Faltenbehandlung mit Eigenfett: So funktioniert’s

Dr. Dr. Laube, M.Sc.

© Serg Zastavkin - FotoliaMarkante Falten im Gesicht können schonend mit Eigenfett behandelt werden (© Serg Zastavkin - Fotolia)Unsere Gesichtszüge machen uns einzigartig. Kommen mit zunehmendem Alter kleine oder große Falten hinzu, können sie durchaus den Charakter eines Menschen unterstreichen. Handelt es sich jedoch um so genannte Zornesfalten im Stirnbereich, Marionettenfalten oder starke Nasolabialfalten zwischen Mund und Nase, kann ein trauriger, abgespannter Ausdruck entstehen, der in Kontrast zur Stimmung des Betroffenen steht. Dann kann eine Faltenbehandlung helfen.

Wer auf körperfremde Stoffe und ein aufwändiges chirurgisches Facelifting verzichten möchte, kann sich auch für Eigenfett entscheiden.

Für welche Bereiche eignet sich eine Eigenfettbehandlung?

Falten im Bereich des Dekolletés, Krähenfüße, Zornesfalten, Nasolabial- und Marionettenfalten werden meist sehr erfolgreich mit Eigenfett behandelt. Ärzte können damit aber auch Narben unterfüttern und Lippenvolumen aufbauen. Zudem kann die Hautbeschaffenheit durch mehrmalige kleine Injektionen kontinuierlich verbessert werden.

Ablauf einer Eigenfettbehandlung

Da bei Behandlungen im Gesicht nur sehr kleine Mengen an Eigenfett gebraucht werden, ist eine Entnahme auch bei sehr schlanken Personen möglich. In der Regel wird das Eigenfett an der Hüfte oder dem Bauch entnommen. Eine Narkose ist dafür meist nicht notwendig, allerdings können sowohl der Entnahme- als auch der Injektionsbereich mit einem betäubenden Gel versorgt werden. Auch eine Behandlung unter Dämmerschlaf und Vollnarkose ist möglich.

Das entnommene Eigenfett wird im Anschluss gereinigt und aufbereitet. Mittels kleiner Injektionen spritzt es der Arzt dann unter die Falten. Die Anwachsrate der Fettzellen beträgt rund 80 Prozent, wobei ein übermäßiger Nikotin- und Alkoholgenuss den Erfolg stark mindern können.

Die Faltenbehandlung mit Eigenfett kann jederzeit wiederholt werden. Zum Beispiel kurze Zeit nach der ersten Injektion, um die Anwachsrate zu erhöhen, oder in regelmäßigen Abständen, um das Ergebnis zu erhalten.

Verhalten nach dem Eingriff

Kleine Schwellungen im Injektionsbereich sind keine Seltenheit nach einer Unterspritzung. Sie können ein bis drei Tage anhalten. Schonung und vorsichtiges Kühlen helfen dem Körper bei der Regeneration. Kühlpacks jedoch bitte nie direkt auf die Haut aufbringen. Manche Praxen bieten spezielle Kühlmasken an, die Sie nach dem Eingriff auflegen können. Sobald die kleinen Einstiche abgeheilt sind, sind Saunabesuche, Sonneneinstrahlung und ein leichtes Make-up problemlos möglich.

Vorteile der Faltenbehandlung mit Eigenfett

Die Eigenfett-Behandlung ist sehr gut verträglich, da keine fremden Substanzen injiziert werden. Zudem ist die Heilungsphase sehr kurz, lediglich kleine Schwellungen können kurzzeitig auftreten. In vielen Fällen ist eine Kombination mit einem Vampir-Lifting empfehlenswert, denn das thrombozytenreiche Blutplasma sorgt für eine verbesserte Anwachsrate der Fettzellen im behandelten Areal. So wirkt die Haut erfrischt und Falten werden aufgepolstert, ohne dass die Individualität des Gesichts verloren geht.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (1)


21.04.2018 - 09:41 Uhr

Wer und wo macht diese Behandlung und was kostet...

von Martina F.

... diese? Lg


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