Bodyforming: Alles über Behandlungsmöglichkeiten, Vorteile und Risiken

Welche Methoden kommen bei Bodyforming in Frage? (© Maksim Šmeljov - fotolia)

Zum Bodyforming zählt die ästhetische Medizin Behandlungen, die die Körpersilhouette wunschgemäß verschönern können. Die Palette der Methoden ist in den letzten Jahren sehr viel breiter geworden. Verschiedene nichtinvasive Behandlungsmöglichkeiten sind hinzugekommen, die gleichwohl ausgesprochen effektiv sein können.

Neue Körperzufriedenheit gewinnen

Mit den Methoden des Bodyforming lassen sich sehr verschiedene Idealvorstellungen verwirklichen. Die rundum schlanke Strandfigur kann ebenso dazugehören wie kurvigere Maße mit zum Beispiel stärker gerundetem Po. Der Maßstab ist, dass die Patientin oder der Patient sich mit dem neugewonnenen Körperbild wohlfühlt.

Nicht wenige Menschen sind mit ihrem Körper so unzufrieden, dass Selbstbewusstsein und Körpergefühl erheblich leiden. Hier kann ein behutsames, gelungenes Bodyforming neue Lebensqualität bringen. Ein verantwortungsvoller Mediziner wird jedoch vor übertriebenen Erwartungen warnen. Menschen, die überkritisch auf ihren Körper schauen, brauchen möglicherweise keine Unterstützung durch die plastisch-ästhetische Chirurgie, sondern andere Hilfestellungen.

Moderne Methoden des Bodyforming

Für die Körperformung gibt es verschiedene operative, aber auch minimalinvasive Verfahren. Zu den bedeutendsten zählen:

  • Fettabsaugung (Liposuktion)
  • Hautstraffung (operativ oder zum Beispiel per Laser)
  • Fett-weg-Laser Sculpsure®
  • Muskelaufbau mit Emsculpt®

Je nach Veränderungswunsch der Patientin oder des Patienten kann sich auch eine Kombination mehrerer Verfahren anbieten. Das kann etwa eine Fettabsaugung gefolgt von einem apparativ unterstützten Muskelaufbau sein.

Fettabsaugung zur Beseitigung von unerwünschten Fettdepots

Größere Fettanlagerungen, die das Körperbild stören, kann der Arzt mit Hilfe einer Liposuktion gezielt entfernen. Die bereits seit Jahrzehnten angewendete Methode ist technologisch ausgereift und lässt sich heutzutage ambulant und ausgesprochen verträglich durchführen. Der Arzt führt über kleine Einstiche in der Behandlungsregion eine dünne Absaugkanüle in das Fettgewebe. Sie ist mit einer Vakuumpumpe verbunden. Mit fächerartigen Bewegungen saugt er die Fettzellen so weit ab, bis sich eine ästhetisch ansprechende Form ergibt.

Mit zusätzlichen Techniken wie der Laserlipolyse lässt sich die Liposuktion noch schonender durchführen. Ein medizinischer Laser schmilzt zusätzlich das Fett ab und erleichtert den Absaugvorgang. Außerdem kann er für eine bessere Hauterholung sorgen, indem er die Bildung straffender Kollagen- und Elastinfasern fördert.

In einer einzelnen Behandlungssitzung lassen sich mehrere Liter Fett absaugen, auch in unterschiedlichen Körperzonen. Das Verfahren eignet sich ausschließlich zur ästhetischen Figurformung, nicht als Ersatz für eine Diät bei starkem Übergewicht.

Sculpsure® für Fettabbau ohne OP

Kleinere Fettpölsterchen lassen sich mit einer neuartigen Lasermethode auch ganz ohne OP abbauen. Das Verfahren Sculpsure® nutzt dazu einen speziell eingestellten Diodenlaser. Seine Behandlungsaufsätze werden in den Problemzonen festgeschnallt. Über 25 Minuten erzeugen sie im Fettgewebe eine Temperatur von 42 bis 47 Grad Celsius. Das genügt in der Regel, um einen Großteil der Fettzellen dauerhaft zu zerstören. Der Körper baut sie in den kommenden Wochen nach und nach ab und es ergibt sich die angestrebte Figurverschönerung.

Eine Behandlungssitzung dauert lediglich 25 Minuten. In vielen Fällen ist das ausreichend für den Behandlungserfolg, bei Bedarf kann nachbehandelt werden. Eine Kontaktkühlung verhindert unangenehme Empfindungen und Verbrennungen.

