Wann eignet sich ein Minilift im Gesicht? Ablauf & Vorteile

Welche Vorteile hat ein Minilift gegenüber einen Facelift? (© Lars Zahner - fotolia)

Gesunde, glatte und ebenmäßige Haut strahlt speziell im Gesicht Vitalität und Jugend aus. Die richtige Pflege ist vielen Menschen daher besonders wichtig. Doch mit zunehmendem Alter verliert die Haut nach und nach ihre natürliche Spannkraft. Das Gewebe beginnt abzusinken und früheres Volumen vermindert sich.

Dank steter Weiterentwicklung moderner Verfahren ist das operative Facelift eine beliebte Methode, um jugendliche Gesichtskonturen wiederherzustellen. Alternativ zum doch recht aufwendigen Facelift kann in einigen Fällen jedoch auch ein Minilift durchgeführt werden.


"Minilift" – Was ist das?

Das sogenannte "Minilift" (auch als "Mini-Facelift" oder "Wangen-Lift" bekannt) ist im Grunde ebenfalls ein Facelift, bezieht sich aber auf einen bestimmten Gesichtsbereich. Nicht das gesamte Gesicht, sondern nur in bestimmten Bereichen soll gestrafft und verjüngt werden.

Für ein Minilift entscheiden sich daher häufig Patientinnen und Patienten, bei denen sich erste Alterserscheinungen im Wangenbereich zeigen. Aber auch ältere Patienten wählen dieses Operationsverfahren, beispielsweise um ausschließlich erschlaffte Wangen zu straffen oder störende "Hamsterbäckchen" zu entfernen.


Was spricht für das Mini-Lifting?

Männer und Frauen möchten sich aber auch aus anderen Gründen einem Wangen-Lift unterziehen. Bei ihrer Entscheidung für eine bevorzugte Lifting-Methode spielen die Unterschiede zwischen Mini-Lifting und klassischem Facelift ebenfalls eine große Rolle.

Mit durchschnittlich 3 bis 3½ Stunden ist die Operation eines vollständigen Facelifts ohne Zweifel ein aufwendiges Verfahren, das eine größere Schnittführung erfordert. Nicht jeder Patient wünscht sich ein gesamtes Facelift; manchmal rät der behandelnde Facharzt auch davon ab. Dabei spielt auch eine Rolle, welche Vorstellungen der Patient vom Endergebnis hat, beziehungsweise zu welchem Grad der Alterungsprozess bereits fortgeschritten ist.

Im Gegensatz hierzu kann das Minilift das Gewebe ohne größere Schnitte straffen, da der Fokus auf dem Wangenbereich liegt. Die Dauer der Operation ist somit deutlich kürzer. Auch die anschließende Heilungszeit verkürzt sich. Während ein Facelift meist in Vollnarkose oder Dämmerschlaf durchgeführt wird, genügt beim Mini-Lift in der Regel bereits eine lokale Betäubung.


Wie verläuft die Behandlung?

Das operative Verfahren ähnelt auch in der Durchführung stark dem Facelift. Die Schnitte werden viel unauffälliger in den Haaren oder am Haaransatz vor dem Ohr geführt. Von hier aus wird das Gewebe angehoben, im Bereich der Wangen geglättet und an die Gesichtskontur angepasst. Überschüssige Haut wird schließlich entfernt. Genau wie beim klassischen Facelift strafft auch diese Behandlung die Unterhaut, das sogenannte "SMAS" („Superficial Muscular Aponeurotic System“). Sie stellt die Gesichtskontur in besonderem Maße wieder her und verhindert, dass die Wangen erneut absinken.

Die Entscheidung für das gewünschte Verfahren liegt letzten Endes beim Patienten. Im Vorfeld sollte jedoch in jedem Fall ein Beratungsgespräch zwischen Patient und behandelndem Arzt stattfinden, in dem Facelift und Minilift gegeneinander abgewogen werden.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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