Zehenverkürzung

© Dr. Adrian Kai Wiethoff

Eine Überlänge einzelner Zehen kann aus ästhetischen Gründen störend sein, am häufigsten ist der zweite Zeh betroffen (sog. „griechische Fußform“). Nicht selten bestehen auch Probleme beim Tragen von geschlossenen Schuhen, wenn es über die Jahre zu schmerzhaften Druckstellen oder gar dauerhafter Verformung der Zehen zur Seite oder nach unten (Hammerzehen) kommt. In beiden Fällen bietet heute die moderne Fußchirurgie ausgezeichnete Möglichkeiten, betroffenen Patienten zu helfen.

Die operative Verkürzung bzw. Begradigung lässt sich üblicherweise problemlos ambulant und in alleiniger Betäubung der Zehen (sogenannte Oberst-Anästhesie) durchführen, bei Bedarf natürlich mit einer Sedierung („Dämmerschlaf“). Selbstverständlich sind auch Vollnarkosen möglich.

Ein kleines Stück Knochen wird aus dem Inneren des Zehs entfernt und anschließend eine Ruhigstellung mit Hilfe kleiner Drähte (die nach 4 Wochen schmerzfrei wieder gezogen werden), Schrauben, oder seit einiger Zeit auch Mini-Implantaten verschiedener Hersteller erzielt, welche im Zeh verbleiben können.

Im Anschluss werden die Haut und die darunter liegenden Weichteile plastisch-chirurgisch gestrafft, kosmetische Nahttechniken können hierbei für unauffällige Narben sorgen. Eine Zehenverkürzung lässt sich sowohl an mehreren Zehen wie auch an beiden Füßen gleichzeitig durchführen, wenn dies vom Patienten gewünscht wird.

Die Nachbehandlung gestaltet sich im Allgemeinen unkompliziert: Einnahme von Schmerzmitteln (z.B. Diclofenac) für wenige Tage, Ziehen der Fäden nach etwa zwei Wochen, Tragen eines Verbandschuhs (mit dem Auftreten und Laufen sofort möglich ist) für 3-4 Wochen. Leichte Schwellungen der Zehen können für wenige Wochen, in seltenen Fällen auch Monate auftreten.

Die Kosten einer rein ästhetischen Zehenverkürzung werden von den Krankenkassen nicht getragen, bei dauerhafter, schmerzhafter Verformung (Hammerzehen) hingegen schon. Zehenverkürzungen zählen heute zu den häufigsten Eingriffen in der Ästhetischen Fußchirurgie.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (83)

Gül, 19.07.2021 - 19:34 Uhr

Hallo, vielen Dank für die Antwort! Eine Frage hätte ich noch an sie bitte. Mein Arzt der mich operiert hat kommt von 400km entfernt. Meine beiden Zehen die verkürzt sind, sind immer noch so dunkel aus. Also ziemlich blau. Ist es möglich ihnen mal Bilder zu schicken? Wenn ja, wie? Ich möchte sehr gerne ihre Meinung dazu wissen ob das normal ist. Mein Chirurg hier im Ort kennt sich nicht so damit aus.

Gül, 17.07.2021 - 23:18 Uhr

Hallo, ich habe vor 7 Wochen an beiden Füßen die zweiten Zehen kürzen lassen. Ich war mir damals nicht sicher ob Schraube oder Draht, also habe ich unüberlegt schraube gesagt. Nun hatten sich die Narben entzündet und ich habe immer noch Probleme zu laufen, weil die Zehen immer noch so empfindlich sind. Der Chirurg vor Ort sagt dass ihn die Schrauben stören, und dass mein Zeh deshalb so empfindlich ist. Ich kann keine Decke auf dem Füßen haben und Strümpfe erst recht nicht. Meine Frage ist nun, kann ich ohne Komplikationen die schrauben entfernen lassen? Dankeschön

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 19.07.2021

Hallo, wenn die Knochen vollständig zusammen gewachsen sind. sollte eine komplikationslose Entfernung der Schrauben gut möglich sein. Viele Grüße

Jule, 15.01.2021 - 12:56 Uhr

Hallo ich (16) möchte gerne mal wissen was man machen könnte gegen meine kleinen zehen die liegen komplett krumm auf dem Boden ich habe auch zu lange Bänder auch ein Plattfuß und ich habe dadurch immer schmerzen, in der Reha meinten die man könnte ihn ankleben aber das wäre auf Dauer keine Lösung

Karin, 31.01.2020 - 13:39 Uhr

Habe meine Hallux-OP am 4.2 , was mich sehr beschäftigt, sind starke Krampfadern, die sich in der Kniekehle gebildet haben. Muss ich mir Sorgen machen, hat das Auswirkungen auf die OP?

