Brustvergrößerung mit Implantaten: So gelingt ein natürliches Ergebnis mit kaum sichtbaren Narben

Dr. Hoffmann

von
verfasst am

© branislavp - fotoliaModerne Brustimplantate sind schonender und lassen eine natürliche Brustform entstehen. (© branislavp - fotolia)Viele Frauen, die über eine Brustvergrößerung nachdenken, wünschen sich vor allem ein natürliches Ergebnis. Die neue Brust soll zur eigenen Persönlichkeit passen und den ästhetischen Ansprüchen genügen. Doch oft trauen sich die Frauen nicht, ihren Wunsch nach einer schönen Brust in die Tat umzusetzen. Zu groß ist die Angst vor möglichen Komplikationen oder sichtbaren Narben. Moderne Implantate bieten neben einer natürlichen Form jedoch größtmögliche Sicherheit. Dank minimaler Schnittführung  - je nach Implantat nur drei Zentimeter - sowie spezieller Fäden sind die Narben später nahezu unsichtbar.

Brustimplantate: Natürliche Form & innovative Technologie

Moderne Brustimplantate zeichnen sich neben höchsten Qualitätsansprüchen durch eine runde Form und eine weiche Gelfüllung aus, was flexible Kissen ermöglicht. Solche Implantate passen sich den natürlichen Bewegungen des Körpers optimal an. So fallen die Implantate beispielsweise beim Stehen oder Liegen wie ein Tropfen – sie bewegen sich also mit der Schwerkraft und sind nicht statisch.

Mit einem 3D-Körperscan kann man schon vor dem Eingriff simulieren, wie das Ergebnis später aussehen wird.

Dank der weichen Gelfüllung sind beim Einsetzen der Kissen auch kleinere Schnitte notwendig, sodass die Narbenbildung bereits an diesem Punkt vermindert werden kann.

Zudem sind innovative Implantate an ihrer besonderen Oberfläche zu erkennen. Sie ist im Vergleich zu herkömmlichen Modellen nicht so stark angeraut und neigt so weniger dazu, Kapselfibrosen zu verursachen. Durch die spezielle Nano-Textur kann sich trotzdem eine Kapselhaut bilden, durch die die Implantate besonders gut einheilen können. Erst wenn sich die Kapselhaut vollständig gebildet hat und die Kissen eingeheilt sind, empfinden Patientinnen die Implantate nicht mehr als Fremdkörper.

Ein weiterer Pluspunkt der Nano-Oberfläche ist, dass deutlich weniger Abrieb entsteht und somit auch weniger Fremdmaterial in den Körper gelangen kann.

© hagamera - fotoliaDurch spezielle Techniken entstehen bei dem Eingriff kaum sichtbare Narben. (© hagamera - fotolia)Wie wird eine Brustvergrößerung mit Implantaten durchgeführt? 

Damit so viel gesundes Gewebe wie möglich geschont wird, setzt man einen kleinen Schnitt in der Unterbrustfalte. Dann geht es weiter hinter die Brustdrüse, um die Stillfähigkeit nicht zu beeinträchtigen. Wo das Milchdrüsengewebe dünner wird, wird schließlich der Schnitt in den Muskel gesetzt.

An welcher Stelle genau das Implantat platziert wird, entscheidet der Arzt je nach der individuellen Brustform der Patientin.

Brustvergrößerung mit Implantaten: Spezielle Fäden für kaum sichtbare Narben 

Die moderne Medizin hat nicht nur die Entwicklung neuer Implantate gefördert, sondern auch für spezielles Nahtmaterial gesorgt, mit dem sich die Wunde nach einer Brust-OP besonders schonend verschließen lässt. Der besondere Faden verfügt über kleinste Widerhaken, die man nur unter dem Mikroskop erkennen kann. Sie sind spiralförmig und in entgegengesetzten Richtungen um das Nahtmaterial herum angeordnet. Auf diese Weise hält der Faden auch ohne Knoten und die Spannung wird auf die gesamte Wunde verteilt. So kann sie optimal verheilen und die zurückbleibenden Narben sind nahezu unsichtbar.

Darüber hinaus entfällt bei einem selbstauflösenden Faden das Fadenziehen, vor dem sich viele Patientinnen fürchten. Auch das Duschen ist bei dieser Art von Fäden am Tag nach der OP problemlos möglich.

Auf einen Blick

Dauer der OP: in der Regel 60 bis 90 Minuten
Anästhesie: Vollnarkose mit Larynxmaske
Schmerzen: Nach dem Eingriff kommt es zu normalen Wundheilungsschmerzen, die je nach persönlichem Empfinden auch stärker ausfallen können.
Medikation Schmerzmittel
Krankenhausaufenthalt: je nach Klinik ein bis zwei Tage
Arbeitsunfähigkeit: in der Regel ein bis vier Wochen
Verhaltenstipps nach OP:
  • kein Sport für sechs Wochen
  • auf Sonne und Solarium für sechs Wochen verzichten
  • Sauna erst wieder nach zwölf Wochen
Behandlungsalternativen: Brustvergrößerung mit Eigenfett
Nachsorge:
  • Drainagenentfernung
  • Spezial-BH für 6 Wochen
  • Narbenpflege
  • regelmäßige Nachkontrollen
Kostenübernahme durch Krankenkasse:
  • nach Brustkrebsoperation
  • in Einzelfällen bei angeborenen Seitendifferenzen
  • bei anatomischen Veränderungen
  • Mikromasthie
  • Transsexualität

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

Wie hilfreich fanden Sie diesen Artikel?
1
Interessante Artikel zum Thema „Brustvergrößerung”

Kommentar abgeben oder Rückfrage stellen:

Ihr Name(wird veröffentlicht)
Ihre E-Mail(wird nicht veröffentlicht)
Ihr Kommentar(wird veröffentlicht)
 
Ich akzeptiere die Nutzungsrichtlinien und AGB der jameda GmbH und habe die Datenschutzerklärung gelesen.
  

Inhaltssuche

Durchsuchen Sie sämtliche Artikel auf jameda. Wenn Sie auf der Suche nach Ärzten oder Heilberuflern sind, geht es hier zur Arztsuche

Passende Behandlungsgebiete und Lexikon-Inhalte

Ärzte für spezielle Behandlungsgebiete

jameda Behandlungsgebiete

Über Krankheiten und Symptome informieren

Das jameda Lexikon