Krähenfüße: Vor & Nachteile neuer Behandlungsmethoden

Dr. Nabavi

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© NabaviWelche Behandlungsmöglichkeiten bieten sich bei Krähenfüßen an? (© Nabavi)Die Augenpartie zeigt schon früh erste Anzeichen der Hautalterung, da die Haut in diesem Bereich bis zu 40 % dünner ist als im restlichen Gesicht.

Kein Wunder also, dass gerade hier Umwelteinflüsse wie Sonnenschäden und hormonelle Veränderungen beim Blick in den Spiegel früh sichtbar werden und man schnell müde und abgeschlagen wirkt.

Wie entstehen Krähenfüße?

Wir blinzeln unbewusst durchschnittlich 15 bis 20 Mal pro Minute. Dadurch ist die Muskulatur rund um die Augen fast permanent in Bewegung. Durch Emotionen wie Lachen und Weinen wird die Muskelaktivität noch verstärkt.

Wenn wir altern, verliert die Haut durch die reduzierte Bildung von Kollagen und Elastin an Spannkraft und ist nicht mehr so prall. Dadurch führt jede Bewegung unweigerlich irgendwann zur Bildung feiner Linien. Unbehandelt entstehen schnell tiefere Fältchen.

Was hilft?

Bisher wurde die Muskelaktivität klassischerweise durch Injektionen mit Botulinumpräparaten reduziert. Dadurch konnten die Gesichtsmuskeln um die Augenpartie nicht mehr so intensiv angespannt werden und entsprechend weniger Falten entstanden.

Zusätzlich wurden tiefere Fältchen mit einem Hyaluronsäurepräparat unterfüttert. Das führte bei nicht sachgemäßer Anwendung allerdings schnell zu einer veränderten Mimik und entsprechend unnatürlichem Gesichtsausdruck.

Mittlerweile haben sich andere, schonende Behandlungsmethoden etabliert, die ein natürliches Ergebnis liefern. Insbesondere in Kombination miteinander sind sie sehr effektiv.

1. Mikrofokussierter Ultraschall

Durch gebündelte Ultraschallenergie werden körpereigene Reparaturmechanismen aktiviert, um neues Kollagen zu bilden. Die Haut wird dichter und die Spannkraft nimmt zu.

Vorteil:

  • kurze Behandlungsdauer von ca. 15 min
  • nur eine Behandlung erforderlich
  • rein äußerliche Behandlung mit einem Ultraschall-Handstück
  • keine Ausfallzeiten
  • die Hautoberfläche wird nicht beschädigt
  • Wiederholung ja nach Bedarf nach 18 bis 24 Monaten

Nachteil:

  • Ergebnisse erst zeitverzögert nach mehreren Wochen sichtbar

2. Radiofrequenz

Durch Erwärmung mit temperaturgesteuerter Radiofrequenzenergie wird die Kollagenproduktion angeregt. Anschließend ist die Haut manchmal für wenige Stunden leicht gerötet und geschwollen, was durch Makeup abgedeckt werden kann.

Vorteil:

  • sanfte Therapie ohne Ausfallzeiten
  • kurze Behandlungsdauer von ca. 15 min
  • rein äußerliche Behandlung mit einem Handstück

Nachteil:

  • 3 bis 6 Behandlungen im Abstand von 2 bis 4 Wochen erforderlich
  • später Wiederholung je nach Bedarf und Voranschreiten der Hautalterung

3. Microchannelling-Verfahren

Ein individuell auf den Patienten abgestimmter Cocktail aus hochverdünntem (Mikro-)Botulinum, Hyaluronsäure und Eigenblut (PRP, Platelet Rich Plasma) wird mit einem Stempel mit kleinen Mikrokanälen direkt in die Hautoberfläche eingebracht und glättet das Hautbild.

Vorteil:

  • Ergebnisse schnell sichtbar
  • Wiederholung nach 3 bis 6 Monaten

Nachteil:

  • kein Waschen der behandelten Areale für mind. 4 Stunden
  • kein Abdecken der leichten Rötung durch die Mikroeinstiche für mind. 4 Stunden

Fazit

Da die Hautalterung nicht gänzlich aufgehalten werden kann, ist mit keinem Verfahren ein dauerhaftes Ergebnis möglich. Je nach Behandlungsverfahren und persönlichem Lebensstil (Umwelteinflüsse, Rauchen, Bildung freier Radikale durch Stressoren) können die Ergebnisse allerdings über mehrere Jahre erhalten bleiben.

Wichtig ist vor allem, kein komplett glattes Erscheinungsbild anzustreben. Denn zu einer schönen, sympathischen und freundlichen Ausstrahlung tragen feine Lachfältchen als Ausdruck unserer Emotionen wesentlich bei.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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