Augmentationsmastopexie: Alles über die Diagnose, Operation, Vorteile & Risiken

Die Augmentationsmastopexie vereint die Vorteile mehrerer Behandlungen in einer. (© Nobilior - fotolia)

Im Laufe eines Lebens durchlaufen der Körper und auch die Brüste einen ständigen Veränderungsprozess. Auslöser dafür sind zum Teil die natürliche Alterung, aber auch persönliche Gewebeveranlagungen. Auch starke Gewichtsabnahme und Schwangerschaften mit Stillzeiten können Ursachen dafür sein, dass sich Volumen, Festigkeit und Größe der Brüste verringern.

Was ist Augmentationsmastopexie?

Die Augmentationsmastopexie ist die Kombination aus Bruststraffung und der Erhöhung des Brustvolumens durch Implantate oder Eigengewebe. Sie ist vor allem dann empfohlen, wenn eine Kombination aus Hautüberschuss und wenig Drüsengewebe vorliegt. In diesen Fällen bietet eine Brustvergrößerung alleine keine Sicherheit für ein ästhetisches und dauerhaftes Ergebnis. Eine zusätzliche Straffung der überflüssigen Haut ist notwendig.

Dieses kombinierte Verfahren aus Brustvergrößerung und -straffung nennt man Augmentationsmastopexie. Die Besonderheit besteht darin, dass mit der Vergrößerung und der Straffung zwei entgegenwirkende Methoden eingesetzt werden, um ein gemeinsames Ergebnis zu erzielen.

Ergebnisse der Augmentationsmastopexie

Ziel der Augmentationsmastopexie ist die Rekonstruktion der ursprünglichen Brustfülle mit einer gleichzeitigen Straffung der Haut. Das gesamte Dekolleté wirkt danach frischer und attraktiver und die Brüste haben passend zur Körperform die richtige Position, ebenso die Brustwarzenvorhöfe. Die Narbenbildung soll so gering wie möglich und nach sechs bis zehn Monaten unauffällig sein.

Präoperative Diagnostik und Beratung

Eine exakte Diagnose und ein ausführliches vertrauensvolles Beratungsgespräch sind unerlässlich, um eine effektive Operation vorzubereiten. Dadurch werden die Voraussetzungen für einen gewebeschonenden Eingriff und einen langfristigen Erfolg geschaffen.

Bei der präoperativen Planung geht es im Wesentlichen um die Festlegung der besten Operationsmethode. In der direkten klinischen Untersuchung erfolgt die Einstufung des Ptosisgrades (Ptosis = Hängen der Brüste), die Feststellung der Volumenverteilung sowie die Erhebung zusätzlicher anatomischer Parameter.

Aber auch die realistische Erläuterung der postoperativ zu erzielenden Ergebnisse und eine Aufklärung über Nachwirkungen und Folgebehandlungen der Operation sind wichtige Bestandteile der Beratungsgespräche.

Auswahl der Operationsmethode

Welche Operationstechniken eingesetzt werden, hängt stark von den individuellen Voraussetzungen ab: Die Ausgangssituation der Brust, Hautstruktur und -beschaffenheit, die gewünschte Größe und Form, die anatomischen Voraussetzungen und eventuell bereits erfolgte Operationen sind wichtige Faktoren. Natürlich werden auch die Wünsche der Patientinnen in die Entscheidungsfindung deutlich einbezogen.

Folgende Methoden der Augmentationsmastopexie stehen zur Verfügung:

Periareoläre Exzision

Bei nur geringer Absenkung des Brustwarzenvorhof-Komplexes ist unter Umständen nur eine minimal-straffende Anhebung notwendig. Eine halbmondförmige periareoläre Exzision kann für die gewünschte Straffung ausreichend sein. Zusätzlich wird vom unteren Vorhofrand eine Brustvergrößerung mit Implantaten erzielt.

Zirkumareolare (und vertikale) Exzision

Die zirkumareolare Exzision wird um den Warzenvorhof rundherum geführt. Damit wird nur eine mäßige Bruststraffung erzielt. Sie ist für Patientinnen mit schlauchförmigen Brüsten und/oder deutlich vergrößerten Vorhöfen geeignet. Diese Art der Bruststraffung wird mit einer Brustvergrößerung durch Implantate kombiniert, die über einen Schnitt um den gesamten Brustwarzenhof eingesetzt werden.

Die Kombination von zirkumareolarer und vertikaler Exzision kann in geeigneten Fällen unter Einbindung eines Implantats eine bessere Straffung mit Anhebung des Brustwarzenvorhofs ermöglichen.

