Endoskopischer Brustimplantatwechsel ohne sichtbare Narben

Dr. Klöppel

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© Nobilior-fotoliaÄltere Implantate auszutauschen, ist notwendig, weil ihre Haltbarkeit begrenzt ist (© Nobilior-fotolia)Manchmal ist ein Brustimplantatwechsel notwendig oder erwünscht. Entgegen vieler Behauptungen ist dafür auch eine minimalinvasive OP geeignet, die einige Vorteile mit sich bringt.

Gründe für eine Brustvergrößerung

Die Brustvergrößerung belegt aktuell Platz Zwei der häufigsten Schönheitsoperationen, direkt nach der Fettabsaugung. Schon lange ist eine runde, wohlgeformte und symmetrische Brust der Traum vieler Frauen. Nicht selten führt daher der Weg zum Plastisch-Ästhetischen Chirurgen, beispielsweise nach der Mikromastie-Diagnose (unterentwickelte Brüste) oder bei einer erschlafften Brust nach der Schwangerschaft und Stillzeit. Eine OP soll den Patientinnen wieder zu einem neuen Lebensgefühl und einem verstärkten Selbstbewusstsein verhelfen.


Wann muss ein Implantat gewechselt werden?

Nach wie vor werden die meisten Brustvergrößerungen durch Silikonimplantate über den klassischen Unterbrustschnitt durchgeführt. Doch die hochmoderne sogenannte „Schlüsselloch-Chirurgie“ ermöglicht auch die schonendere Methode über die Achselhöhle, die keinerlei sichtbare Narben an der Brust hinterlässt. In den USA und den asiatischen Ländern ist dieses Verfahren bereits weit verbreitet, in Deutschland hingegen haben sich erst wenige Fachärzte darauf spezialisiert.

Gerade bei Silikonimplantaten der älteren Generationen ist ein Implantatwechsel nach ca. zehn bis fünfzehn Jahren nahezu unentbehrlich. Nach Ablauf dieser Zeit können sie brüchig werden. Auch bei einer fortgeschrittenen Kapselfibrose müssen die Implantate ausgetauscht werden.

Bei den weiterentwickelten Implantaten der dritten Generation ist aus medizinischer Sicht kein Wechsel mehr notwendig. Dennoch entscheiden sich viele Patientinnen nach einigen Jahren für einen Implantatwechsel, da sie sich eine Form- oder Volumenänderung der Brust wünschen.

Entgegen vieler Behauptungen kann auch der Implantatwechsel über die endoskopische OP-Methode durchgeführt werden. Sie bietet ein Höchstmaß an Sicherheit und formvollendete, natürliche Ergebnisse ohne sichtbare Narben an der Brust.


Wie läuft der Implantatwechsel über die Achselhöhle ab?

Bei der endoskopischen Methode wird über einen drei bis vier Zentimeter langen Schnitt in einer der Achselhöhlen ein bogenförmiger Retraktor mit integriertem Kaltlicht, der das Operationsfeld offenhält, eine Absaugvorrichtung und eine moderne Kamera eingeführt. Mit hochauflösenden, brillanten Bildern über die Anatomie und die Präparationsebenen lassen sich die exakten Lagen des Implantats genau bestimmen. Die neuen Implantate werden wahlweise unter dem Brustmuskel positioniert.

Dabei können sowohl runde als auch anatomische Implantate mit Größen von bis zu 600 ml eingeführt werden. Auch im Falle einer Kapsulotomie oder einer partiellen Kapsulektomie kann das Implantat über die Achselhöhle gewechselt werden. Die OP-Zeit beträgt ca. eineinhalb bis zwei Stunden. Die Nachuntersuchungen der kurz- und langfristigen Komplikationsraten sind verglichen mit dem klassischen Brustschnitt niedrig.


Formschönes Ergebnis ohne sichtbare Narben an der Brust!

In der Regel verblasst die Narbe in der Achselhöhle nach ca. sechs Monaten und hinterlässt die formschön aufgebaute Brust somit komplett narbenfrei. Viele Patientinnen, die damals eine Brustvergrößerung über den Unterbrustschnitt oder über die Brustwarze durchführen ließen, neigen bei einem notwendigen Implantatwechsel nunmehr verstärkt zur „charmanteren“ endoskopischen Operationstechnik. So entgehen sie weiteren lästigen Narbenbildungen und erhalten eine möglichst natürlich aussehende Brust.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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