Hautstraffung ohne OP - Möglichkeiten und Grenzen

Beim Fadenlifting werden Fäden verwendet, die zu 100 % resorbierbar sind. (© shvili - iStock_1411129801842)

Bereits etwa ab dem 25. Lebensjahr lässt die körpereigene Produktion von Hyaluron und Kollagen nach: Die natürlichen Fettdepots (vor allem im oberen Wangen- und Jochbeinbereich), die unserem Gesicht jugendliche Prallheit und Frische geben, werden zunehmend abgebaut. Hinzu kommt, dass die Haut nicht mehr so straff ist wie in jungen Jahren. Die ehemals jugendliche v-förmige Gesichtsform wandelt sich allmählich zu einer A-Form um, bei der sich die (lockere) Fülle auf den unteren Gesichtsbereich verlagert. Es entstehen Hängebäckchen, ein Truthahnhals sowie Halsringe.


Behandlungsmethoden

Mit stark vernetzter Hyaluronsäure kann die verlorengegangene Fülle des Mittelgesichts - und damit die V-Form - wiederhergestellt werden. Meist führt diese Behandlung zu einem Liftingeffekt des Untergesichts, hat aber auf die verlorengegangene Elastizität des Gewebes in diesem Bereich keinen Einfluss.

Um die Elastizität der Haut und der darunterliegenden Gewebe zu verbessern, kann die körpereigene Kollagenproduktion mittels innovativer Behandlungsverfahren wieder angeregt werden. Durch Neubildung von Kollagen gewinnt die Haut wieder an Straffheit, Festigkeit und Elastizität. Die Kinnlinie tritt wieder deutlicher hervor, der Halsbereich wird straffer, Falten werden reduziert.

Bis vor wenigen Jahren war die Operation das Mittel der Wahl, um das Untergesicht und den Hals zu straffen. Neue Verfahren, die die Kollagenproduktion anregen sollen, wie z.B. das Fadenlifting oder auch die Radiofrequenztherapie können heutzutage - rechtszeitig eingesetzt - eine deutliche Straffung und Verbesserung der Hautbeschaffenheit erreichen.


Das Fadenlifting

Beim Fadenlifting werden die zu 100% resorbierbaren Fäden mit Hilfe einer sehr dünnen Führungskanüle unter die Haut eingebracht. Die Fäden bilden ein stabiles Netzwerk, das durch die Zugspannung der Fäden die Hautstruktur im behandelten Areal wieder deutlich sichtbar und dabei natürlich aussehend strafft.

Die biokompatiblen, vollständig resorbierbaren Fäden aus Polydioxanon (PDO) werden seit Jahrzehnten weltweit als chirurgisches Nahtmaterial bei Operationen eingesetzt und regen die Neubildung von Bindegewebe und den Wiederaufbau des Kollagen-Stützgerüstes an.

Ab dem 25. Lebensjahr verliert unser Gesicht an jugendlicher Frische. (© ValuaVitaly_iStock)

Die Radiofrequenztherapie

Ein weiteres Verfahren zur Kollagenstimulation stellt die Radiofrequenzbehandlung, die wahlweise nicht-invasiv oder auch als Radiofrequenz-Needling zu Anwendung kommen kann, dar. Diese neuartige Behandlungsform macht sich alle positiven Effekte der Wundheilung, mit Verdickung von Dermis und Epidermis (Ober- und Unterhaut) zu Nutze.

Zusätzlich zum Lifting-Effekt können mit diesem Verfahren Falten reduziert, Poren verkleinert und das Strahlen der Haut wiederhergestellt werden. Zur Ergebnisoptimierung und zur Förderung der Regeneration kann die Radiofrequenzbehandlung mit einer PRP-Behandlung kombiniert werden. 

PRP (plättchenreiches Plasma) wird aus Patientenblut gewonnen und fördert durch die in einem speziellen Verfahren gewonnene hohe Konzentration an Blutplättchen, Wachstumsfaktoren sowie Proteinen den Regenerationsprozess der Haut auf ganz natürliche Weise.

Die Kollagenproduktion dauert in der Regel zwischen 3 und 6 Monaten. Das Endergebnis ist - sowohl beim Fadenlifting als auch bei der Radiofrequenztherapie - nach diesem Zeitraum sichtbar.

Bei einem weit fortgeschrittenen Elastizitätsverlust mit großem Hautüberschuss können operative Techniken Abhilfe verschaffen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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