Laura, 30.01.2020 - 18:30 Uhr

Hallo, ich hatte vor vier Tagen eine Zehenkürzung am zweiten Zeh an beiden Füßen aufgrund des griechischen Fußes und Schmerzen, da der zweite Zeh immer vorne an den Schuh gestoßen ist. Nun bin ich todunglücklich mit dem OP-Ergebnis, da beide zweiten Zehen angeblich um 1 cm gekürzt wurden am oberen Glied, also es wurde nichts versteift. Jedoch sind beide Zehen immer noch länger als der dicke Zeh und ich finde, dass es keine große Veränderung gibt. Schön aussehen tut es auch nicht, aber der Operateur fand seine Arbeit ganz toll und sagte, das muss so sein aufgrund meines griechischen Fußes. Aber der Plan war doch, dass eben der zweite Zeh nicht mehr länger ist, oder? Ich möchte mir eine Zweitmeinung einholen.

Walter S., 06.12.2019 - 13:40 Uhr

Hallo Wir möchten gerne wissen ob eine ausländische klinik eine Ffußzehenverkürzung durchführt. Und wenn ja welche Walter S.

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 06.12.2019

Guten Abend, Zehenverkürzungen werden vereinzelt auch im Ausland angeboten, Google und Social Media helfen Ihnen da weiter. Viele Mitstreiter auf höherem Niveau und mit entsprechender Ausbildung gibt es aber meines Wissens nicht, insbesondere nicht unter den Plastischen Chirurgen (ich weiß zumindest bei aller Bescheidenheit von keinem zweiten...) . Eine spezielle Empfehlung kann ich da leider nicht geben. Viele Grüße Adrian Wiethoff

John, 07.11.2019 - 12:24 Uhr

Hallo ich hatte vor 2 Wochen eine OP am 2. Zeh rechter Fuss, er war gebrochen, , ca. 1,5 Woche später merk ich stechende schmerzen, beim Verbandswechsel wird festgestellt das sich der Zeh verdreht hat in 1 Woche ist die nächste OP

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 06.12.2019

Hallo John, das tut mir leid für Sie. Gute Besserung!

Sarah, 25.10.2019 - 22:24 Uhr

Hallo hatte vor ein paar Jahren eine Hallux op die sehr gut verheilt ist. Nur jetzt machen mir meine anderen zehen große Probleme. Einer schmerzt jeden Tag beim Auftreten, mein Orthopäde möchte eine OP nach Weil durchführen wo ich mir nicht sicher bin ob ich das machen soll...

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 29.10.2019

Guten Abend Sarah, wenn die kleineren Mittelfußknochen Beschwerden bereiten, ist oft die Ursache im Bereich des ersten Mittelfußknochens zu finden (z.B. Hallux). Ich selber bin daher (und nicht zuletzt auch aufgrund einer bekanntermaßen / studienbelegten recht hohen Komplikationsrate) kein Freund von Weil-Osteotomien und führe sie im Ausnahmefall durch. Viele Grüße Adrian Wiethoff

Margret P., 24.10.2019 - 13:33 Uhr

Habe vor neun Tagen Hallux und Hammerzeh op bekommen. Hallux ist behoben aber die Hammerzeh lange Narbe sieht aus wie vorher als wenn nichts behoben wurde. Was ist da schief gelaufen? Habe deshalb ein psychisches Problem

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 29.10.2019

Guten Abend Margret, es tut mir leid, aber was bzw. ob da etwas nicht so gelaufen ist, wie es sein sollte, kann ich aus der Ferne ohne Untersuchung, Fotos, Röntgenbilder beim besten Willen nicht beurteilen. Vielleicht ist auch alles in Ordnung und es handelt sich nur postoperative Schwellungen. Bitte wenden Sie sich doch zunächst an Ihren Operateur oder stellen Sie sich ansonsten bei einem anderen Fußchirurgen für eine Zweitmeinung vor. Viele Grüße und gute Besserung Adrian Wiethoff

Marie, 29.07.2019 - 17:32 Uhr

Hallo, ich hatte vor 9 Monaten eine HalluxOp. Der große Zeh ist dabei deutlich verkürzt worden und hängt seitdem in der Luft. Zudem ist ein Nerv in Mitleidenschaft gezogen, an der Zehoberkante ist ein starkes Taubheitsgefühl. Ich habe beim Stehen und Sitzen keinen Bodenkontakt mit der Großzehe mehr. Beim Laufen schmerzt der Zeh im vorderen Zehenendglied schlimmer als vor 9 Monaten noch mit dem Ballen und ich habe das Gefühl nur auf der Außenkante und den kleinen Zeh (5.) bis 2. Zeh balancieren zu können. Durch diese Fehlbelastung habe ich bei längeren Gehstrecken immense Schmerzen. Vertrauen zu meinem Operateur hab ich danach keine mehr, der meinte das kann schon mal vorkommen. Kann man so was korrigieren (fehlender Kontakt der Großzeh zum Boden). Auch Einlagen und regelmäßige Krankengymnastik schaffen kaum Schmerzlinderung beim Gehen? Ist die Großzehenverkürzung an dieser Fehlbelastung Schuld? Mich stört weniger das ästhetische (rechts ist der Großzeh der längste) eher das orthopädische

