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Das jameda-Interview: 8 Fragen an Herrn Dr. med. Erhan Demir

Dr. Demir

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© Dr. DemirHerr Dr. Demir praktiziert als Plastischer & Ästhetischer Chirurg in Köln. (© Dr. Demir)Ärzte haben einen besonderen Blick auf die Welt der Medizin. Damit Patienten hinter die Kulissen des Gesundheitswesens blicken können, stellt jameda Herrn Dr. med. Erhan Demir interessante Fragen zu seinen Erfahrungen als Plastischer und Ästhetischer Chirurg.

jameda: Herr Dr. Demir, was hat Sie motiviert, Plastischer und Ästhetischer Chirurg zu werden?
Herr Dr. Demir: Das Interesse an der Anatomie wurde bei mir bereits im Studium an der Universität Heidelberg geweckt und ist später nach Forschungsaufenthalten in den USA weiter vertieft worden. Ich habe in diesem Fach eine nahezu unendliche Vielfalt an Möglichkeiten zur Entfaltung im Rahmen der operativen medizinischen Fächer gefunden. Einerseits sind die Anforderungen an die technischen Fähigkeiten außergewöhnlich hoch und mich fasziniert, dass man die Ergebnisse seiner Arbeit auch sehen kann. Zunächst galt mein Schwerpunkt den modernen Maßnahmen zur mikrochirurgischen Wiederherstellung nach Tumoren oder schweren Unfällen. Immer wieder wurde ich dabei aber auch mit der Fragestellung nach Rekonstruktion der Form sowie der Funktion konfrontiert, sodass die ästhetische Chirurgie auch stets einen Teil meiner gesamten Bemühungen in der Wiederherstellung ausmachte. 

jameda: Was macht Ihnen im Praxisalltag am meisten Freude? Wo sehen Sie die größten Herausforderungen?
Herr Dr. Demir: Nach über 15 Jahren in der universitären Plastischen Chirurgie, also  in Häusern der Maximalversorgung, genieße ich jetzt die Vorteile einer komplett freien Zeiteinteilung in meiner eigenen Praxisklinik und die Strukturierung meiner Operationspläne ohne äußere Einflüsse. Ich kann mir sehr viel Zeit für eine kompetente Beratung meiner Patienten einräumen und bin auch völlig flexibel in der Nachsorge nach der Operation. Eine große Herausforderung stellen stets Sprachbarrieren und kulturellen Differenzen dar, welche ich aber sehr gut über meinen Migrationshintergrund bewältigen kann. Weiterhin gehört auch die Thematisierung von Tabuthemen, wie z.B. in der Intimchirurgie, zu meinen Aufgaben. Durch ein hohes Maß an Diskretion und sozialer Empathie können diese Hürden im Sinne des Patienten sicher überwunden werden. Es ist das größte Privileg mit Patienten zu arbeiten, welche sich oft erst nach langer Zeit zu einer Operation entschließen und diese Maßnahme im Nachhinein ihr weiteres Leben verändern wird – diese Anteilnahme bedeute die Übernahme einer großen Verantwortung.

jameda: Welchen Vorurteilen begegnen Sie häufig in Ihrer Praxis?
Herr Dr. Demir: Es sind Aussagen wie „die Schönheitschirurgie ist doch ein Luxusproblem“ oder „Dass ich mal bei Ihnen landen würde, hätte ich nicht gedacht“. Ich glaube, jedem Patienten kann durch die Möglichkeiten der modernen Plastischen Chirurgie in irgendeiner Form geholfen werden. Wir können Prozesse der sichtbaren Veränderung des Körpers mit dem Alter nicht verhindern aber in kontrollierter Weise verlangsamen oder angenehmer gestalten – denn Schönheit ist flüchtig, darum geht es nicht immer in erster Linie. Es gibt auch Maßnahmen der Wiederherstellung nach Unfällen oder bei Tumoren, welche Patienten zu uns führen und wir dann mit einem überraschten „Sie machen auch solche Operationen ?“ konfrontiert werden – die Übergänge in die ästhetische Chirurgie sind dabei allerdings fließend. Die Liebe zum Detail und ein gewisser Perfektionismus sind also immer mit dabei.

jameda: Manche Krankheiten und Therapien sind unangenehm und verlangen viel Durchhaltevermögen vom Patienten. Was raten Sie Patienten in solchen Situationen? 
Herr Dr. Demir: Geduld und Vertrauen! Gemeinsam werden alle notwendige Schritte erläutert und Hand in Hand durchgestanden, auch bei komplexen Situation müssen Arzt und Patient stets gemeinsam an ihre Ziele glauben. Wir wissen den Vertrauensbonus unserer Patienten zu schätzen und sind auch immer für unsere Patienten da.

