Wie laufen Erstgespräch und Voruntersuchung bei einer Brustvergrößerung ab?

Prof. Dr. Noah

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© Gennadiy Poznyakov - fotoliaNoch bevor die OP beginnt, findet ein Aufklärungsgespräch über den Eingriff statt. (© Gennadiy Poznyakov - fotolia)In Deutschland werden jedes Jahr etwa 50.000 Brustvergrößerungen mit Silikon-Implantaten durchgeführt. Vor jedem Eingriff steht ein ausführliches Erstgespräch und eine sorgfältige Voruntersuchung. In diesem Beitrag erfahren Sie, was Sie in der Praxis erwartet und woran Sie eine gute Betreuung erkennen.

So bereiten Sie sich vor 

Machen Sie sich klar, was Sie sich von der Brustvergrößerung erhoffen. Je besser Sie Ihre Wünsche beschreiben können, desto genauer kann Ihnen der Chirurg erläutern, was möglich ist und was nicht. Überlegen Sie sich auch, welche Fragen Sie gerne klären würden. Interessant ist zum Beispiel die Qualifikation des Arztes und die Anzahl der Brustoperationen pro Jahr.

Ablauf des Erstgesprächs  

Zunächst wird Sie Ihr Arzt fragen, welche Veränderungen Sie sich wünschen. Wichtig ist auch zu klären, ob Sie unter Grunderkrankungen leiden, Allergien haben oder Medikamente einnehmen. Vielleicht rät er Ihnen, sich auch bei einem Gynäkologen vorzustellen, damit er grünes Licht für die OP geben kann.

Dann erfahren Sie, welche Implantate zur Verfügung stehen. Ältere Generationen von Implantaten enthielten Silikonöl, das auslaufen konnte. Neuere Versionen bestehen aus Gel, bei dem das nicht mehr passieren kann. Achten Sie darauf, dass Ihr Arzt hochwertige Implantate verwendet. Top-Hersteller geben unterschiedliche Garantien, wobei sie zu prüfen sind und oft falsch zitiert werden.

Damit Sie eine Vorstellung bekommen, wie das Ergebnis der Brustvergrößerung aussehen könnte, probieren Sie verschiedene Implantatarten mit Hilfe eines speziellen BHs. Anatomische und tropfenförmige Implantate variieren in Höhe und Breite und liefern ein unterschiedliches Endergebnis. Optimal sind neue Softwaresysteme, die einen Bodyscan machen und Ihnen das Ergebnis gut demonstrieren. Das neuste System arbeitet sogar mit sogenannter "augmented reality", sodass Sie schon heute vor Augen haben, wie Ihre Brüste nach der OP aussehen.

© fotolia - georgerudyWährend des Aufklärungsgesprächs werden Sie unter anderem über die Art der Implantate beraten. (© fotolia - georgerudy)Erste Untersuchung und Analyse der Brust

Um sich ein Bild Ihrer Anatomie zu machen, untersucht der Arzt die Brüste. Er prüft, ob Deformationen vorhanden und alle Quadranten der Brüste gleichmäßig ausgeprägt sind. Anhand einer Fotodokumentation lassen sich die Brüste noch eingehender analysieren.

Mit vergrößerten Darstellungen der Brust veranschaulicht der Arzt, wo bei bei unterschiedlichen Techniken Narben zu sehen sein werden. Wichtig ist, dass der Arzt gemeinsam mit Ihnen das optimale Konzept findet. Schließlich müssen Sie sich mit dem Ergebnis wohl fühlen.

Sie erfahren natürlich auch, welche Risiken die Brustvergrößerung mit sich bringt. Zum Beispiel kann die Stillfähigkeit beeinträchtigt werden oder eine Kapselfibrose entstehen. Bei einem guten Erstgespräch erklärt Ihnen der Arzt genau, was diese Komplikationen genau bedeuten.  

Ihr Arzt wird Sie auch über den OP-Ablauf informieren, zum Beispiel über das Anästhesiegespräch, den Klinikaufenthalt oder die Schmerzmedikation. Nutzen Sie auch hier die Gelegenheit, Fragen zu stellen.

Damit Sie alle Informationen bei Bedarf griffbereit haben, erhalten Sie eine Broschüre oder einen individuellen Brief für zu Hause. Dort sind die wichtigsten Fragen zu Abläufen, Risiken und Nachbehandlung noch einmal zusammengefasst.

Wie geht’s danach weiter?

Im Anschluss an das Erstgespräch können Sie zu Hause in Ruhe entscheiden, ob Sie sich operieren lassen möchten. Tauchen Fragen auf, ist ein zweites Beratungsgespräch möglich. Wichtig ist, dass Sie sich in der Praxis gut aufgehoben fühlen. Sind Sie sich unsicher, können Sie auch ein weiteres Beratungsgespräch bei einem anderen Arzt vereinbaren.

Auf einen Blick

Kosten:
  • variieren je nach Praxis
  • keine Übernahme der Krankenkasse
Dauer: bis zu eine Stunde
Durchführung: Häufig führt der Arzt das Gespräch, der nachher auch die OP vornimmt – aber nicht immer.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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