Vertikale und horizontale Exzision

Ist die hängende Brust bei Patientinnen stärker ausgeprägt, kann eine größere Anhebung des Brustwarzenvorhof-Komplexes mit effektiverer Straffung notwendig werden. In diesen Fällen ist eine vertikale und ergänzende horizontale Exzision sinnvoll.

Der Erfolg der Behandlung beginnt mit der Auswahl des richtigen Arztes. (© georgerudy - fotolia)
Auswahl des Operateurs und der Behandlungspraxis

Bei der Augmentationsmastopexie ist es von entscheidender Bedeutung, dass der Operateur alle notwendigen Methoden und Schnitttechniken kennt und über eine große Erfahrung durch eine Vielzahl bereits ausgeführter Operationen verfügt. Erst das versetzt den Arzt in die Lage, aus der Diagnostik die richtigen Operationsmethoden abzuleiten und sicher sowie effektiv umzusetzen.

Die ausgewählte Praxis muss nicht nur Hygienestandards im High-End-Level übertreffen, sondern zusätzlich über modernste Diagnose- und Operations-Technologien verfügen. Eine gute Erreichbarkeit und eine hohe Servicequalität sind ebenfalls wichtige Faktoren für die Praxisauswahl.

Auswahl der Implantate

Wichtig sind auch die Unterstützung und Beratung bei der Auswahl geeigneter Implantate. Empfehlenswert ist immer der Einsatz von hochwertigen Implantaten bewährter Hersteller, zum Beispiel aus Silikongel.

Neben der Form und der gewünschten Optik der Brüste sind weitere Parameter zu berücksichtigen und in das operative Gesamtkonzept der Operation zu integrieren:

  • Höhe und Breite der Implantate
  • Runder oder anatomischer Implantattyp
  • Anteil der Implantatfüllung
  • Gelkonsistenz und Formstabilität
  • Untere Ventralkrümmung LVC
  • Brust-umgebende Weichteile
  • Positionierung des Implantats

Ablauf der Operation

Für die Operation hat jeder ästhetische Operateur aufgrund seiner Erfahrungen eigene, sich leicht unterscheidende Vorgehensweisen entwickelt. Der OP-Ablauf kann sich deshalb nicht nur aufgrund der eingesetzten Methode, sondern, auch durch die Vorgehensweise des operierenden Arztes unterscheiden.

Für die Augmentationsmastopexie ist eine Vollnarkose sinnvoll. Die eigentliche OP-Zeit dauert normalerweise ca. zwei bis drei Stunden. Mindestens eine Übernachtung in der Praxis bzw. Klinik nach der Operation ist unumgänglich, ein Fadenzug aber nicht notwendig.

Notwendige Nachbehandlung

In den ersten Tagen nach der Operation kann es zu Schmerzempfindungen kommen, die meist schnell abklingen. Patientinnen müssen nach der Operation für ca. vier Wochen einen Kompressions-BH tragen und für eine oder mehrere Kontrolluntersuchungen bereit sein. Die Gesellschaftsfähigkeit tritt nach ca. drei bis fünf Tagen ein, die Arbeitsfähigkeit nach ca. ein bis zwei Wochen. Auf Sport muss für vier bis sechs Wochen verzichtet werden.

Das gewünschte Ergebnis der Operation liegt nach ungefähr einem Jahr vor.

Vorteile der Augmentationsmastopexie 

  • Dauerhaftes Auffüllen des Dekolletés
  • Kurze und kaum sichtbare Narben
  • Kurzer Praxisaufenthalt (ein bis zwei Tage)
  • Hohe positive Bewertungsraten der Patientinnen
  • Geringe Komplikationszahlen bei erfahrenem Operateur und sehr guter Praxis/Klinik

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (3)

Adele, 03.07.2021 - 11:57 Uhr

Ich habe mich ein Jahr nach meinem ersten Kind einer Brustvergrößerung und -sttraffung unterzogen. Die Brüste haben nach dem Stillen nicht sehr schön ausgesehen und ich fühlte mich nicht gut dabei, weil ich vorher immer schöne und feste hatte. Die Operation hat mir geholfen, um mich zu meiner Haut zurückzukehren und das Dekolleté sieht jetzt wieder frisch und attraktiv aus, wie es hier im Artikel steht.

Sabrina, 10.05.2021 - 13:22 Uhr

Sehr aufschlussreicher Artikel! Für mich persönlich ein sehr interessanter Eingriff. Daumen hoch! :-)

Anette, 10.05.2021 - 08:14 Uhr

Sehr informativer und interessanter Artikel! LG, Netti

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