© Dr. Demir PraxiEin Einblick in die Praxisräume von Herrn Dr. Demir. (© Dr. Demir Praxi)jameda: Kein Mensch ist perfekt. In welchen Bereichen haben Ärzte Ihrer Meinung nach Verbesserungspotential?
Herr Dr. Demir: Wir können auch von Patienten und ihren bisherigen Erfahrungen lernen und uns somit weiterentwickeln. Dies kommt dann der nächsten Patientengruppe zu Gute. Ich glaube, viele vermeintlich fehlgeschlagenen Therapien oder Operationen sind weniger an fachlicher Inkompetenzen gescheitert, sondern am Dialog vor dem Eingriff. Hier lagen Erwartungen und realistische Ziele zu weit auseinander oder wurden nicht im Detail besprochen – dies führt zu Unmut und kann verbessert werden. Dennoch denke ich, dass jeder Kollege seinen eigenen Weg zum Patienten einschlagen sowie sich dabei auch wohlfühlen sollte – künstliche  Zustände sind nicht von langer Dauer und der Patient spürt dies ohnehin.

jameda: Die Welt der Medizin verändert sich ständig. Gibt es neue Therapieverfahren oder Gerätschaften, die Sie in Ihrer Praxis anwenden?
Herr Dr. Demir: Ich lege in meiner Praxisklinik sehr viel Wert auf Innovationen, aber lehne experimentelle Techniken und Verfahren, die noch nicht ausreichend auf Ihre Sicherheit und Ihre potentielles Ergebnis erprobt sind, eher ab. Ich möchte stets mit meiner Erfahrung auch hinter einem Produkt oder einem Verfahren stehen können. Wir verwenden z.B. die state of the Art Technologie in der Liposuktion mit dem besonders schonenden WAL-Verfahren zur wasserstrahlassistierten Fettabsaugung. Ebenso bieten wir moderne Verfahren und Medikamente der Faltenbehandlung mit Hyaluronsäure oder die Eigenblut-Therapie (PRP) sowie auch die Eigenfett-Transplantationen an. Das Spektrum unserer Brustimplantate ist besonders sorgfältig ausgewählt und nach einer 3D-Simulation der Brustoperation kann von den sichersten und neuesten Implantat-Materialien ausgewählt werden.

jameda: Gibt es einen Patienten oder ein Erlebnis in Ihrer Praxis, das Sie nie vergessen werden?
Herr Dr. Demir: Nach jeder Operation oder Therapie kommt es stets zu einem großen Erlebnis – die freudigen Blicke nach der Veränderung zu sehen. Ich habe einmal einem schwerverbrannten Patienten mit über 80% verbrannter Körperfläche aus der Not heraus das große Bauchnetz (Omentum) mikrochirurgisch auf den Kopf transplantiert. Das Ergebnis war sagenhaft und der Patient besucht mich noch heute aus Dankbarkeit. Solche Operationen mache ich natürlich nicht in meiner Praxisklinik .

jameda: Welchen Gesundheitstipp möchten Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben?
Herr Dr. Demir: Leben Sie gesund, schlafen Sie aus, wenn Sie können und ernähren Sie sich vielfältig - bitte vermeiden Sie extreme Abnahme-Praktiken und Diät-Trends. Sorgen Sie dabei auch für eine innere Ausgeglichenheit. Schönheit ist nicht nur physische Attraktivität, sondern auch das Zusammenspiel mit Ihrem Charakter und Ihrer Aura. Attraktivität bedeutet also auch Harmonie und weniger in Standards und Schablonen zu denken.

 

Zur Person

Dr. Erhan Demir ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie mit der „Zusatzbezeichnung Handchirurg“. Seine Ausbildung ist auch international über den europäischen Facharzt als „Fellow of the European Board of Plastic Reconstructive and Aesthetic Surgery“  ausgezeichnet worden. Er besitzt das Diploma of Business Administration für Public Health.

Zur Praxis

Die Praxisklinik Dr. Demir direkt neben dem Kölner Dom ist Bestandteil des Centrums für Ästhetische und Plastische Chirurgie Köln. Die Praxisklinik mit 500qm, 4 Patientenzimmern zur Übernachtung sowie zwei Operationssälen ist eine der größten Praxiskliniken für Ästhetische und Plastische Chirurgie in NRW. 

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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