Wie können Schamlippen verkleinert werden? Alles über den Ablauf der OP

Dr. Bodo

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©fotolia-AntonioguillemEine Schamlippenverkleinerung verbesert bei vielen Frauen das Wohlgefühl im Intimbereich (©fotolia-Antonioguillem)Eine Schamlippenverkleinerung ist eine Operation, die hauptsächlich aufgrund der intimen Lage etwas unangenehm ist. Es ist ein vergleichsweise "kleiner" Eingriff, allerdings ist hier höchste Präzision erforderlich, damit das Ergebnis auch ästhetisch aussieht und es zu keinen Komplikationen kommt.

Welcher Bereich wird bei einer Schamlippenverkleinerung operiert?

Eine Schamlippenverkleinerung kann verschiedene Bereiche umfassen. In der Regel geht es um die verlängerten inneren Schamlippen, die im Stehen aus den äußeren Schamlippen "herausgucken". Teilweise ist aber auch der Klitorismantel, also das Gewebe oberhalb der Klitoris, vergrößert und es besteht ein Hautüberschuss. Er wird in der Operation oft mitbehandelt.

Wie läuft die Operation ab?

Die Operation kann man in örtlicher Betäubung, z.B. mit einer Beruhigungspille oder einem Dämmerschlaf, oder aber auch mit einer Narkose durchführen. Eine örtliche Betäubung ist für den Patienten anfangs ein wenig unangenehm, da das Betäubungsmittel, ähnlich der Betäubungsspritze beim Zahnarzt, direkt in die Haut gespritzt wird. Da das Narkosemittel sofort wirkt, vergeht die Missempfindung jedoch sehr schnell. Man spürt Berührung und gegebenenfalls Wärme beim Veröden von Blutgefäßen, aber alles ohne Schmerzen. Wenn man sehr ängstlich ist oder nichts mitbekommen möchte, ist auf jeden Fall eine leichte Narkose zu empfehlen.

Die OP dauet in der Regel ca. 45-60 Minuten. Am Ende der OP werden die Wundränder mit selbstauflösenden Nähten verschlossen, da es an dieser Stelle sehr unangenehm ist, Fäden zu ziehen. Wir legen den Patientinnen eine Binde in einen Einmal-Slip. Danach bleibt man ca. ein bis zwei Stunden zur Überwachung in der Klinik. In der Regel führt man den Eingriff ambulant durch, auf Wunsch kann man natürlich auch eine Nacht in der Klinik bleiben.

Welche Risiken sind mit dem Eingriff verbunden?

Das Haupt-Risiko nach dieser Operation ist eine Nachblutung. Daher empfehlen wir die ersten zwei Tage, so wenig wie möglich zu laufen, viel zu liegen und gegebenenfalls zu kühlen.

Ein leichtes Nachbluten ist normal, da die Schleimhäute aber sehr gut durchblutet sind, ist das nicht weiter schlimm. Nur wenn es stark blutet, muss man gegebenenfalls noch einmal in den OP, um die Blutung zu stillen. Ansonsten gibt es Risiken für Wundheilungsstörungen und Asymmetrie. Eine leichte Asymmetrie besteht oft von Natur aus, bei der OP sollte dies so weit wie möglich angeglichen werden.

Wie geht es nach der Operation weiter?

Am darauffolgenden Tag, sowie nach acht bis zehn Tagen sollte die Patientin zur Kontrolle kommen. Die Schamlippen schwellen nach der OP deutlich an, nach acht bis zehn Tagen ist die Schwellung aber zurückgegangen. Es braucht acht bis zwölf Wochen, bis alles wieder ganz verheilt ist. Daher wird nach sechs bis 12 Wochen noch einmal kontrolliert, ob das Ergebnis in Ordnung ist.

Schmerzen hat man meist nur in den ersten paar Tagen nach der OP. Besonders längeres Sitzen ist oft etwas unangenehm, weshalb man am besten breitbeinig sitzen und zwischendurch aufstehen sollte. Die Patientin bekommt nach der Operation Schmerzmittel verschrieben, meistens reichen Ibuprofen o.ä. aus.

Nach vier bis fünf Tagen ist man weitestgehend arbeitsfähig. Bei körperlicher Arbeit sollten evt. zehn bis vierzehn Tage Ruhe eingeplant werden. Sport ist bereits nach zwei Wochen erlaubt, Reiten, Radfahren und Geschlechtsverkehr aber erst nach sechs Wochen.

Zahlt die Krankenkasse für den Eingriff?

Die Kasse übernimmt diese Operation in der Regel nicht. In extremen Ausnahmefällen kann der Arzt eine Anfrage bei der Krankenkasse stellen. Meist wird sie allerdings selbst dann abgelehnt.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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