummikauen kann Nackenschmerzen beeinflussen.)

Nackenschmerzen können viele Ursachen haben. Wir möchten alles dafür tun, um die Schmerzen wieder loszuwerden. Wichtig ist es, alle negativen Faktoren, die die Schmerzen beeinflussen, auszuschalten.

Gerade die Dinge, die in unseren Tagesablauf eingebunden sind und sich negativ auf unseren Körper auswirken, sollten wir kennen.

Etwas, was die meisten kennen, aber nicht als negativ einschätzen, ist das Kauen von Kaugummi.

Welche Nachteile bringt Kaugummikauen mit sich?

Abgesehen vom sozialen Aspekt ist die Dauerbelastung der Kaumuskulatur für das ganze Kiefersystem, zu welchem auch die Halsmuskulatur gehört, ein enormer Stressfaktor.

Wer sich kauend mit einem anderen Menschen unterhält, vermittelt ihm das Gefühl in der Rangordnung höher zu stehen. Bei Tieren ist es so, dass der Chef als erstes isst und dann erst das restliche Rudel.

Dies ist einer der Gründe, weshalb uns ein kauendes Gegenüber unangenehm ist. Die Kiefermuskulatur ist darauf ausgelegt, kurzzeitig hohe Kräfte aufzubringen. So ist der Kaumuskel der stärkste Muskel im menschlichen Körper.

Bei einer Dauerbelastung, wie beim Kaugummikauen, wird diese Muskulatur sehr stark belastet.

Wie beeinflusst Kaugummikauen unsere Halsmuskulatur?

Um den Schädel beim Kauvorgang zu stabilisieren, ist die Halsmuskulatur notwendig. Diese wird dabei, ebenso wie die Kaumuskulatur, überlastet.

Wenn wir beispielsweise kräftig zubeißen, spannt sich reflektorisch die Nackenmuskulatur an. Die überlastete Muskulatur kann nicht gut arbeiten und dies verursacht Schmerzen.

Welche Alternativen gibt es?

Kaugummikauen stellt eine Dauerbelastung für Kiefer und Nacken dar. (© Kaugummikauen belastet den Kiefer und den Nacken dauerhaft.)
Zum Stressabbau wird häufig Kaugummi gekaut. Eine schonendere Möglichkeit ist es, einfach Bonbons zu lutschen oder gelegentlich eine Pause in die Arbeitsabläufe einzubauen.

Eine abgestimmte Pausengestaltung sowie Stressbewältigungsstrategien sind jedoch wesentlich zielführender als Kaugummikauen.

Fazit

Eine Vielzahl von Patienten leidet ebenfalls unter nächtlichem Zähneknirschen sowie dem nächtlichen Aufeinanderpressen der Zähne.

Wenn nun dieser Stress mit dem dauerhaften Kaugummikauen zusammenkommt, hat die überbeanspruchte Muskulatur kaum noch Ruhephasen und dies kann dauerhafte Schmerzen auslösen.

Sprechen Sie mit Ihren Physiotherapeuten über Behandlungsmöglichkeiten, um Ihren Alltag zu optimieren.

Gerade diejenigen, die immer wieder über Kopfschmerzen, Kieferknacken, Nackenbeschwerden oder sogar über Schulterschmerzen klagen, können mit dem Abstellen des Dauerkauens auch den schmerzauslösenden Faktor abschalten.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (2)

Steffi, 19.03.2016 - 19:00 Uhr

Ich habe seit circa 1 1/2 Jahr sehr große Nackenschmerzen, es helfen keine Schmerztabletten und auch keine Physiotherapien. Was kann man noch tun, um die grausamen Schmerzen zu lindern? Wer kennt diese Schmerzen, die fast nicht zum Aushalten sind? Kann mir jemand einen Ratschlag geben? Ich würde mich darüber sehr freuen! Danke.

Antwort von Silvio Krebs, verfasst am 22.03.2016

Hallo, ohne eine genaue Ursache zu kennen, ist es unmöglich einen Tipp zu geben. Wichtig ist es, alle diagnostischen Möglichkeiten auszuschöpfen und sich bei den entsprechenden Fachärzten vorzustellen. z.B. Orthopäde, Zahnarzt, Augenarzt, usw. Überlegen Sie, welche Ursachen zu den Schmerzen geführt haben könnten und welche Erkrankungen zeitgleich auftraten. Mit freundlichen Grüßen, Silvio Krebs

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