Botox: eine Alternative zum Facelift bzw. Minilift?

Botox kann vielseitig für verschiedene Anliegen genutzt werden. (© Gennadiy Poznyakov - fotolia)

Botox ist ein medizinischer Wirkstoff, der vor allem für seine faltenglättenden Eigenschaften bekannt ist. Eine fachkundig durchgeführte Botox-Faltenbehandlung kann das Gesicht dezent verjüngt erscheinen lassen und zu einer frischeren, vitaleren Ausstrahlung beitragen.

Welche Falten lassen sich mit Botox glätten?

Eine Botox-Behandlung ermöglicht die Glättung von Mimikfalten, die durch die stete Bewegung der Gesichtsmuskeln entstehen: Dort, wo die Haut immer wieder in Falten gelegt wird, zeichnen sich mit der Zeit erst feine, dann zunehmend tiefere Linien ab.

Zu den typischen Mimikfalten zählen nicht nur sympathische Lachfältchen, sondern auch Falten, die das Gesicht bedrückt, ärgerlich und vorzeitig gealtert erscheinen lassen:

  • waagerechte Sorgenfalten auf der Stirn
  • senkrechte Zornesfalten zwischen den Augenbrauen
  • Krähenfüße, die strahlenförmig vom äußeren Augenwinkel ausgehen

Diese Mimikfalten können mit Botox geglättet werden, so dass das Gesicht entspannter und natürlich verjüngt wirkt.

Was passiert bei einer Botox-Behandlung?

Bei ästhetischen Botox-Behandlungen wird zumeist der Wirkstoff Botulinumtoxin Typ A verwendet. Er wird in minimalen Dosen unter die Haut oder direkt in den Muskel gespritzt. Es ist wichtig, eine schmerzfreie Behandlung zu gewährleisten. Daher werden die betreffenden Hautpartien zuvor vereist oder mit einer anästhesierenden Salbe betäubt.

Botulinumtoxin hemmt die Signalübertragung in den Nervenzellen im Muskel. Bewegungsreize können nicht mehr verarbeitet werden, der Muskel kann sich nicht mehr zusammenziehen. Dieser Effekt wird zur Behandlung von Mimikfalten genutzt: Ausgewählte Gesichtsmuskeln werden gezielt stillgelegt, so dass die darüber liegende Haut faltenfrei bleibt. 

Bei einer Botox-Behandlung ist der volle Wirkumfang nach 14 Tagen erreicht. Die Wirkung hält in der Regel 3-6 Monate an. Eine dauerhafte Faltenglättung erfordert also einen individuell abgestimmten Behandlungsrhythmus. Bei sehr tiefen Mimikfalten kann eine ergänzende Unterspritzung mit Fillern empfehlenswert sein.

Mehr als Faltenglättung: Was Botox noch kann

Mit Botox lässt sich auch ein minimaler, aber effektvoller Brauenlift bewirken: Die Injektion in den oberen Teil der ringförmigen Muskulatur rund um das Auge hemmt das Zusammenkneifen der Augen. Das Auge wird optisch vergrößert und gewinnt neue Strahlkraft.

Botox kann auch eingesetzt werden, um die Wangen zu verschlanken. Die Injektion in den Wangenmuskel reduziert dessen Volumen und lässt das Gesicht feiner und schmaler erscheinen.

Eine Botox-Behandlung ist ein medizinischer Eingriff, bei dem ärztliches Können, hochwertige Wirkstoffe und höchste Behandlungsstandards gefragt sind, um ein harmonisches, natürlich verjüngtes Ergebnis erzielen zu können. Im Interesse Ihrer Gesundheit und Ihres Erscheinungsbildes sollten Sie auf Botox-Partys und ähnliche Discount-Angebote verzichten.


Botox oder Facelift bzw. Minilift?

Ein Facelift ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem die Gesichtshaut sanft gestrafft wird. Ob Minilift, SMAS-Facelifting oder andere Verfahren – ein erfahrener Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie kann die Behandlungsintensität optimal an Ihre individuellen Wünsche und Bedürfnisse anpassen. 

Eine Botox-Behandlung kann eine sanfte, nicht-chirurgische Alternative zum Facelift bzw. Minilift bieten, wenn vor allem störende Mimikfalten geglättet werden sollen. Ein qualifizierter Arzt, der auf die Behandlung des Gesichts spezialisiert ist, kann Wirkstoffdosierung und Injektionsmuster optimal abstimmen, um ein harmonisches, dezent verjüngtes Ergebnis zu erzielen. 

Facelift oder Botox – was die beste Lösung ist, lässt sich nicht allgemein sagen: Hier ist in jedem Fall eine persönliche Beratung bei einem erfahrenen Facharzt für ästhetische Gesichtschirurgie erforderlich.

Schluss mit Schwitzen: Botox kommt nicht nur bei der Faltenbehandlung zum Einsatz. (© stokkete - fotolia)

Weniger Schwitzen dank Botox: Hätten Sie es gewusst?

Das übermäßige Schwitzen an Handflächen oder Fußsohlen, in den Achselhöhlen oder am Kopf wird in der Medizin als fokale Hyperhidrose bezeichnet. Auch hier ist die signalhemmende Wirkung von Botox nützlich: Das Neurotoxin lähmt die Aktivität der Schweißdrüsen und verringert damit die Schweißproduktion.

Übermäßiges Schwitzen belastet die Betroffenen oft sehr. Die axilläre Hyperhidrose-Therapie erzielt dabei sehr gute Erfolge. Dabei werden 10-20 Botox-Injektionen in die Haut der Achselhöhle gesetzt. Diese Behandlung kann das Schwitzen spürbar reduzieren und das Wohlbefinden der Betroffenen erheblich steigern.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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