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Das jameda-Interview: 8 Fragen an Herrn Dr. med. Gregor F. Fuchshuber

Dr. Fuchshuber

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© FuchshuberHerr Dr. Fuchshuber praktiziert als Plastischer & Ästhetischer Chirurg in Stuttgart. (© Fuchshuber)Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Herrn Dr. Fuchshuber interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Plastischer & Ästhetischer Chirurg.

jameda: Herr Dr. Fuchshuber, was hat Sie motiviert, Plastischer & Ästhetischer Chirurg zu werden?

Herr Dr. Fuchshuber: Schon als kleiner Junge hatten mich die Biologie und die Natur interessiert. Ich wollte schon immer wissen, wie etwas funktioniert und wie es aufgebaut ist. Die Faszination der Perfektion von Ökosystemen und des Körpers bis hinein in die kleinste Zelle war schon immer da. Letztendlich ist der Körper ein einziges kompaktes Ökosystem, in dem alles aufeinander fein abgestimmt ist und sich gegenseitig beeinflusst.  Parallel hatte ich aber auch schon immer Spaß am Modellieren und Gestalten, sodass die Plastische Chirurgie für mich die ideale Synthese aus Medizin und Kunst darstellt, sozusagen gestalten und modellieren unter Berücksichtigung der Funktion.

jameda: Was macht Ihnen im Praxisalltag am meisten Freude? Wo sehen Sie die größten Herausforderungen?

Herr Dr. Fuchshuber: Die größte Freude bereitet mir, wenn ich sehe, wie Patienten nach einer Operation aufblühen. Gerade bei Nasenkorrekturen haben die Pateinten häufig einen langen Leidensweg mit Gängelungen hinter sich, bis sie sich dann letztendlich zu einer OP entschließen.

Wir retten hier auch sicherlich keine Menschenleben, aber wir verbessern ganz häufig Lebensqualität, und das sieht man den Pateinten hinterher auch an. Sie sind ausgeglichener, selbstbewusster und lebensfroher.

jameda: Welchen Vorurteilen begegnen Sie häufig in Ihrer Praxis? 

Herr Dr. Fuchshuber: Die Angst, man könnte OP-süchtig werden. Eine Sucht nach ästhetischen Operationen habe ich noch nicht feststellen können. Lediglich die Tatsache, dass Patienten, die sich schon einmal bei uns haben operieren lassen, ein weiteres Mal kommen, um sich etwas anderes operieren zu lassen. Einfach deswegen, weil sie festgestellt haben, dass sich Ihr Hauptproblem gut beheben ließ, dass sie sich gut aufgehoben und verstanden gefühlt haben. Und weil aufgrund dieses Vertrauensverhältnisses die Angst weniger wird, ein weiteres Problem korrigieren zu lassen.

jameda: Manche Krankheiten und Therapien sind unangenehm und verlangen viel Durchhaltevermögen vom Patienten. Was raten Sie Patienten in solchen Situationen? 

Herr Dr. Fuchshuber: Vertrauen und Geduld – eine ästhetische Operation ist kein Karosseriebau, bei dem man Blech biegt und es dann gleich fertig ist.

Daher Informieren wir im Rahmen der OP-Aufklärung unsere Patienten immer darüber, dass bis zur endgültigen Abheilung und Abschwellung ein Jahr vergehen wird.

Auch wenn in den Medien immer suggeriert wird, dass alles nur ein Klacks und schnell ausgestanden sei, so ist und bleibt es doch Medizin: Arbeit mit lebendigem Gewebe.

Und dieses Gewebe empfindet eine Operation primär erst einmal nicht als Verschönerung, sondern ganz banal als Verletzung.

Diese Verletzung wiederum muss vom Körper repariert und geheilt werden – und das ist immer mit Schwellung verbunden und braucht leider seine Zeit.  

jameda: Wie reagieren Sie, wenn Sie merken, dass ein Patient Ihren Therapieplan nicht befolgt?

Herr Dr. Fuchshuber: Ich erkläre ihm nochmals, wie wichtig es ist, diesen Plan zu befolgen, sonst wird das OP-Ergebnis gefährdet. Ein Ergebnis, mit dem dann der Patient zu leben hat.

jameda: Wenn Sie das Gesundheitssystem ändern könnten, was würden Sie als Erstes tun?

Herr Dr. Fuchshuber: Ich würde die Eigenverantwortung der Patienten stärken.

jameda: Kein Mensch ist perfekt. In welchen Bereichen haben Ärzte Ihrer Meinung nach Verbesserungspotential?

Herr Dr. Fuchshuber: Die Ärzte sollten generell mehr darauf achten, ob eine OP wirklich sinnvoll ist oder nicht. Wir sollten primär Arzt sein und nicht Kaufmann.

jameda: Die Welt der Medizin verändert sich ständig. Gibt es neue Therapien oder Geräte, die Sie in Ihrer Praxis anwenden?

Herr Dr. Fuchshuber: Wir entwickeln uns ständig weiter – auch im Bereich der OP-Techniken.

Wir haben teilweise selber OP-Techniken entwickelt, bzw. weiterentwickelt, welche es uns ermöglichen, noch präzisere Ergebnisse zu erzielen.

Beispiele hierfür sind unter anderem eine Methode, mit der man eine überschießende Knochenneubildung deutlich reduzieren kann oder dass Nasentamponaden nur noch für vier Stunden anstatt für drei Tage nötig sind. Auch im Bereich der Brustimplantate gibt es durch die mikrotexturierte Oberfläche und das weichere Gel schneller natürliche Ergebnisse.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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