Lippenunterspritzung/- modellierung: Ablauf, Nebenwirkungen & Nachbehandlung

Welche Materialien kommen bei einer Lippenmodellierung zum Einsatz? (© chesterF - Adobe Stock)

Wohlgeformte und volle Lippen sind ein Symbol für Attraktivität, Schönheit und Jugendlichkeit. Die Mundpartie ist neben dem Augen- und Nasenbereich der zentrale Ankerpunkt im Gesicht. In diesem Sinne zieht sie in ganz besonderem Maße die Aufmerksamkeit auf sich.

Welche Ziele können mit einer Lippenmodellierung erreicht werden?

Es kann der Wunsch entstehen, die Lippen modellieren lassen zu wollen, um ein harmonisches und positiv ausstrahlendes Gesamtbild zu erreichen, welches sich ästhetisch ansprechend in das Gesamtbild des Gesichtes einfügt.

Die Zielsetzungen reichen dabei von der klassischen Vergrößerung des Lippenvolumens (Lippen auffüllen) über Form- und Konturbetonungen („Lippenherz“ in der Oberlippenmitte, „Amorbogen“ am Randbereich) bis hin zu Kombinationsbehandlungen. Seriöse Praxen distanzieren sich von unnatürlichen Behandlungszielen bzw. -wünschen wie übergroße Lippen („Schlauchbootlippen“, „Lippen aufspritzen“), die nicht zum ästhetischen Gesamtbild passen, und lehnen derartige Behandlungen in der Regel ab.

Natürlich erscheinende, attraktive Lippen sind im Rahmen der Behandlung das oberste Ziel.


So läuft die Behandlung ab

Zunächst werden in einem persönlichen Beratungsgespräch Wünsche und Vorstellungen sowie Therapiemöglichkeiten und Grenzen besprochen. Eine etablierte, schonende und vor allem sichere Methode der Lippenkorrektur ist dabei die Unterspritzung mit Hyaluronsäure.

Dabei handelt es sich um eine natürliche, in vielen Körperbereichen vorkommende Substanz, die sich z. B. in Gelenken und insbesondere der Haut wiederfindet. Daher kann sie optimal in die Haut eingegeben werden. Dabei werden oft modernste nicht tierische Hyalurongele verwendet, welche hervorragend verträglich sind, sich sehr gut verteilen und individuell dosieren lassen.

Die Behandlung selbst ist nahezu schmerzfrei. Zu diesem Zweck wird vor der Therapie eine betäubende Creme auf Ober- und Unterlippe aufgetragen. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, mit einer kleinen Injektion – ähnlich wie beim Zahnarzt – Ober- und Unterlippe zu betäuben.


Wie lange hält der Effekt?

Der Effekt hält in der Regel über sechs bis zwölf Monate an, da es sich um sogenannte quervernetzte Hyaluronsäuren handelt. Sie bauen sich auf natürlichem Wege sehr langsam wieder ab. Eine Wiederholung ist möglich.


Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Die Behandlung selbst ist nahezu schmerzfrei. Im persönlichen Vorabgespräch wird geklärt, ob Lokalanästhetika (vergleichbar mit der Spritze beim Zahnarzt) verwendet werden können oder ob sonstige Unverträglichkeiten oder Allergien bekannt sind. Auch müssen Grunderkrankungen wie zum Beispiel Blutgerinnungsstörungen ausgeschlossen sein.

Direkt im Anschluss an die Behandlung kann die Lippe geschwollen sein. Denkbar sind auch kleine Blutergüsse, sie sind allerdings sehr selten.

Bei Neigung zu Herpeserkrankungen muss eine Prophylaxe in Form von Tabletten erfolgen. Bei einem akuten Herpes oder einer entzündeten Lippe darf nicht behandelt werden. Direkt im Anschluss an die Behandlung werden die Lippen gekühlt. In der Summe wird die Behandlung in der Regel sehr gut vertragen.


Das passiert nach der Behandlung

Grundsätzlich bleiben Sie zu jedem Zeitpunkt gesellschaftsfähig. Da es wie oben bereits genannt zu einer Schwellung der Lippen kommen kann, empfiehlt es sich, direkt nach der Behandlung zu kühlen.

In den allermeisten Fällen können Sie auch nach kurzer Zeit wieder Lippenstift bzw. Make-up auftragen. Sauna-, Solarium- oder Schwimmbadbesuche sollten einige Tage vermieden werden. Ausfallzeiten entstehen in der Regel nicht.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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