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Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure: Zeichen der Hautalterung sichtbar verringern

Dr. Riedel

von
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© georgerudy - fotolia© georgerudy - fotoliaDie Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure ist ein beliebtes Verfahren, mit dem sich Zeichen der Hautalterung sichtbar verringern lassen. Da sich Hyaluron in der ästhetischen Medizin als Mittel zur Faltenunterspritzung bewährt hat, können Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückblicken. Sie können ihre Patienten insbesondere über Anwendungsmöglichkeiten, Kostenübernahme und Nebenwirkungen aufklären.

Was ist Hyaluronsäure?

Hyaluronsäure ist eine gelartige Substanz, die vom Körper selbst gebildet wird. Sie kommt vor allem in unserer Haut, im Knorpelgewebe und in der Gelenkflüssigkeit vor. Für die ästhetische Medizin ist insbesondere ihre sehr gute wasserbindende Fähigkeit interessant.
Hyaluronsäure wirkt in der Haut als Wasserspeicher und verleiht ihr Fülle und Elastizität. 1 Gramm Hyaluronsäure kann bis zu 6 Liter Wasser binden.

Warum ist die Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure so beliebt?

Da Hyaluronsäure eine körpereigene Substanz ist, treten bei der Behandlung so gut wie nie allergische Reaktionen auf. Neben der guten Verträglichkeit bietet Hyaluronsäure noch weitere Vorteile: Die Substanz hat sich in der ästhetischen Medizin bereits seit vielen Jahren als Mittel zur Faltenunterspritzung bewährt, sodass wir auf einen breiten Erfahrungsschatz zurückblicken können.

Es treten bei fachgerechter Anwendung durch einen ausgebildeten Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie extrem selten Nebenwirkungen auf. Zudem regt Hyaluronsäure die Regenerationsfähigkeit der Haut an.

Welche Hautpartien können mit dem Hyaluronsäure-Filler behandelt werden?

Hyaluronsäure kann verschiedene Zeichen der Hautalterung sichtbar verringern. Vor allem tiefe Falten wie die Nasolabialfalte, die von den Nasenflügeln zu den Mundwinkeln zieht, können mit hochvernetzter Hyaluronsäure unterpolstert werden. Diese Form der Hyaluronsäure besteht aus großen Hyaluronmolekülen, die sich zu einer Gitterstruktur zusammenfinden. So werden tiefe Hautfalten stabil und langanhaltend aufgerichtet und geglättet.

Aber auch kleinere Falten im Gesicht und Knitterfältchen am Dekolleté oder an den Händen können durch die Hyaluron-Injektion im Rahmen der Mesotherapie aufgespritzt werden. Dafür verwenden Behandler u. a. unvernetztes Hyaluron, das in die mittlere Hautschicht eingebracht wird. Diese Form der Hyaluronsäure bildet keine Gitterstruktur, sondern zirkuliert im Gewebe. Nach der Injektion entsteht ein Depot. Die Hyaluronsäure ist diffus in der Haut verteilt. So entsteht ebenfalls ein langanhaltender Effekt. Die Haut wirkt nach der Anwendung wieder frisch und jugendlich. 

Aufwand und Kostenübernahme 

1 Milliliter Hyaluronsäure ist in vielen Fällen ausreichend für eine Anwendung zur Faltenunterspritzung. Für die Mesotherapie benötigt man zwischen 1 und 3 Milliliter Hyaluronsäure. Die Menge für ein Liquid-Lifting mittels Hyaluronsäure beträgt zwischen 1 und 4 Milliliter Hyaluronsäure. Die Kosten dafür werden in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen.

Nebenwirkungen von Hyaluronsäure

Hyaluronsäure ist generell sehr gut verträglich. Da die Substanz natürlicherweise im menschlichen Körper vorkommt, sind Nebenwirkungen weitgehend ausgeschlossen. Dennoch sollte nur ein ausgebildeter Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie die Injektion durchführen. Dadurch können Sie Komplikationen vermeiden, die durch unsachgemäße Anwendung entstehen können. In seltenen Fällen kann es zu Hautreizungen und leichten Rötungen an den behandelten Hautpartien kommen.

Haltbarkeit: Wie lange hält die Wirkung der Hyaluronsäure an?

Als körpereigene Substanz wird Hyaluronsäure allmählich vom Körper abgebaut. Die Wirkung der Faltenbehandlung mit Hyaluron hält daher maximal ca. 12 Monate an. Danach lässt der straffende Effekt allmählich nach. Für ein dauerhaftes Ergebnis sollte die Hyaluron-Injektion rechtzeitig aufgefrischt werden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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