Überschüssige Haut ist vor allem nach größerem Gewichtsverlust ein häufiges Problem. (© vladimirfloyd - fotolia)
Methoden der Hautstraffung

Unschön „hängende“ Haut kann eine Folge der natürlichen Hautalterung sein, durch Schwangerschaften oder starken Gewichtsverlust hervorgerufen werden oder nach einer Fettabsaugung zurückbleiben. Einer weniger ausgeprägten Erschlaffung lässt sich zum Beispiel mit einem medizinischen Laser begegnen. Er ist so konfiguriert, dass er auf die tieferen Schichten des Hautgewebes einwirkt. Die entstehende Hitze zieht die Haut zusammen und stärkt das Bindegewebe. Die Haut legt sich wieder enger an und das optische Bild wird schöner. Die nichtinvasive Behandlung hinterlässt gewöhnlich keine sichtbaren Spuren und kann ambulant durchgeführt werden.

Ist der Hautmantel stärker erschlafft, bietet sich eine chirurgische Straffungsoperation an. Hierzu misst der Chirurg den Hautüberschuss genau aus. Über längere Schnitte entfernt er die überschüssige Haut. Diese setzt er an möglichst wenig einsehbaren Stellen, zum Beispiel hinten an den Oberarmen oder, im Falle einer Bauchstraffung, in der Bikinizone. Die Zugänge vernäht er unter möglichst wenig Zug. Das beugt einer übermäßigen Narbenbildung vor. Die unvermeidlichen Narben werden mit der Zeit gewöhnlich blasser. Eine spätere Laserbehandlung kann ihre Sichtbarkeit weiter vermindern.

Eine ästhetische Behandlung für mehr Muskeln

Eine Kräftigung der Muskulatur ließ sich bislang nur über schweißtreibende Übungen erreichen. Die ästhetische Medizin kennt seit einiger Zeit das Verfahren Emsculpt®, mit dem sich ein Muskelaufbau an Bauch, Po, Oberarmen und Waden ganz ohne Training erreichen lässt. Die Behandlungsaufsätze von Emsculpt® legen ein intensives elektromagnetisches Feld über den Zielmuskel. Die so stimulierten Motoneuronen bewirken viele tausend supramaximale Muskelkontraktionen innerhalb einer halben Stunde. Das entspricht in der Intensität ebenso vielen schweren Kraftübungen. Der durch mehrere solcher Anwendungen stark beanspruchte Muskel reagiert gewöhnlich mit sichtbarem Wachstum. Bei Behandlung der Bauchmuskulatur kommt es durch den Trainingseffekt außerdem zu einem Abbau des Bauchfetts.

Die wunschgemäße Formung der Muskulatur mit Emsculpt® fügt dem Bodyforming eine ganz neue Dimension hinzu. Das Verfahren ist erfahrungsgemäß deutlich effektiver als die mit leichtem Reizstrom arbeitende EMS-Technologie, die in vielen Fitnessstudios angeboten wird.

Mögliche unerwünschte Wirkungen von Bodyforming-Behandlungen

Bei einer Fettabsaugung (Liposuktion) handelt es sich um eine minimalinvasive Operation, die gewöhnlich nur winzige Narben hinterlässt. Anfängliche Schwellungen und Missempfindungen im Behandlungsbereich gehen normalerweise bald wieder zurück. Bei unsachgemäßem Vorgehen können unschöne Dellen zurückbleiben. Gravierende Komplikationen sind bei Anwendung einer örtlichen Betäubung äußerst selten.

Eine chirurgische Hautstraffung wird unter Vollnarkose durchgeführt und ist mit mindestens einer Klinikübernachtung verbunden. Mögliche Begleiterscheinungen eines chirurgischen Eingriffs wie Wundheilungsstörungen, Entzündungen oder Narbenwucherung sind prinzipiell möglich, bei sachgemäßer Durchführung aber selten.

Eine Hautstraffung per Laser bringt anfangs leichte Rötungen und Schwellungen mit sich, die meist schnell zurückgehen. Verbrennungen sind möglich, kommen bei korrekter Anwendung aber kaum vor. Das Gleiche gilt für den Fett-weg-Laser Sculpsure®.

Bei dem Muskelaufbauverfahren Emsculpt® sind keine Nebenwirkungen bekannt. Personen mit Herzschrittmacher dürfen sich vorsichtshalber nicht behandeln lassen, Frauen mit Kupferspirale zur Empfängnisverhütung sollten diese vor einer Behandlung herausnehmen lassen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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