Ästhetische Nasenkorrektur: Ablauf, Alternativen & Kosten

Die Nase trägt als Zentrum des Gesichts maßgeblich zu unserem Gesamterscheinungsbild bei. (© shvili - iStock)

Die Nase gehört zu den prägendsten Merkmalen der individuellen Gesichtszüge. Sie verleiht dem Gesicht die charakteristische Kontur, ohne dabei selbst allzu sehr im Vordergrund zu stehen. So entsteht ein wohlproportioniertes Gesamtbild, bei dem alle Gesichtspartien in einem harmonischen Verhältnis zueinander stehen.

Wenn die Nase von Natur aus sehr dominant ist oder eine ungewöhnliche Form aufweist, wird diese Harmonie gestört. Dann fällt der Blick der Mitmenschen bei jeder Begegnung unweigerlich auf die Nase. Für die Betroffenen entsteht dadurch oft ein hoher Leidensdruck.

Im Rahmen einer chirurgischen Nasenkorrektur kann die Nasenform den übrigen Gesichtszügen so angepasst werden, dass wieder ein harmonisches Gesamtbild entsteht. Dabei wird eine allzu große, breite oder lange Nase behutsam korrigiert. Ziel des Eingriffs sollte immer eine natürlich wirkende Nase sein, die zu den individuellen Gesichtszügen passt und in ihrer Funktion nicht beeinträchtigt wird.

Ablauf einer ästhetischen Nasenkorrektur

Vor der Nasenkorrektur findet ein persönliches Beratungsgespräch statt, in dem sich der Chirurg nach den Beschwerden und Wünschen des Patienten erkundigt. Wichtig ist hier auch festzustellen, ob die Nase auch funktionell eingeschränkt ist oder ob lediglich ein ästhetisches Problem vorliegt. Nach einer gründlichen Voruntersuchung wird die Operation in enger Absprache mit dem Patienten geplant.

Zur Korrektur der Nase kommen verschiedene Verfahren infrage. Für leichte Veränderungen genügt es oftmals, einen Teil des Nasenhöckers und Knorpels abzutragen. Größere Korrekturen erfordern hingegen, dass das Nasengerüst gebrochen wird. Dadurch kann der Chirurg die knöcherne Struktur gezielt und präzise umformen.

Welchen Zugang der Chirurg wählt, ist von der OP-Technik und dem angestrebten Ergebnis abhängig. Nach Möglichkeiten erfolgt der Zugang über die Nasenlöcher, sodass keine sichtbaren Narben an der Außenseite der Nase entstehen. In diesem Fall setzt der Chirurg die Schnitte an den Nasenschleimhäuten und formt die Nase somit von innen. Falls ein offener Zugang erforderlich ist, wird ein kleiner Hautschnitt am Nasensteg gesetzt. Auch hier ist die winzige Narbe später kaum zu erkennen.

Die ästhetische Nasenkorrektur findet in aller Regel unter Vollnarkose statt. Leichte Korrekturen können in Einzelfällen auch im Dämmerschlaf erfolgen. Je nach Aufwand und angestrebtem Ergebnis dauert die Operation etwa eine bis dreieinhalb Stunden. Abhängig vom Umfang des Eingriffs kann sich ein Klinikaufenthalt von ein bis zwei Tagen anschließen.

 

Nach der OP

Nach der Nasenkorrektur wird die Nase mit einer Tamponade oder einem Nasengips versorgt, um die Nasenform zu stabilisieren. In den folgenden Tagen ist es wichtig, jede Art von körperlicher Anstrengung ebenso wie heiße Duschen, Tätigkeiten über Kopf, Rauchen und Alkohol zu vermeiden.

Nach etwa sechs bis zehn Tagen werden die Fäden gezogen. Der behandelnde Chirurg überprüft noch einmal den Heilungsverlauf.

Bis anfängliche Beschwerden wie Schwellungen, Blutergüsse oder Druckgefühle vollständig abgeklungen sind, können ein bis zwei Wochen vergehen. Insgesamt nimmt der Heilungsprozess mehrere Monate in Anspruch.

Vor allem nach einem Eingriff mit Knochenbruch dauert es einige Zeit, bis die knöchernen Strukturen ihre volle Stabilität wiedererlangt haben. Das endgültige Ergebnis der Nasenkorrektur kann frühestens nach sechs Monaten beurteilt werden.

 

Welche Methode sich zur Nasenkorrektur am besten eignet, muss in jedem Einzelfall individuell beurteilt werden. (© emilijamanevska - fotolia)

Welche Alternative zur ästhetischen Nasenkorrektur gibt es?

Die moderne ästhetische Medizin bietet heutzutage auch die Möglichkeit, eine Nasenkorrektur ohne OP vorzunehmen. Hier wird die Nase mit Fillern wie Hyaluronsäure unterspritzt, um sie zu formen und leichte Asymmetrien auszugleichen. Der Körper baut die injizierte Hyaluronsäure im Laufe einiger Monate wieder ab. Deshalb muss die Behandlung in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden.

Die Behandlung mit Fillern eignet sich nur für kleine Korrekturen, nicht aber zur Behandlung von starken Deformierungen oder funktionellen Beschwerden.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Nasenkorrektur nur, wenn sie aus medizinischen Gründen notwendig ist. In diesem Fall sollte die Möglichkeit einer Kostenübernahme im Vorfeld mit dem behandelnden Chirurgen abgeklärt werden. Bei einem ästhetischen Eingriff sind die Kosten von den Patienten selbst zu tragen.

Risiken und Nebenwirkungen

Wie jede Operation birgt auch die Nasenkorrektur Risiken und Komplikationen wie Infektionen, Wundheilungsstörungen oder allergische Reaktionen. Individuelle Risikofaktoren wie Rauchen oder bestimmte Vorerkrankungen können das Komplikationsrisiko erhöhen. Sprechen Sie Ihren behandelnden Chirurgen im Rahmen des Vorgespräches darauf an.

Unmittelbar nach der Korrektur kann die Nasenatmung eingeschränkt sein. In den ersten Tagen können des Weiteren auch anfängliche Schwellungen und Rötungen im Bereich von Nase und Augen auftreten. Sie können solchen Symptomen durch vorsichtiges Kühlen entgegenwirken.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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