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Das jameda-Interview: 10 Fragen an Herrn Prof. Dr. Laszlo Kovacs

Prof. Dr. Kovacs

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© KovacsHerr Prof. Dr. Kovacs ist Plastischer & Ästhetischer Chirurg in München. (© Kovacs)Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Herr Prof. Dr. Kovacs interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Plastischer & Ästhetischer Chirurg.

jameda: Herr Prof. Dr. Kovacs, was hat Sie motiviert, Plastischer & Ästhetischer Chirurg zu werden?

Herr Prof. Dr. Kovacs: Ich habe schon während des Studiums eine Affinität für die chirurgischen Fächer entwickelt. Während meiner allgemeinchirurgischen Ausbildung habe ich die Möglichkeit gehabt, Einblicke in die Arbeit einer der führenden Kliniken für Plastische Chirurgie in Deutschland zu bekommen. Ich war fasziniert von den Möglichkeiten des Fachgebietes und bei der Wiederherstellung der Körperform und Funktion am ganzen Körper. Über 20 Jahre später kann ich glücklicherweise behaupten, dass mich dieses Fach nie enttäuscht hat und ich mich immer wieder dafür entscheiden würde. Es ist einfach schön, wenn ich meinen Patienten zu einem neuen Lebensgefühl verhelfen kann, soweit das in meiner Macht steht.

jameda: Was macht Ihnen im Praxisalltag am meisten Freude? Wo sehen Sie die größten Herausforderungen? 

Herr Prof. Dr. Kovacs: Sehr spannend finde ich die Patienten, die zu mir kommen, zuzuhören, deren Problemen und Leiden zu verstehen und aus den sehr umfangreichen Möglichkeiten der Plastischen Chirurgie eine auf ihre besonderen Wünsche abgestimmte Therapie anzubieten. Die größte Herausforderung ist es, meinen Patienten bei deren verschiedensten Fragestellungen Unterstützung geben zu können. Die größte Freude ist, die Zufriedenheit der Patientin nach der Therapie miterleben zu dürfen.

jameda: Welchen Vorurteilen begegnen Sie häufig in Ihrer Praxis?

Herr Prof. Dr. Kovacs: Das häufigste Vorurteil, dem ich im Alltag begegne, ist die Vorstellung, dass schön nur das ist, was uns die Medien als Idealbild vormachen. Und vor allem der Umkehrschluss: Der, der diese Ideale mit seinem Aussehen, Gesundheitszustand, Fitness u. a. nicht erreichen kann, gilt als erfolglos. In unserer heutigen von Medien dominierten Welt sind vor allem die sehr jungen Patienten, die eine noch nicht komplett ausgebildete Persönlichkeit haben, anfällig für diese Einflüsse.

jameda: Manche Krankheiten und Therapien sind unangenehm und verlangen viel Durchhaltevermögen vom Patienten. Was raten Sie Patienten in solchen Situationen? 

Herr Prof. Dr. Kovacs: Wichtig ist aus meiner Sicht, der Patientin bereits vor der Operation detailliert darzustellen, welche Auswirkungen (sowohl kurzfristig als auch langfristig) diese Therapien haben. Das gesamte Ausmaß der Belastung, die auf Patienten zukommt, muss detailliert dargestellt werden. Aber auch die Problematik, der zwar sehr seltenen, aber nicht komplett auszuschließenden Komplikationen und deren Folgen müssen geschildert werden. Ein gut informierter Patient kann komplexe Abläufe viel besser mittragen.

jameda: Wie reagieren Sie, wenn Sie merken, dass ein Patient Ihren Therapieplan nicht befolgt? 

