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Vom Erstgespräch bis zur Nachsorge: Ablauf einer Nasenkorrektur

Claudia Galler

von
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© Syda Productions fotoliaDer Ablauf einer Nasenkorrektur sieht auch ein Erstgespräch vor. Bevor der Eingriff jedoch tatsächlich vorgenommen wird, empfiehlt der Arzt ein paar Tage Bedenkzeit. (© Syda Productions fotolia)Welche Form der neuen Nase ist möglich? Wird die OP unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt? Wie kann man die Wundheilung nach dem Eingriff unterstützen? Die jameda Gesundheitsredaktion erläutert die einzelnen Schritte einer Nasenkorrektur.

Nasen-OP: Rhinoplastik und Nasenseptumplastik

Nasenkorrekturen können an der äußeren und inneren Nase vorgenommen werden. Das Gebiet der Rhinoplastik ist dabei die Korrektur der äußeren Nase, so kann z.B. einer Sattel-, Höcker-, Schief- oder Spannungsnase eine „normale“ Form gegeben werden. Auch die Nasenlänge, Nasenspitze und die Größe der Nasenflügel sind veränderbar. Bei der Nasenseptumplastik wird die innere Nase operiert, z.B. um eine verkrümmte Nasenscheidenwand zu begradigen oder die Nasenmuscheln zur besseren Belüftung zu verkleinern. Die Septo-Rhinoplastik verbindet beide Eingriffsarten. Nasenkorrekturen werden in der Regel von plastischen Chirurgen mit Spezialgebiet Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde durchgeführt.

Erstgespräch: Was für ein Ergebnis ist realistisch?

Beim Erstgespräch stellt der Patient sein Anliegen vor. Der Arzt untersucht den Patienten, wichtig sind hier die Nasenatmung, der Zustand der Haut im Nasenbereich und die allgemeine gesundheitliche Verfassung des Patienten. Speziell bei einem kosmetischen Eingriff müssen die Vorstellungen des Patienten mit den realistischen Möglichkeiten in Einklang gebracht werden, dabei kann eine Computersimulation eine Idee der neuen Nase vermitteln. Besonders gute Ergebnisse sind bei Patienten zwischen 18 und 30 bis 40 Jahren zu erwarten, da ihre Haut noch elastisch genug ist, sich der neuen Nasenform anzupassen. Dennoch sind Nasenkorrekturen jenseits der 40 durchaus üblich. Eher selten werden Nasenkorrekturen schon im Alter der Pubertät durchgeführt, da sich dann das Gesicht im Zuge des Wachstumsschubes noch verändern kann. Weiterhin klärt der Arzt über Risiken und Nebenwirkung einer Nasenkorrektur auf, er bespricht die Art des Eingriffs und den Ablauf der OP, die Nachsorge sowie die Kostenübernahme. Der Arzt empfiehlt dem Patienten einige Tage Bedenkzeit, ehe er sich zu dem Eingriff entschließen sollte.

Operation: In der Regel Vollnarkose und offene OP-Technik

Üblicherweise erfolgt eine Nasenkorrektur unter Vollnarkose, möglich sind je nach Größe des Eingriffs auch Dämmerschlaf oder örtliche Betäubung. Der Eingriff dauert etwa ein bis zwei Stunden. Dabei kann der Chirurg die geschlossene Technik wählen, bei der die Schnitte nur im Inneren der Nase erfolgen, oder die offene Technik, die durch einen Schnitt am Nasensteg die Knorpel- und Knochenstrukturen freilegt. Knorpel, Knochen und Haut können entfernt oder durch Transplantate oder Implantate wieder aufgebaut werden. Schnitte werden an unauffälligen Stellen gesetzt, durch Nähte verschlossen und sind bei normaler Wundheilung nachher nicht mehr zu sehen.

Nachsorge: Sich schonen und Druck auf die Nase vermeiden

Nach der Operation werden die Wunden meist mit Tamponaden versorgt, der Nasenbereich wird gekühlt. Der Patient trägt für etwa 14 Tage eine Nasenschiene, danach einen Tapeverband. Im Krankenhaus können die Tamponaden getauscht, Sekret abgesaugt und die Heilung überwacht werden. Für 24 Stunden nach der Operation ist strenge Schonung angesagt, um ein Nachbluten zu verhindern. Auch die folgenden Monate muss sich der Patient so verhalten, dass kein Druck auf den Nasenbereich ausgeübt wird und die Wunden restlos verheilen können. Nicht erlaubt sind deshalb heiße Bäder und die Haare über Kopf zu waschen. Auch das Tragen einer Brille, intensive Sonnenbestrahlung, das Heben von schweren Dingen und Sport sind tabu. Die Schwellung und blaue Flecken im Nasen-, Augen- und Wangenbereich sind nach zwei bis drei Wochen abgeklungen. Wurde die Schiene entfernt, ist es erlaubt, die Hämatome mit Make-up zu kaschieren. Endgültig verheilt sind die Wunden erst nach mehreren Monaten bis einem Jahr.

 

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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