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Brustverkleinerung: Die wichtigsten OP-Methoden im Überblick

Dr. Hoffmann

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© szepy - iStockSprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt über die Vorteile der verschiedenen Methoden. (© szepy - iStock)Eine große Brust ist für viele Frauen eine starke Belastung. Das betrifft oft nicht nur die Psyche, sondern kann auch Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit haben. So führt ein großer Busen nicht selten zu Rückenschmerzen und einer falschen Haltung. Eine Brustverkleinerung kann helfen, die Schwere der Brust zu reduzieren und eine ästhetische Form zu erreichen.

Grundlagen der Brustverkleinerung

Alle Methoden haben eines gemeinsam: Der Chirurg entfernt neben überschüssiger Haut auch Drüsen- und Fettgewebe, um die Brust nachhaltig zu verkleinern. Aus dem verbleibenden Gewebe wird die Brust neu geformt, um schließlich den verkleinerten Drüsenkörper neu zu positionieren und den oberen Brustpol wieder zu füllen. Gleichzeitig wird der abgesenkte Warzenvorhofkomplex der neuen Brustgröße und -form angepasst und nach oben versetzt. Großes Augenmerk wird auf den Wundverschluss gelegt: Zarte Nähte sorgen für später kaum sichtbare Narben.

Was sind die gängigsten Methoden der Brustverkleinerung?  

Es gibt im Wesentlichen drei Techniken, die sich in der Schnittführung unterscheiden, nämlich die T-, L- und I-Methode. Bei allen Verfahren wird die eigentliche Brustsdrüsenverkleinerung über die vertikale Narbe vorgenommen, die vom Warzenvorhofrand zur Unterbrustfalte verläuft.

Beim narbensparenden I- und L-Schnitt wird die noch überschüssige Haut über eine sogenannte Raffnaht minimiert. Bei sehr großen und auch tiefen Brüsten bietet die sogenannte T-Schnitttechnik den großen Vorteil, mehr überschüssigen Drüsenkörper besonders im äußeren Teil der Brust zu reduzieren. Über den zusätzlichen Schnitt in der Brustunterfalte kann alle überschüssige Haut entfernt werden. Der Schnitt bleibt in der Falte gut verborgen und heilt sehr schön.

Welche weiteren Methoden gibt es?  

In seltenen Fällen, wenn die Brust nicht zu tief ist und eher die Position des Warzenvorhofes verändert werden soll, reicht ein unscheinbarer Schnitt um den Warzenhof aus.

Die sogenannte Benelli-Methode ist allerdings nur eine Alternative, wenn das Volumen nur gering reduziert werden soll. Der große Vorteil der Methode: Der Warzenvorhof lässt sich gut verkleinern und nach oben verlagern. Wenn der Vorhof seine neue Position hat, erscheint die Brust viel straffer. Dieser Eingriff kann mühelos, risikoarm und ambulant in örtlicher Betäubung vorgenommen werden.

Außerdem lässt sich die Brustverkleinerung häufig gut mit einer Fettabsaugung kombinieren. Durch die Liposuktion kann die Brust zusätzlich modelliert und gestrafft werden, ohne dabei weitere Narben zu verursachen.

© Nobilior - fotoliaZu große Brüste können eine Belastung für viele Frauen sein. (© Nobilior - fotolia)Es gibt viele Modifikationen und Weiterentwicklungen der oben genannten Methoden. Sie unterscheiden sich im Wesentlichen in der unangetasteten Blutversorgung des Gewebes, durch die die Wunde stabil und sicher heilen kann.

Bei der neuen Hall-Findlay-Methode beispielsweise wird das Vorhofgewebe von einem innenseitigen Blutgefäß versorgt, das eine besonders stabile Blutversorgung gewährleistet. Der gesamte Warzenvorhofkomplex kann hier sehr elegant und sicher neu platziert werden.

Die Hautsensibilität des Warzenvorhofes bleibt bei allen beschriebenen Methoden erhalten, auch wenn sie anfangs vorübergehend eingeschränkt sein kann.

Eine andere Weiterentwicklung gängiger Brustverkleinerungsmethoden ist der „innere BH“. Das Brustdrüsengewebe wird mit eigenem Gewebe zusätzlich von innen gestützt. Diese raffinierte OP-Methode sorgt dauerhaft für mehr Fülle im oberen Brustpol und zudem für eine besonders schöne Narbenbildung, da die Narbe im vertikalen Schenkel entlastet wird.

So finden Sie heraus, welche Methode für Sie die richtige ist

Welche OP-Methode sich am besten eignet, hängt zum Beispiel von der Größe und der individuellen Gewebebeschaffenheit der Brust ab. Je mehr Gewebe entfernt werden soll, desto mehr Schnitte sind notwendig. Generell ist es stets das Ziel, so narbensparend wie möglich vorzugehen.

Wenn in Ihrem Fall mehrere Methoden infrage kommen, erklärt Ihnen Ihr Arzt die Unterschiede ausführlich. Erkundigen Sie sich ruhig nach den Details. Sie können zum Beispiel folge Aspekte hinterfragen:

  • Sind Drainagen notwendig?
  • Müssen Fäden gezogen werden?
  • Wie stark werden die Narben zu sehen sein?
  • Welche Möglichkeiten der Narbenpflege habe ich?
  • Wie viele Jahre praktiziert der Chirurg bereits?
  • Hat er sich eventuell spezialisiert?
  • Nutzt er moderne 3D-Technologie?
  • Kann er Ihnen anhand von Vorher-Nachher-Bildern bisherige Ergebnisse zeigen?

Auf einen Blick

OP-Dauer 2 - 3,5 Stunden
Anästhesie Vollnarkose
Risiken
  • Nachblutung
  • Wundheilungs-, Sensibilitäts- und Hautempfindungsstörungen
  • Verlust der Stillfähigkeit
Klinikaufenthalt ein bis zwei Tage
Gesellschaftsfähigkeit nach drei bis fünf Tagen
Arbeitsunfähigkeit ein bis vier Wochen, je nach Tätigkeit
Kosten Die Preise hängen von der jeweiligen Technik und der gewünschten Verkleinerung ab. Eine Übernahme der Kasse ist bei nachgewiesenen Folge-Erkrankungen möglich.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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