Herr Prof. Dr. Kovacs: Manchmal ist ein bisschen Fingerspitzengefühl notwendig, um bestimmte Verhaltensregeln nach einer OP einzufordern. Aber nach meiner Erfahrung sind die Patienten bereit, dem Therapieplan zu folgen, wenn man es Ihnen gut und detailliert erklärt. Nachdem der Patient den Sinn der Maßnahme versteht, werden die meisten durchaus einsichtig. Und natürlich empfehle ich meinen Patienten, dass sie sich auf die schönen Momente, die unweigerlich nach einer solchen Behandlung folgen werden, freuen sollen. Das Wichtigste ist, nicht den Mut zu verlieren, auch wenn es mal länger dauern sollte. Aber solche schweren langen Verläufe kommen bei uns glücklicherweise äußerst selten vor.

jameda: Wenn Sie das Gesundheitssystem ändern könnten, was würden Sie als Erstes tun?

Herr Prof. Dr. Kovacs: Eine viel zu allgenmeine und komplexe Frage für so eine kurze Antwort.

© KovacsDer Empfangsbereich der Praxis Prof. Dr. Kovacs. (© Kovacs)jameda: Kein Mensch ist perfekt. In welchen Bereichen haben Ärzte Ihrer Meinung nach Verbesserungspotential?

Herr Prof. Dr. Kovacs: Ich finde, dass der Umgang mit den Patienten durchaus Verbesserungspotential besitzt. Der Patient muss sich als Mensch angenommen fühlen und in alle Entscheidungsprozesse mit einbezogen werden. Ich finde meinen Leitspruch: „Behandle so, wie du behandelt werden möchtest“ extrem wichtig.

jameda: Die Welt der Medizin verändert sich ständig. Gibt es neue Therapien oder Geräte, die Sie in Ihrer Praxis anwenden? 

Herr Prof. Dr. Kovacs: Es gibt ständig und nahezu in unübersichtlicher Zahl neuen Therapien sowie Geräte, die eine bestimmte Behandlung erleichtern sollen. Meine Philosophie ist, nicht jedem Modetrend nachzulaufen. Ich setze auf validierte und gut bewährte Methoden, deren Wirkung auch wissenschaftlich seriös belegt sind.

Wir haben für unsere Praxis ein neues innovatives System zur Behandlung der Cellulite, auch Orangenhaut genannt, eingeführt: „Cellfina“.

Und auch noch ein Gerät, mit dem man auf neuen, nicht invasiven oder minimal invasiven Wegen zur Hauterneuerung und Hautstraffung beitragen kann: „BodyTite, Fractora und Forma“.

jameda: Gibt es einen Patienten oder ein Erlebnis in Ihrer Praxis, das Sie nie vergessen werden? 

Herr Prof. Dr. Kovacs: Natürlich gibt es schöne Erlebnisse mit Patienten. Alle aufzuzählen, das wäre zu viel des Guten. Einige besondere Operationen, wie zum Beispiel die weltweit erste beidseitige Oberarmtransplantation, die über 15 Stunden von einem Team von ca. 40 Personen vorgenommen wurde, bleiben immer in Erinnerung.

jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben?

Herr Prof. Dr. Kovacs: Hören Sie auf Ihren Körper. Der weiß zumeist sehr genau, was gut für Sie ist. Und lassen Sie sich bei der Beurteilung Ihres Aussehens nicht von unserer medialen Welt beeinflussen, seien Sie Sie selbst.

Zur Person

Prof. Dr. L. Kovacs ist Facharzt für Chirurgie und Plastische Chirurgie. Dank seiner langjährigen fachärztlichen Tätigkeit ist es ihm möglich, das gesamte Spektrum des Fachgebietes abzudecken. Durch die Ausbildung und langjährige Tätigkeit in führender Position an einem renommierten Universitätsklinikum legt Prof. Kovacs einen besonderen Wert auf die Ausübung der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie auf der Grundlage von wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen.

Zur Praxis

Wir bieten unseren Patienten den Komfort einer Privatpraxis und gleichzeitig die Sicherheit eines Krankenhauses. Unsere Praxis im Münchner Arabellahochhaus deckt das gesamte Spektrum der Ästhetischen Chirurgie, Plastischen Chirurgie, Rekonstruktiven Chirurgie und Handchirurgie ab. Dazu nutzen wir den hochmodernen Operationstrakt der Arabella-Klinik München und der Herzogparkklinik, die sich im gleichen Gebäudekomplex befinden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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