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Die Fadenmethode - schonendes Verfahren zum Anlegen der Ohrmuschel

Dr. Tesche

von
verfasst am

© Jan Beck - Fotolia.com© Jan Beck - Fotolia.comDas als störend empfundene Abstehen der Ohrmuschel ist eine angeborene Fehlbildung. Hierbei stehen Ohrmuscheln mehr als 2 cm vom Schädelknochen ab. Da das Ohr ab dem 6. Lebensjahr nur noch wenig wächst, sollten Kinder mit dem Stigma einer abstehenden Ohrmuschel vor der Einschulung operiert werden.
Allerdings leiden auch viele Jugendliche und Erwachsene unter ihrer Ohrmuschelform.

Seit über 100 Jahren werden Ohrmuscheln operativ korrigiert. Bei den heute üblichen, „klassischen“ Verfahren (Otoplastik nach Converse, Pitanguy, Stenström, Mustarde) wird die Haut der Rückseite der Ohrmuschel über einen langen Schnitt vom Knorpel gelöst und dieser dann mit verschiedenen Verfahren umgeformt (teilweises Entfernen, Ritzen, Auffaltung mit Haltenähten). Überschüssige Haut wird ebenfalls entfernt. Dieses Vorgehen weist folgende Nachteile auf: Kopfwickelverband für mindestens eine Woche, Vollnarkose bei Kindern und häufig auch bei Erwachsenen, bleibende Operationsnarben, Gefahr der Entstehung von scharfen, unnatürlichen, teils entstellenden Knorpelkanten auf der Vorderseite des Ohres, Schmerzen und Gefühlsstörungen und erschwerte Nachkorrekturen.

Mit der Fadenmethode nach Merck kann die Ohrmuschelform praktisch ohne Schnitte der Haut durch mehrere, spezielle Nähte, die unter der Ohrmuschelhaut entlang geführt werden, verändert werden. Ab dem 12. Lebensjahr kann die Operation in der Regel mit örtlicher Betäubung erfolgen. Diese Methode ist für viele Ohrmuschelfehlstellungen geeignet. Das Verfahren bietet gegenüber den "klassichen Operationsarten" folgende Vorteile: optimales kosmetisches Ergebnis ohne Gefahr der Kantenbildung der Ohrmuschel, keine Kopfverbände, keine Knorpelbearbeitung, keine Hautentfernungen, keine Narben, allenfalls minimaler Blutverlust, sehr geringes Infektionsrisiko, keine oder nur kurzzeitige Schmerzen unmittelbar nach der Operation und keine oder nur kurzzeitige schulische beziehungsweise berufliche Ausfälle.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (7)


25.01.2019 - 15:56 Uhr

Langzeiterfahrung Dr Merck Fadenmethode: Ich habe...

von Lucy

... mir vor ca 10 Jahren die Ohren anlegen lassen. Das Ergebnis war erstmal ok, aber ich bin trotz Schmerzmittel einige Tage fast verrückt geworden. Dank meiner langen Haare sah man immerhin die blau verfärbten Ohren nicht. Innerhalb vom ersten Jahr kam das eine Ohr wieder nach vorne in seine "natürliche" Position und ein Faden kam durch die Haut hinterm Ohr raus, dann mehrere. Ich musste es bei teuer nachkorrigieren lassen (meiner Meinung nach hätte das nach all der vollmundigen Werbung in meiner ersten Zahlung inkludiert sein sollen). Die Knoten der Fäden haben übrigens nie aufgehört, sehr empfindlich zu sein und das Ohr beim Draufliegen innen zu reizen. Das Liegen schmerzt seit 10 Jahren (anders zu schlafen als seitlich habe ich leider nie erlernt). Nach ca einem Jahr war das Ohr wieder ein Stück nach vorne gekommen und ein Knoten samt Fadenspitze schaute hinten aus der Haut. Ich konnte mir kein weiteres Mal bei meinem Arzt leisten, fand aber leider hierzulande keinen Arzt, der es sich zutraute, den Faden zu entfernen. Nun lebe ich damit und er entzündet sich immer wieder. Horror!!! Mittlerweile kommen weitere Fäden raus, auf der Vorderseite des Ohrs. Das ist nun nicht mehr zu verstecken. Trotz extremster Hygiene und Desinfektion, Pflege mit Naturöl, entzündet sich auch diese Stelle immer wieder. Langsam habe ich Angst, mein Ohr zu verlieren.. Ich werde mich nun in der Uniklinik erkundigen, ob mir dort die Fäden entfernt werden können. Diese Methode mag nicht schlechter sein als die traditionelle, aber ausgereift ist sie leider nicht.

10.10.2017 - 17:32 Uhr

Hallo Doris K., ich überlege auch mir die Ohren...

von Claudia

... anlegen zu lassen. Ich frage mich allerdings schon länger, welche Langzeiterfahrungen es gibt. Was für Probleme hatte Ihr Sohn denn? Über einen Erfahrungsaustausch würde ich mich sehr freuen!

25.06.2017 - 09:22 Uhr

Mein Sohn hat sich vor 10 Jahren bei Dr. Merck...

von Doris K.

... Ohren anlegen lassen. Diese mussten zwei mal nachkorrigiert werden, da die Ohren immer wieder abstanden. Die Fäden haben nach Jahren Probleme bereitet und mussten durch viele Eingriffe entfernt werden.

21.12.2013 - 19:08 Uhr

Wie viel kosten den so eine Fadenmehtode?

von David

28.11.2013 - 09:41 Uhr

Meine 15 jährige Tochter möchte ihre Ohren nach...

von Jürgen

... der Fadenmethode anlegen lassen. Da ich beihilfeberechtigt bin, die Methode allerdings nicht anerkannt ist, muß vermutlich alles selber gezahlt werden? kennen Sie Fälle, wo die Beihilfestelle die Kosten anerkannt hat? welche GOÄ Leistungen finden insbesondere Anwendung ? ( bitte Nr. mitteilen ). mfG Jürgen

05.03.2013 - 23:55 Uhr

Ich bin vor kurzem 59 Jahre alt geworden, und habe...

von Petra Jentsch

... mich eigentlich mit meinen abstehenden Ohren (seit Kindheit) irgendwann mit Ende Zwanzig abgefunden, mich dazu bekannt und die Ohren nicht mehr versteckt. Dennoch fände ich anliegende Ohren schöner, zumal meine Ohren eher klein und formschön sind bzw. so von mir und meinem Partner empfunden werden. Vermutlich kommt Ihre Methode in meinem Alter für mich nicht mehr in Frage? Mit herzlichen Grüßen! Petra Jentsch

Dr. Tesche

Antwort vom Autor am 11.03.2013
Dr. med. Stefan Tesche

Liebe Frau Jentsch, Über die Hälfte der von mir operierten Patienten sind Erwachsene. Es ist also durchaus auch in mittleren Lebensjahren möglich, Ohren nach der Fdrnmethode zu korrigieren.

05.10.2011 - 09:05 Uhr

Nach dieser Methode ist meine Tochter operiert...

von tasso

... worden, allerdings in Süddeutschland bei einem Spezialisten. Wir haben lange suchen müssen bis wir einen Experten gefunden haben, der diese Operationsmethode nach Merck beherrscht. Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden und unsere Katja ist auch glücklich.


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