Facelifting: Was Sie über den Ablauf wissen sollten

Mit einem Facelifting können Falten effektiv behandelt werden (©fotolia-contrastwerkstatt)

Dass unsere Haut nicht ewig jung bleibt, wissen wir alle. Im Alter verliert sie an Elastizität und Spannkraft - es entstehen Falten, vor allem im Gesicht. Wenn jedoch die sichtbare Alterung nicht mit dem eigenen Selbstwertgefühl übereinstimmt, dann fühlen sich viele Frauen und Männer unwohl. Eine Gesichtsstraffung - auch Facelifting genannt - kann hier Abhilfe schaffen. Mit dem Ziel, die Mimik möglichst unverändert zu lassen, können so Verjüngungseffekte von mehreren Jahren erreicht werden. Doch was muss ich als Patient beachten und was sollte ich über den Ablauf der Operation wissen?


Was sollten Patienten vor dem Eingriff beachten?

Patienten sollten sich vorher im Klaren darüber sein, dass ein gänzlich faltenfreies Gesicht auch mit einem Facelift nicht möglich ist. Der natürliche Alterungsprozess schreitet nach der Operation voran, der Verjüngungseffekt bleibt jedoch bestehen.

Im Voraus sollten eine Untersuchung und ein ausführliches Gespräch mit einem Plastischen Chirurgen stattfinden, um eventuelle Komplikationen während der OP bereits im Vorfeld auszuschließen.

Acetylsalicylsäurehaltige Medikamente dürfen zwei Wochen vor dem Eingriff nicht mehr eingenommen werden. Da sie das Blut verdünnen, können die Wunden sonst leicht nachbluten. Dasselbe gilt auch für den Alkohol- und Nikotinkonsum des Patienten, der zwei Wochen vor der Operation eingeschränkt werden sollte. Eine professionelle Hautbehandlung bei einem ausgebildeten Kosmetiker begünstigt außerdem positive Ergebnisse und einen planmäßigen Wundheilungsprozess.


Ablauf der einzelnen Behandlungsschritte

Ein Facelifting wird stets stationär durchgeführt, damit eine korrekte Nachsorge in den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff garantiert werden kann. Das Ziel einer Gesichtsstraffung ist es, den Elastizitätsverlust der Haut und des Unterhautgewebes im Bereich der Wangen und des Halses auszugleichen.

Damit das Ergebnis möglichst natürlich und ästhetisch einheitlich aussieht, wird das Facelifting in der Regel mit einem Halslifting oder einem Stirnlifting kombiniert. Je nach individueller Voraussetzung ist es sinnvoll, im selben Eingriff auch eine Lidstraffung oder ein Lipofilling des Gesichtes vorzunehmen.

In dem Eingriff wird abgesunkenes Wangenfett angehoben oder geglättet, die Mundhebermuskeln werden gestrafft und der erschlaffte Hals wird ebenfalls korrigiert. Das alles geschieht in einem mehrschichtigen Operationsverfahren, bei dem die Haut und das sogenannte SMAS - eine dünne Muskel-Faszienschicht unter der Haut - separat gelöst und behandelt werden. Das ist notwendig, um die Gesichtsweichteile bereits in der Tiefe anheben zu können, damit ein nachhaltiges und natürliches Ergebnis erreicht wird.

Vor dem Eingriff wird die Schnittführung vor einem Spiegel genau demonstriert. Um auffällige Operationsnarben zu vermeiden, werden die Schnitte an unauffälligen Stellen gesetzt, wie z.B. am Übergang zu den Haaren, in den Haaren und hinter den Ohren. Der Eingriff kann unter Vollnarkose oder aber auch mit einer Lokalanästhesie und Dämmerschlaf durchgeführt werden.


Besprechen Sie den Eingriff mit Ihrem plastischen Chirurgen, um alle Komplikationen im Vorfeld auszuschließen (© Koeller-Bratz )
Nachsorge & Risiken

Ist die Gesichtsstraffung abgeschlossen, wird dem Patienten ein spezieller Kopfverband angelegt, der ca. eine Woche getragen werden muss. Schwellungen und Blutungen sind unmittelbar nach der Operation nur schwer zu vermeiden, klingen aber bereits nach einigen Tagen wieder ab. Leichte Verfärbungen können in dieser Zeit ebenfalls auftreten. Nach ca. zehn bis vierzehn Tagen sind die Wunden größtenteils verheilt. Dennoch müssen regelmäßig ambulante Nachbehandlungen durchgeführt werden.

Je nach Ausmaß der Schwellung können anschließende Lymphdrainagen den Heilungsprozess unterstützen. Risiken gibt es wie bei jedem anderen plastisch-ästhetischen Eingriff auch beim Facelifting. Sie beschränken sich bei einer korrekten Behandlung durch einen geschulten Chirurgen lediglich auf mögliche stärkere Schwellungen und Blutungen während der Wundheilung. Eine Verletzung von Nerven ist sehr selten. Da der Eingriff stationär durchgeführt wird, können die Ärzte rechtzeitig auf eventuelle Komplikationen reagieren. Übermäßige Narbenbildung lässt sich mit einem weiteren Eingriff ebenfalls korrigieren.


Wann sind die Patienten wieder gesellschaftsfähig? Wann ist das Ergebnis zu sehen?

Nach dem Eingriff sollte sich der Patient in der Regel fünf bis sieben Tage schonen. Nach zwei Tagen kann der Patient die Haare wieder waschen und wie gewohnt duschen.

Auf Sport sollten die Patienten in den ersten zwei Wochen nach der OP jedoch gänzlich verzichten. Danach können sportliche Aktivitäten wieder schrittweise aufgenommen werden. Nikotinkonsum und Alkohol sollten Patienten innerhalb des ersten Monats ebenfalls meiden.

Erste Ergebnisse lassen sich bereits nach zehn bis vierzehn Tagen erkennen, das vollständige Ergebnis ist jedoch erst mehrere Wochen nach dem Eingriff sichtbar.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

Wie hilfreich fanden Sie diesen Artikel? 5

Kommentar abgeben oder Rückfrage stellen:

Kommentare (0)

Interessante Artikel zum Thema

Sie suchen einen passenden Arzt für Ihre Symptome?