Schamlippe verkleinern: ambulant oder stationär?

Dr. Koeller-Bratz

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© vladimirfloydViele Frauen sind mit dem Aussehen ihres Intimbereichs nicht zufrieden - Mit einer OP kann das Selbstwertgefühl wieder gesteigert werden (© vladimirfloyd)Aus der Umfrage "International Vaginal Dialogue Survey" ging hervor, dass 60 % der Frauen mit dem Aussehen ihres Intimbereiches teilweise unzufrieden sind. Daraus wird deutlich, dass Korrekturen im Intimbereich kein Tabu-Thema mehr sein sollten. Das Wohlbefinden kann bereits durch kleine Eingriffe gefördert werden.

Bei der Schamlippenverkleinerung wird zwischen der Verringerung der äußeren großen und der inneren kleinen Schamlippen unterschieden. In seltenen Fällen werden sowohl die äußeren als auch die inneren Schamlippen verkleinert.


Wann ist eine stationäre Behandlung sinnvoll, wann reicht eine ambulante Versorgung aus?

Der Eingriff wird in der Regel ambulant durchgeführt. Eine örtliche Betäubung reicht meist aus, da der Eingriff nur einige Minuten dauert. Im Anschluss an die Operation werden die Patientinnen noch einige Zeit ärztlich überwacht, bevor sie nach Hause entlassen werden.

Die Schamlippen sind sehr gut durchblutet, weshalb der Wundheilungsprozess in der Regel nach rund einer Woche abgeschlossen ist. Dann können auch schon die Fäden entfernt werden.

Nur in wenigen Fällen ist ein stationärer Aufenthalt sinnvoll, beispielsweise, wenn die Patientin eine weite Anfahrt hat, viele Treppen steigen muss oder eine Vollnarkose gewünscht oder notwendig ist. Patientinnen mit einer schwerwiegenden Erkrankung wird in der Regel eine Vollnarkose empfohlen.


Vor- und Nachteile der ambulanten Behandlung

Der größte Vorteil einer ambulanten Behandlung ist, dass Patientinnen sich in einer Umgebung erholen können, die sie gewohnt sind und in der sie sich wohl fühlen. Das alleine fördert den Genesungsprozess schon ungemein. Moderne Operationstechniken und sanfte Narkoseverfahren belasten den Körper heute viel weniger, als es noch vor ein paar Jahren der Fall war. Daher ist es oft gar nicht nötig, stationär aufgenommen zu werden.

Doch sobald medizinische Gründe für eine stationäre Behandlung vorliegen oder eine intensive ärztliche Überwachung erforderlich ist, wird sich ein Arzt dafür entscheiden, den Patienten noch für mindestens eine Nacht zu beobachten. Im persönlichen Beratungsgespräch wird der Arzt jede Möglichkeit mit Ihnen besprechen.


Ablauf & Risiken

Zunächst wird eine betäubende Salbe aufgetragen, um die örtliche Betäubungsspritze angenehmer zu machen. Nach der Betäubungsspritze entfernt der Chirurg das überschüssige Schamlippengewebe. Nach der Entfernung wird die Wunde sorgfältig zusammengenäht, damit keine auffälligen Narben entstehen.

Wie bei jeder Operation gibt es auch bei der Schamlippenverkleinerung geringfügige Risiken. In seltenen Fällen kann es zu Nachblutungen, Schwellungen, Störung der Wundheilung, Infektionen oder Asymmetrien kommen. Nach etwa einer Woche Genesungszeit sind die meisten Patientinnen wieder arbeitsfähig.

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