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Das jameda-Interview: 8 Fragen an Frau Dr. med. Annette Herold

Dr. Herold

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© HeroldFrau Dr. Herold praktiziert als Ärztin für Ästhetische Medizin in Düsseldorf. (© Herold)Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Frau Dr. med. Annette Herold interessante Fragen zu ihren Erfahrungen als Ärztin für Ästhetische Medizin.

jameda: Frau Dr. Herold, was hat Sie motiviert, Ärztin für Ästhetische Medizin zu werden?

Frau Dr. Herold: Meine inzwischen 20 Jahre Berufserfahrung habe ich zu einem großen Teil in der Plastischen Chirurgie gesammelt. Ich bin ein sehr visueller Mensch und liebe es, mit meinen Händen zu arbeiten. Schon früh, nämlich vor etwa 16 Jahren, fiel mir auf, dass die meisten Menschen erst in einem fortgeschrittenen Stadium einen Chirurgen aufsuchen. Mir wurde bewusst, dass das Potential der Prävention total unterschätzt wird. So spezialisierte ich mich auf die nicht-chirurgischen Verfahren mit dem Ziel, OPs zu vermeiden und natürlich schön zu „reifen“. Die Formeln jung=schön und alt=hässlich sind nämlich falsch.

jameda: Was macht Ihnen im Praxisalltag am meisten Freude? Wo sehen Sie die größten Herausforderungen?

Frau Dr. Herold: Mir macht es am meisten Freude, Patienten glücklich zu machen. Wenn Patienten nach der Behandlung in den Spiegel sehen und ihr Äußeres passt wieder zu ihrem Selbstbild, dann geht es da um mehr als das Aussehen.

jameda: Welchen Vorurteilen begegnen Sie häufig in Ihrer Praxis?

Frau Dr. Herold: Das häufigste Vorurteil besteht gegenüber Botulinumtoxin, auch als Botox bekannt. Die wenigsten wissen, dass Botox ein seit vielen Jahrzehnten in ganz unterschiedlichen medizinischen Fachbereichen wie Neurologie und Augenheilkunde eingesetztes Medikament ist.
 

jameda: Manche Krankheiten und Therapien sind unangenehm und verlangen viel Durchhaltevermögen vom Patienten. Was raten Sie Patienten in solchen Situationen?  

Frau Dr. Herold: Meine Behandlungsmethoden sind gut zu tolerieren und man ist danach auch wieder sofort gesellschaftsfähig. Zu mir kommen sogar Patienten mit Spritzenphobie.
 

jameda: Wie reagieren Sie, wenn Sie merken, dass ein Patient Ihren Therapieplan nicht befolgt?

Frau Dr. Herold: Meine Empfehlung besteht in den meisten Fällen darin, dass wir uns 2-3 Mal pro Jahr sehen und so das Ergebnis kontinuierlich verbessern. So erzielen wir zusammen die beste Wirkung. Wer seltener kommt, wird seine Gründe dafür haben, über die ich nicht urteile.

Dennoch empfehle und erarbeite ich für jeden Patienten einen individuellen Behandlungsplan für die darauffolgenden 12 Monate. Auch dabei sind die tägliche Hautpflege, Behandlungen bei Kosmetikerinnen etc.

jameda: Kein Mensch ist perfekt. In welchen Bereichen haben Ärzte Ihrer Meinung nach Verbesserungspotential?

Frau Dr. Herold: Es ist ein Fehler, als Arzt in der Ästhetischen Medizin immer das zu tun, was der Patient verlangt. Diese Vorgehensweise ist weit verbreitet, führt aber zu unnatürlichen Ergebnissen. Es ist die ärztliche Aufgabe, auch Wünsche abzulehnen und zu beraten, was die geeignete Behandlung ist. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Arzt diese auch kennt.
 

© HeroldDer Empfangsbereich der Praxis Dr. Herold. (© Herold)jameda: Die Welt der Medizin verändert sich ständig. Gibt es neue Therapieverfahren oder Gerätschaften, die Sie in Ihrer Praxis anwenden?

Frau Dr. Herold: Neuen Verfahren und Gerätschaften begegne ich erstmal beobachtend. Die Sicherheit der eingesetzten Materialien und Methoden hat bei mir oberste Priorität. Ich wende an meinen Patienten nur an, was ich auch an mir selbst anwende.
 

jameda: Gibt es einen Patienten oder ein Erlebnis in Ihrer Praxis, das Sie nie vergessen werden?

Frau Dr. Herold: Da gibt es ganz viele. Erst letzte Woche besuchte mich eine Patientin, die ich 4 Jahre nicht gesehen hatte. Sie hatte eine insgesamt sechsstündige Autofahrt auf sich genommen, nur um mich zu sehen. Die fast 70-jährige Dame hatte in den letzten Jahren ihre Mutter gepflegt und konnte deshalb nicht zu mir kommen, hat sich aber auch nicht am Heimatort behandeln lassen, da sie sonst niemandem vertraut. Da ihre Mutter jetzt in einem Seniorenheim ist, können wir uns wieder sehen. Sie sagte: „Jetzt beginnt wieder mein Leben.“ Der nächste Termin ist schon vereinbart. 

Zur Person

Frau Dr. med. Annette Herold ist Co-Gründerin einer Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie, die im Jahr 2003 eröffnete. Als Leiterin der Abteilung für Ästhetische Medizin entwickelte sie dort für ihre Patienten unter anderem die 3D-Behandlungsverfahren für das Gesicht. Als Expertin für „Full-Face“ Behandlungen ist sie überregional bekannt und Anlaufstelle für alle, die größten Wert auf Prävention und natürliche Schönheit legen. Ihre Behandlungen sind für jeden einzelnen Patienten individualisiert und einzigartig.

Zur Praxis

Die Praxisräume von Frau Dr. med. Annette Herold befinden sich zentral in der Düsseldorfer Innenstadt, zugleich aber diskret verborgen in der „Klinik Neuer Stahlhof“ in der zweiten Etage des wunderschönen roten Backsteingebäudes in der Breite Straße 69.

Hier behandelt Frau Dr. med. Annette Herold Sie persönlich.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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