Fettabsaugung an der Hüfte: Ablauf, Schwellung & Risiken

Eine Fettabsaugung sollte nur von einem erfahrenen plastischen Chirurgen durchgeführt werden (© Koeller-Bratz )

Bevor Sie sich für eine Fettabsaugung entscheiden, sollten Sie sich bewusst werden, was Sie von dem Eingriff erwarten. In der Regel geschieht er aus ästhetischen Gründen und soll die Lebensqualität des Patienten verbessern. Wichtig ist, dass Sie Ihre Erwartungen im Vorfeld mit Ihrem Plastischen Chirurgen individuell besprechen und alle Optionen, die Ihnen zur Auswahl stehen, durchgehen. Eventuell gibt es auch Alternativen für Sie.

Eine Fettabsaugung ist beispielsweise die falsche Behandlungsmethode, wenn Sie das Ziel haben, Übergewicht zu reduzieren. Die Fettabsaugung hat die Intention, eine neue, ebenmäßige Kontur zu schaffen, indem der Chirurg mit großem Feingefühl ertastet, welches Fettgewebe entfernt werden darf und welches erhalten bleiben soll.


Wie ist der Ablauf der Behandlung und worauf muss ich danach achten?

Eine Fettabsaugung wird im Regelfall ambulant durchgeführt. Bei einem Eingriff an der Hüftregion bedarf es lediglich einer lokalen Betäubung. Je nach Wunsch des Patienten, der eventuell nichts von der Operation mitbekommen möchte, kann der Eingriff auch in Kombination mit einem Dämmerschlaf oder in Vollnarkose durchgeführt werden.

Um die Modellierung der Körperstellen ausgiebig zu planen, markiert der Chirurg vor der Operation die Fettpolster mit einem Stift auf dem Körper des Patienten.

Durch Kompressionskleidung können die Ergebnisse verbessert und Nebenwirkungen eingeschränkt werden (© tibanna79)
Die gängigste Technik der Fettabsaugung basiert auf einer Flüssigkeitsinjektion. Dafür wird ein kleiner Hautschnitt von 0,5 bis 1 cm an unterschiedlichen Stellen der zu operierenden Region, z.B. am Bauchnabel, vorgenommen. Bevor Kanülen zum Absaugen der Fettzellen eingeführt werden, erhält der Patient eine Injektion. Sie besteht in der Regel aus Kochsalzlösung, einem örtlichen Betäubungsmittel und Adrenalin zur Gefäßverengung und erleichtert das Absaugen.

Darüber hinaus beugt sie Blutergüssen und hohen Blutverlusten vor. Durch den Schnitt wird als nächstes eine Kanüle, die an eine Vakuumpumpe angeschlossen ist, unter die Haut eingeführt. Ziel ist es, die sogenannten Fettträubchen der Unterhautfettzellen mit einem Unterdruck herauszusaugen.

Je nach Behandlungsregion und Anzahl der Fettpolster dauert eine Fettabsaugung zwischen 20 Minuten und zwei Stunden. Nach dem Eingriff wird der Schnitt in der Haut genäht oder verklebt. Die Verlegung einer Drainage ist auch möglich, in der Regel aber nicht erforderlich. Das entfernte Fett kann auch steril aufgefangen und zur Eigenfettinjektion fachgerecht aufgearbeitet werden. So kann die Fettabsaugung mit einer Eigenfett-Behandlung kombiniert werden.

Nach der Operation müssen für vier bis sechs Wochen durchgehend Miederhosen, Stützstrümpfe oder Bandagen getragen werden, um ein gutes Ergebnis zu gewährleisten. In jedem Fall sollte eine Kontrolluntersuchung nach einer Woche angesetzt werden.

Mit welchen Nebenwirkungen muss ich nach dem Eingriff rechnen?

Direkt nach dem Eingriff treten in der Regel leichte Schmerzen und Blutergüsse auf, die sich innerhalb von einigen Tagen bis mehreren Wochen zurückbilden sollten. Nach der Fettabsaugung sind die Wundgebiete geschwollen, was auf das Einbringen der Infiltrationslösung zurückzuführen ist. Die Patienten können der Hautschwellung durch Kompressionskleidung, konsequentes Kühlen der Wundgebiete, Schonung und durch das Einnehmen von Ibuprofen an den ersten Tagen entgegenwirken.

Grundsätzlich zählt die Fettabsaugung zu den Risikoarmen Eingriffen (© vladimirfloyd - fotolia)
Die Schwellung erreicht, sofern der Patient den Anweisungen des Arztes folgt, ihren Höhepunkt nach ca. drei bis vier Tagen und ist danach wieder rückläufig. Der Großteil der Schwellung ist nach ca. 14 Tagen zurückgegangen. Danach besteht häufig noch etwas Restschwellung, bis das endgültige Ergebnis nach ca. drei Monaten erreicht ist.

Narben können von den Hautschnitten entstehen, sollten aber im Laufe der Zeit verblassen und kaum noch sichtbar sein.


Welche Erfolgschancen und Risiken sind mit dem Eingriff verbunden?

Eine Fettabsaugung birgt auch immer Risiken. Es können Beschwerden wie Schwellungen, blaue Flecke, Dellen- und Knubbelbildung, Konturenunregelmäßigkeiten, Verschlechterung bestehender Cellulite, Asymmetrie und ein Taubheitsgefühl auftreten. Bei einer Fettabsaugung im Bauchbereich können auch innere Organe verletzt werden. Diese Gefahr besteht an der Hüfte nicht.

Im Vergleich zu anderen ästhetischen Eingriffen sind die Risiken jedoch gering, solange die Operation von einem qualifizierten, erfahrenen Plastischen Chirurgen durchgeführt wird. In der Regel lässt sich das endgültige Operationsergebnis erst nach drei bis neun Monaten feststellen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (3)

Ani, 15.10.2020 - 16:58 Uhr

Habe vor 3 Wochen Fettabsaugung gehabt am Bauch und Hüfte. Bauch sieht ganz ok aus aber die Hüfte wird nicht weniger, sieht wie vorher aus. Die linke Seite ist sogar mehr als die rechte .. habe meiner Op Ärztin gefragt ob das normal ist, sie meinte ja ich muss Geduld haben, aber die Seiten sind total unterschiedlich ... was soll ich denn jetzt machen ? Lg

Gülistan A., 24.08.2019 - 08:41 Uhr

Ich möchte bei mir Fett absaugen in Hüfte, was wird mich das Kosten?

Klaudija D., 07.07.2019 - 20:59 Uhr

Hallo.... Meine Fettabsaugung mit Fetttransfer in Po ist jetzt 5 Wochen her, am Bauch sind Unebenheiten vorallem am Unterbauch, und die Hüften sind nicht gleich, also links ist bisschen mehr wie rechts, das macht mir sorgen, ist das noch zu früh was zu sagen? Hab ich unnötig Angst? Und wann dürfte ich wieder Jeanshosen tragen, wegen der BBL? Vielen Dank im voraus

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