Methoden zur Augenlidstraffung mit OP, Filler & Botox: Welche ist für mich die richtige?

Welche Möglichkeiten bestehen für ästhetische Behandlungen im Augenbereich? (© benik.at - fotolia)

Patienten, die sich für eine ästhetische Lidkorrektur entscheiden, wünschen sich meist eine dezente Verjüngung der Augenpartie – ohne müde Lider, dunkle Augenringe oder Krähenfüße.

Doch welches Verfahren ist das richtige, um den Augen neue Strahlkraft zu verleihen, den Blick zu öffnen und störende Fältchen zu glätten?

Vielfältige Möglichkeiten für natürlich schöne und langanhaltende Ergebnisse

Im Bereich der Augenpartie bietet die ästhetische und plastische Chirurgie eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten:

  • Oberlidstraffung, die überschüssiges, schlaffes Gewebe zwischen Brauen und Lidfalte nachhaltig entfernt; ggf. wird auch die Brauenpartie angehoben.
  • Schlupflid-Korrektur, die das zuvor verdeckte Oberlid sichtbar macht und das Auge optisch öffnet.
  • Unterlidstraffung, die Tränensäcke entfernt und Lidfalten reduziert.
  • Reduzierung von Krähenfüßen durch ein seitliches Brauen- und/oder Schläfenlifting.

Eine besondere Herausforderung sind Revisionsoperationen bei voroperierten Lidern wie auch Korrekturen angeborener und erworbener Formveränderungen des Augenlids (bspw. Lid-Ptosis oder Rekonstruktion nach Hautkrebs, Lidhaut-Tumoren oder Unfällen).

  • Pro: Ein erfahrener, auf Behandlungen des Gesichts spezialisierter Chirurg kann mit einer Oberlid-OP wie auch mit einem Brauen- bzw. Schläfenlifting eine effektive und langanhaltende Straffung erzielen. Die Ergebnisse sind gut planbar, die Schnittlinien können nahezu unsichtbar positioniert werden und die OP-Risiken sind im Allgemeinen sehr gering.
  • Contra: Es handelt sich um ein invasives Verfahren mit OP und zweitem Termin zum Fädenziehen. Gesellschaftsfähig sind Sie in der Regel sieben bis zehn Tage nach der OP. Die operative Unterlidstraffung ist aufgrund des höheren Komplikationsrisikos nicht uneingeschränkt empfehlenswert. Hier wären – je nach individuellen Voraussetzungen – nichtoperative Verfahren vorzuziehen.

Botox-Behandlung zur Reduktion von Krähenfüßen für sofortige Ergebnisse

Die Behandlung mit Botulinumtoxin A ermöglicht eine temporäre Glättung von Mimikfalten durch die punktgenaue Stilllegung des verantwortlichen Muskels. Der Behandlungserfolg hängt hier vor allem von der individuell abgestimmten Planung von Anzahl und Platzierungsort der Injektionen wie auch der präzisen Dosierung des Wirkstoffs ab.

Die Botox-Behandlung eignet sich gut für sogenannte Krähenfüße, die sich vom äußeren Augenwinkel zur Schläfe ziehen und sich durch das stete Mienenspiel immer tiefer in die dünne Haut der Augenpartie eingraben.

  • Pro: Minimalinvasives Verfahren, das bei fachkundiger Durchführung eine sichtbare Glättung unter Wahrung Ihrer persönlichen Mimik erreichen kann.
  • Contra: Für einen anhaltenden Effekt muss die Botox-Behandlung regelmäßig wiederholt werden. Bei mangelnder Qualifikation und/oder Erfahrung des Behandlers riskieren Sie maskenhafte, wenig natürlich wirkende Resultate und ggf. weitere Komplikationen.

Filler eignen sich vor allem, um gezielt Falten zu unterspritzen. (© Robert Kneschke - fotolia)
Augenlidstraffung durch Unterspritzung mit Fillern 

Filler wie Hyaluronsäure, Kollagen oder Eigenfett werden zur Faltenbehandlung genutzt – von der Glättung feiner Knitterfältchen bis hin zur Aufpolsterung tieferer Falten. Zum anderen werden sie eingesetzt, um den Unterlidbereich zu modellieren, insbesondere um Augenringe und Tränensäcke zu reduzieren.

  • Pro: Minimalinvasives Verfahren, das eine sichtliche Reduktion von Krähenfüßen ermöglicht. Das Ergebnis ist sofort sichtbar.
  • Contra: Um ein anhaltendes Ergebnis zu erzielen, müssen die Filler regelmäßig nachgespritzt werden. Wenn Filler im sensiblen Unterlid-Bereich verwendet werden, besteht ein erhöhtes Komplikationsrisiko.

So funktionieren Laserbehandlung und das Thermage-Verfahren

Sowohl die Laser-Behandlung wie auch das Thermage-Verfahren dienen dazu, die natürliche Hauterneuerung anzuregen und auf diese Weise Fältchen zu reduzieren.

  • Pro: Beide Verfahren sind minimalinvasiv. Sie ermöglichen es, die Haut mit Hilfe körpereigener Regenerationsprozesse sanft zu verjüngern.
  • Contra: Die Resultate sind erst nach drei bis vier Wochen (Laser) bzw. mehreren Monaten (Thermage) sichtbar. Des Weiteren verschorft die Haut bei der Laserbehandlung zunehmend. Der Straffungseffekt ist bei beiden Verfahren deutlich geringer als bei einer OP.

Fazit

Ihr Gesicht und Ihre Wünsche zur Verjüngung der Augenpartie sind höchst individuell und so kann es auch keine pauschale Empfehlung für dieses oder jenes Verfahren geben. Ob Erst- oder Wiederholungsbehandlung, lassen Sie sich kompetent und persönlich beraten.

Ein erfahrener Facharzt für ästhetische Chirurgie wird Ihre Wünsche erfragen und nach eingehender Untersuchung eine individuelle Empfehlung aussprechen, um eine harmonische und dezent verjüngte Gesamtwirkung des Gesichts zu erreichen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

Wie hilfreich fanden Sie diesen Artikel? 1

Kommentar abgeben oder Rückfrage stellen:

Kommentare (0)

Interessante Artikel zum Thema

Sie suchen einen passenden Arzt für Ihre Symptome?