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Das jameda-Interview: 8 Fragen an Herrn Themistoklis Stavrakis

Herr Stavrakis

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© StavrakisHerr Stavrakis praktiziert als Plastischer & Ästhetischer Chirurg in Berlin. (© Stavrakis)Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Herrn Themistoklis Stavrakis interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Plastischer & Ästhetischer Chirurg.

jameda: Herr Stavrakis, was hat Sie motiviert, Plastischer & Ästhetischer Chirurg zu werden?

Herr Stavrakis: Ich bin schon als Kind sehr an Wissenschaften aller Art interessiert gewesen. Die Plastische Chirurgie adressiert die Wissenschaft des Körpers von Kopf bis Fuß auf struktureller und ästhetischer Ebene.

jameda: Was macht Ihnen im Praxisalltag am meisten Freude? Wo sehen Sie die größten Herausforderungen?

Herr Stavrakis: Ich arbeite unheimlich gerne mit den Händen. Die Details und auch die Kunst in meinem Beruf sind eine Herausforderung, der ich mich jeden Tag erneut mit Freuden stelle,. Denn ich helfe vielen Menschen, ihr Äußeres und damit auch ihr Inneres zu verbessern. Dazu gehört natürlich auch, manchen unrealistischen Erwartungen eines kosmetischen Eingriffs entgegenzuwirken. Ich fühle mich in der Lage, das Beste aus dem Aussehen eines Patienten herauszuholen. Aber wenn der Patient nicht mit sich selbst als Person zufrieden ist, kann die Plastische Chirurgie nicht das Allheilmittel sein.

jameda: Welchen Vorurteilen begegnen Sie häufig in Ihrer Praxis?

Herr Stavrakis: Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten, wo die Plastische Chirurgie längst als Teil der klassischen Medizin etabliert ist, steht der Berufstand hierzulande vielen Vorurteilen gegenüber. Das fängt bei dem Wort Schönheitschirurgie an. Dieser Begriff hat sich wahrscheinlich eingebürgert, weil es um operative oder nicht-invasive Eingriffe des äußeren Körpers des Menschen geht. Hinzu kommen Nachrichten von Pfuschereien und schlechte Qualifikationen in der Zunft. Glücklicherweise bleiben aber solche Vorurteile bei uns vor unserer Praxistür, denn zu uns kommen Patienten, die etwas an ihrem Aussehen verbessern wollen und sich natürlich mit mir zunächst einmal in einem ausführlichen Gespräch über die realistischen Möglichkeiten informieren. Die Gesundheit des Patienten steht im Vordergrund. Sie darf niemals aufs Spiel gesetzt werden.

jameda: Wie reagieren Sie, wenn Sie merken, dass ein Patient Ihren Therapieplan nicht befolgt? 

Herr Stavrakis: Ich gebe allen Patienten Richtlinien, die ein bestmögliches Ergebnis ermöglichen. Es gehören nämlich zwei zum Erfolg einer ästhetischen Behandlung. Ich habe bislang keine negativen Erfahrungen gemacht.

jameda: Wenn Sie das Gesundheitssystem ändern könnten, was würden Sie als Erstes tun?

Herr Stavrakis: Erhebungen belegen, dass der Markt der ästhetischen Chirurgie boomt. Mittlerweile gibt es über 1.000 zertifizierte Chirurgen. Doch die weit über 300.000 Eingriffe werden nicht alle von den speziell ausgebildeten Ärzten vorgenommen. Denn die Berufsgruppe ist gesetzlich nicht geschützt und auch nicht reguliert. So können Hals-Nasen-Ohren-Spezialisten Brustoperationen übernehmen, Chirurgen für Mund und Kiefer Bauchstraffungen und Dermatologen Schlupflider operieren. Nichtärztliche Heilpraktiker können ebenfalls Behandlungen anbieten. Hier würde ich mit dem Berufsverband der Plastischen Chirurgen gleichziehen und die Berufsausübung von Ärzten ohne entsprechende Zusatzqualifikationen eindämmen.

jameda: Kein Mensch ist perfekt. In welchen Bereichen haben Ärzte Ihrer Meinung nach Verbesserungspotential?

Herr Stavrakis: Ich möchte mir an dieser Stelle nicht anmaßen, den Wissensdrang und das Bestreben nach Verbesserungen meiner seriösen Kollegen anzuzweifeln. Daher will ich lieber über meinen eigenen Anspruch sprechen, dem ich mit vielen Weiterbildungsmaßnahmen gerecht werde.  Meinen Wissendurst nach den neuesten technologischen und wissenschaftlichen Errungenschaften und Möglichkeiten in der Plastischen Chirurgie stille ich durch viel Lesen in Fachmagazinen und auf Kongressen.

jameda: Die Welt der Medizin verändert sich ständig. Gibt es neue Therapien oder Geräte, die Sie in Ihrer Praxis anwenden?

Herr Stavrakis: Es gibt eine Menge und verschiedene Verfahren und Geräte. Für mich ist es wichtig, dass beide meinen höchsten Ansprüchen und auch denen des Patienten gerecht werden. Nur so kann ich ein optimales Resultat erwarten.

jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben?

Herr Stavrakis: Die Entscheidung für eine plastische Operation kann einen sehr positiven Effekt auf das Leben eines Menschen haben. Wichtig ist aber auch, dass der richtige Chirurg mit entsprechender Integrität, Erfahrung und Geschicklichkeit während des gesamten Prozesses eine Rolle spielt. Wenn sich jemand jedoch, zum Bespiel Fett absaugen lassen hat, um sein Äußeres zu verbessern, aber seine Ernährungsweise nicht umstellt, nützt das ganze Geschick des Chirurgen nichts. Und er wertschätzt auch nicht seine Kunst als Plastischer Chirurg. Die Plastische Chirurgie ist kein "quick fix" für ein gesundes Äußeres. Das Innere muss auch Gesundheit anstreben.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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