Alles zur Bruststraffung: Methoden, Risiken & Ergebnisse

Die weibliche Brust ist im Leben einer Frau vielen Belastungen ausgesetzt. Eine Bruststraffung kann hier helfen. (© vgstudio - fotolia)

Der jameda-Plastikertipp erklärt, was Sie über eine Bruststraffung wissen sollten.

Was ist der häufigste Grund für eine Bruststraffung?

Die weibliche Brust gilt als das Weiblichkeitssymbol und ist somit auch entscheidend für ein positives Lebensgefühl einer Frau.

Oft liegt ein Hautüberschuss mit einem ungeformten Drüsenkörper vor. Die Ursachen liegen häufig in einer starken Volumenzunahme der Brust mit dadurch höherem Gewicht, wie z.B. bei einer Schwangerschaft. Haut und Drüsenkörper werden stark belastet. Bei anschließender schneller Volumenreduktion verändert sich schließlich die Form der Brust.

Aufgrund von Alterungsprozessen, hormonellen Veränderungen, Gewichtsreduktion oder auch Schwangerschaften kann die Brust ebenfalls an Volumen und Hautelastizität verlieren, wodurch sie absinken kann. Diese Veränderungen können von der betroffenen Frau als Belastung empfunden werden und das Selbstvertrauen erheblich beeinflussen.

Welche Methoden einer Bruststraffung gibt es?

  • Die I-Technik: Eine hängende Brust wird u.a. durch einen Hautüberschuss und einen ausgeformten Drüsenkörper verursacht. Um dies zu korrigieren, erfolgt bei der Bruststraffung die Schnittführung um die Brustwarze herum und von dort in einem senkrechten Schnitt (i-Technik) nach unten zur Unterbrustfalte.

  • Die L-Technik: Bei sehr stark hängenden Brüsten kann auch ein Schnitt in der Unterbrustfalte (T- oder L-Technik) notwendig werden, um so die Brust besser formen zu können und gleichzeitig einen stärkeren Hautüberschuss in den unteren beiden Quadranten der Brust zu entfernen.

  • Die O-Technik: Hier wird ein runder Schnitt um den Brustwarzenhof gesetzt. Diese Technik zeichnet eine sehr geringe Narbenbildung aus.
    Die Brustwarze und das dahinter befindliche Drüsengewebe werden als „Gewebeblock“ zusammen nach oben mobilisiert, d.h. die entscheidenden Arterien und Nerven werden geschont, sodass durch dieses Vorgehen die Durchblutung und Sensibilität in diesem Bereich sichergestellt werden kann.
    Der Drüsenkörper wird in die optimale Position gebracht, neu modelliert und mit speziellen Nähten fixiert. Die abschließende Hautnaht erfolgt mit einem sehr feinen, selbstauflösenden Faden.

Durch die Hochfrequenztechnik kann eine blutarme OP durchgeführt werden, sodass in der Regel keine Redondrainagen angelegt werden müssen.

Was sollten Sie vor und nach einer Bruststraffung beachten? 

Nach einer Bruststraffung sollte man dem Körper ausreichend Ruhe gönnen. Die berufliche Auszeit beträgt in der Regel ein bis zwei Wochen. Sportliche Aktivitäten sollte man in den ersten zwei Monaten unterlassen.

Es wird empfohlen, für ca. drei Monate nach der Operation einen Sport-BH zu tragen, um so die operierte Brust noch zu stabilisieren.

Durch einen erfahrenen Plastischen & Ästhetischen Chirurgen können die Risiken des Eingriffs auf ein Minimum reduziert werden. (© Nobilior - fotolia)
Gibt es Risiken bei einer Bruststraffung?

Komplikationen sind bei Brustoperationen insgesamt selten, jedoch nicht ausgeschlossen. Allgemein lässt sich sagen, dass das Risiko etwas steigt, je ausgeprägter ein Befund vor der OP ist, d.h. umso größer der Umfang der gewünschten Korrektur ist.

Kommt es zu Komplikationen, so sind Schwellungen und kleinere Blutergüsse am häufigsten, die sich jedoch nach kurzer Zeit ohne weitere Maßnahmen wieder zurückbilden. Die Schmerzen nach der OP sind gering und lassen sich mit den klassischen Schmerzmedikamenten sehr gut kontrollieren.

Die Sensibilität der Brustwarze kann bei einigen Patientinnen leicht überempfindlich bzw. auch etwas vermindert sein, erholt sich jedoch innerhalb der ersten Wochen sehr rasch. Sehr selten kann es zu der Ausnahmesituation kommen, dass nach einer Operation eine Durchblutungsstörung der Brustwarze und/oder ein Sensibilitätsverlust eintreten.

Im Idealfall bleibt die Stillfähigkeit nach einer Bruststraffung erhalten.

Wann wird das endgültige Ergebnis sichtbar sein? 

Die Brustform wird sich in den ersten Wochen und Monaten deutlich verändern, sodass ein endgültiges Ergebnis erst nach ca. neun bis zwölf Monaten erreicht wird.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (1)

., 12.11.2019 - 06:16 Uhr

Es würde mich interessieren welche Technik bei einer Totaloperation beider Brüste (sehr kleine Brust) bei familiärer Vorbelastung durch Brustkrebserkrankung mit Erhalt der Brustwarze vorgegangen wird Mit freundlichen Grüßen Fr.Vogelsberg

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