Mesobotox: Die sanfte Alternative zu Botox?

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© Gennadiy Poznyakov - fotoliaBei der Mesobotox-Behandlung wird eine Mesoliftmischung mit kleinsten Mengen Botulinumtoxin vermischt und in die Haut am Ort des Muskelzuges injiziert. (© Gennadiy Poznyakov - fotolia)Wenn Sie den Begriff Mesobotox bei Ihrer Recherche im Netz in die Suchmaschine eingeben, finden Sie drei unterschiedliche Verfahren – wir erklären die Unterschiede.

Die Anwendungsgebiete des Mesobotox- und Botox-Verfahren sind gleich: Beide helfen, Mimikfalten zu glätten, indem sie ein Zusammenziehen und Anspannen der Gesichtsmuskulatur verhindern. Der Unterschied zu einer klassischen Botox-Behandlung liegt in der milden, eher flüchigen Muskelentspannung beim Mesobotox.

Mesobotox 1

Botox ist ein verschreibungspflichtiges Medikament, also ausschließlich für Ärzte zugelassen. Es wird zu Entspannung der Muskulatur verwendet und bei der Behandlung in die Muskulatur gespritzt, um diesen Effekt zu erreichen. Unter dem Begriff Mesobotox verstehen Ärzte eine sogenannte "sanfte Botox-Behandlung". Der Wirkstoff Botulinum wird in einer niedrigeren Konzentration als üblich angemischt und nicht in die Muskulatur, sondern oberflächlich in die Haut injiziert, wie bei einer Mesotherapie.

Mesobotox 2

Diese Variante ist eine Kombination der Wirkstoffe. Der Arzt stellt einen eigens auf den Patienten abgestimmten Wirkstoff-Cocktail aus kleinsten Mengen von Botulinum, Hyaluronsäure, ausgesuchten Vitaminen und Antioxidantien zusammen und injiziert diesen mittels einer Mikronadel. Das erfolgt nicht wie bei der klassischen Botox-Behandlung in einen bestimmten Muskel, sondern in das umliegende Hautareal. Dieses Vorgehen sorgt für ein ebenmäßigeres, glattes Gesamtbild der Haut.

Mesobotox 3

Diese Mesobotox-Variante ist das sogenannte "Heilpraktiker-Botox", auch "Botox-Ersatz" genannt. Dabei wird kein rezeptpflichtiges Medikament verabreicht. Denn ein Heilpraktiker ist weder zum Bezug noch zur Abgabe verschreibungspflichtiger Arzneimittel wie Botox berechtigt.

Der flüssige Wirkstoff ist eine Mischung aus Polypeptiden. Die synergetischen Peptidverbindungen (Aminosäuren) hemmen die Muskelkontraktion, ähnlich wie Botulinum. Die Wirkung ist allerdings viel milder ausgeprägt.

Pro Anwendung werden ca. 3-5 ml des Wirkstoffs benötigt, also eine Ampulle. Sie kann mit den Fingern in die Haut einmassiert werden oder um eine noch bessere Wirkung zu erreichen mit einem Gerät, auch dem Needling Roller, eingearbeitet werden. Da es sich um ein Medizinprodukt Klasse III handelt, ist der Wirkstoff ebenfalls für Injektionen zugelassen und kann mit einer dünnen Nadel in die Haut gespritzt werden.

Empfohlen wird eine Behandlung pro Woche über einen Zeitraum von 4-6 Wochen. Auffrischungen erfolgen zudem wie beim "echten" Botox nach 4-6 Monaten.

Kontraindikationen

Die Kontraindikationen sind für alle ästhetischen Behandlungen gleichermaßen zu beachten:

Risiken und Nebenwirkungen sind sehr gering, es könnten:

  • oberflächliche blauen Flecken / Hämatome und
  • Schwellungen

auftreten.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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