Krähenfüße auffüllen: Diese Filler machen's möglich

Dr. Koeller-Bratz

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© contrastwerkstatt - fotoliaKrähenfüße an den Augen können mit verschiedenen Methoden beseitigt werden (© contrastwerkstatt - fotolia)Schwerkraft, Mimik und Feuchtigkeitsverlust ziehen einer glatten Haut im Alter meistens einen Strich durch die Rechnung.

Seitlich der Augen bilden sich Mimikfalten, die auch Lachfalten oder Krähenfüße genannt werden. Sie sind ein ganz normales Zeichen der Alterung, doch viele Patienten stören sich daran, wenn diese Falten zu tief werden oder zu viele auftreten. Dann gibt es drei Möglichkeiten: eine Botulinumtoxin-Behandlung, eine Faltenglättung von außen und eine Auffüllung der Falten von innen durch sogenannte Filler-Materialien.

Bei allen Methoden handelt es sich um schnelle Behandlungen, die problemlos öfter durchgeführt werden können. Sie lassen sich bei tiefen Falten gut miteinander kombinieren.


Welche Ursachen haben Krähenfüße?

Hauptgründe für die Entstehung sind eine lebhafte Mimik, die mit zunehmendem Alter weniger elastische Haut, übermäßige Sonneneinstrahlung und eine genetische Veranlagung. 

Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Um sich für die richtige Behandlungsmethode zu entscheiden und eventuelle Unverträglichkeiten auszuschließen, ist ein Beratungsgespräch bei einem Plastischen Chirurgen sinnvoll. Bei leichten Falten reicht oftmals eine Behandlung mit Botox, bei tieferen Falten ist eine Behandlung mit Filler-Material am sinnvollsten.

Im Prinzip verläuft die Fillerbehandlung unabhängig vom Material immer gleich. Die Falten werden durch das gespritzte Filler-Material unterfüttert und somit angehoben, sodass die Haut im Gesicht vorerst geglättet wird. Weil sie verträglicher sind, werden in der Regel abbaubare Stoffe verwendet, die auch im Körper vorkommen. So lassen sich Risiken ausschließen. 

© Koeller-Bratz Lassen Sie sich vor dem Eingriff umfangreich beraten, sodass Komplikationen wie Allergien ausgeschlossen werden können (© Koeller-Bratz )Zu den Filler-Stoffen gehören z.B. Hyaluronsäure und Eigenfett. Der Nachteil ist, dass sie vom Körper abgebaut werden können, wodurch die Faltenauffüllung nur temporär möglich ist. Um ein gleichbleibendes Ergebnis zu gewährleisten, muss öfter nachgespritzt werden.

Auch Mesotherapien und Skinbooster-Behandlungen eignen sich für die Krähenfüße. Sie regen den Körper zusätzlich an, die Kollagenproduktion zu verstärken.

Permanente Filler bieten ein schwer zu kalkulierendes Gesundheitsrisiko, da eventuelle Spätfolgen durch eine weitere Gewebeänderung nicht abzusehen sind. Daher raten seriöse Plastische Chirurgen meist von der Verwendung solcher Stoffe ab.


Wie verläuft der Eingriff und welche Komplikationen kann es geben?

Die Behandlung mit Hyaluronsäure dauert nur wenige Minuten. Vorher wird meist eine leichte Betäubungscreme auftragen. Nur bei der Auffüllung mit Eigenfett empfiehlt es sich, die Entnahmestelle zu betäuben.

Nach der Behandlung wird das Gewebe noch einige Minuten gekühlt, um eventuellen Schwellungen und Rötungen vorzubeugen. Eine stationäre Behandlung ist nicht notwendig. Der Patient kann unmittelbar nach dem Eingriff nach Hause gehen.

Die Behandlung sollte auf jeden Fall ein erfahrener Facharzt durchführen, auch um sicherzustellen, dass geprüfte Präparate zur Anwendung kommen. Durch das Vorabgespräch können allergische Reaktionen größtenteils ausgeschlossen werden. Dennoch können einige Nebenwirkungen auftreten.

Dazu zählen Hautrötungen, Schwellungen, Juckreiz und Verfärbungen, die allerdings nach ein bis zwei Tagen abklingen. In seltenen Fällen kann es auch zu schwerwiegenden Komplikationen wie z.B. Fieber und Lymphknotenschwellungen kommen.


Wie verhalte ich mich nach dem Eingriff?

Lediglich Sonne und Solarium sollten für mindesten eine Woche gemieden werden, ansonsten gibt es keine Einschränkungen. Bereits unmittelbar nach der Behandlung ist die Gesellschafts- und Arbeitsfähigkeit gegeben. Nur bei der Behandlung mit Eigenfett können mögliche Schwellungen mehrere Tage anhalten.

Um ein konstantes, gleichbleibendes Ergebnis zu erzielen, sollte die Behandlung regelmäßig, etwa alle vier bis acht Monate wiederholt werden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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