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 11.10.2019

Guten Tag Marie, eine deutliche Verkürzung der Großzehe sollte im Normalfall nicht mit einer Hallux-OP einhergehen. Ein Bodenkontakt der Großzehe ist für ein normales Lauf-und Abrollverhalten extrem wichtig. Wenn kein Bodenkontakt vorhanden ist, kann es zu den von Ihnen beschriebenen Fehlbelastungen und damit Beschwerden kommen. Höchstwahrscheinlich lässt sich das aber mit einer erneuten OP mehr oder weniger gut korrigieren, auch Verlängerungen sind theoretisch durchaus möglich. Ich empfehle, sich vielleicht bei einem anderen Fußspezialisten einmal eine Zweitmeinung einzuholen. Viele Grüße Adrian Wiethoff

Ari, 03.07.2019 - 13:50 Uhr

Hallo, wäre es möglich Ihnen ein Foto vom Fuß zu schicken um ihre Meinung bezüglich einer Verbesserung zu erhalten? Mfg

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 11.10.2019

Hallo Ari, selbstverständlich gerne, ich führe durchaus auch telefonische Erstberatungen durch. Bitte wenden Sie sich an mein Personal unter info@ars-pedis.de Viele Grüße Adrian Wiethoff

Bettina P., 24.06.2019 - 14:36 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Wiethoff, Nach einer 6 Wochen zurückliegenden Hallux valgus + Hammerzehkorrektur (2. Zeh) habe ich jetzt (6 Wochen nach OP) festestellt, dass sich der 2. Zeh nach Entfernung des Kirschnerdrahts vor einer Woche und trotz kontinuierlichen Tragens der Redressionsbandagen nicht (wie von der Operateurin angekündigt) wieder gesenkt hat, sondern stattdessen in sich leicht gedreht ist und beim Aufsetzen des Fusses keinen Bodenkontakt hat. Inzwischen habe ich gelesen, dass dies keine seltene Komplikation ist. Bedeutet das automatisch die Notwendigkeit einer Nachoperation oder ist es nur eine Frage der Zeit? Ich würde Ihre fachmännische Reaktion sehr begrüßen und bedanke mich im Voraus dafür, Bettina P.

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 11.10.2019

Hallo Bettina, bitte entschuldigen Sie die späte Antwort. Einen (leichten) Hochstand kann man mit Schienen, die man nachts in Überkorrektur trägt, mitunter noch beheben, einen Drehfehler jedoch kaum. Dieser lässt sich aber im Rahmen einer kleinen Operation in örtlicher Betäubung der Zehe leicht beheben. Ein Nachteil ist, dass man dann leider wieder einen Verbandschuh tragen muss. Viele Grüße Adrian Wiethoff

Sylvia, 17.06.2019 - 20:11 Uhr

Hallo, ich bin 52 Jahre alt und hatte vor 5 Monaten eine Verkürzung und Versteifung der zweiten Zehe. Der Zeh wurde mit zwei K-Drähten versorgt. Der eine Draht war dünn und gerade, der zweite Draht war dicker und leicht gebogen. Ist es üblich, das k-Drähte auch leicht gebogen in den Zeh eingesetzt werden? Der Arzt musste beim Entfernen des Drahts fest ziehen.

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 11.10.2019

Hallo Sylvia, bitte entschuldigen Sie die späte Antwort. Die Drähte kann man technisch eigentlich gar nicht verbogen ein den Zeh bringen. Wenn ein Draht krumm ist, wurde er entweder vom Operateur verbogen, als er schon im Zeh war (z.B. um die Stellung noch etwas zu verbessern), oder ist im Nachhinein verbogen, weil man sich z.B. gestoßen hat. Viele Grüße Adrian Wiethoff

Doris, 10.06.2019 - 13:55 Uhr

Hallo, ich bin Mitte 40 und leide seit Jahren darunter, dass mein zweiter Zeh an beiden Füßen länger ist als der Große. Nun habe ich vor, sie mir kürzen zu lassen. Kann man beide Zehen gleichzeitig operieren lassen und wie lange wäre ich krank geschrieben? Oder kann man mit Spezialschuhen zeitiger wieder los? Danke

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 11.10.2019

Hallo Doris, ich bitte zunächst, die späte Antwort zu entschuldigen. Zehenverkürzungen führe ich nahezu ausnahmslos immer an beiden Füßen gleichzeitig durch. Eine Krankschreibung kann erfolgen, wenn eine medizinische Indikation besteht, also glaubhafte Schmerzen - bei reinen "Schönheits-OPs" aber nicht. Nach der OP erhält man Spezialschuhe (alternativ spezielle Einlegesohlen, die in Sneakers / Stiefel o.ä. passen) und man kann prinzipiell direkt laufen. Ein paar Tage Schonung sind aber natürlich nie verkehrt. Viele Grüße Adrian Wiethoff

Eveline N., 23.12.2018 - 12:19 Uhr

Hallo ich hätte eine Frage bezüglich Hallux rigidus: Mir wurde ein Implantat eingesetzt und die große Zehe dabei verkürzt. Diese hat dadurch keinen Bodenkontakt. Kann sich die Sehne noch verkürzen und ist eine Besserung möglich wenn die Schwellung am Ballen ganz weg ist? Gibt es da Erfahrungen?? Danke Eveline N.

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 31.01.2019

Guten Abend Evelyn, zunächst entschuldigen Sie bitte die späte Antwort. Ohne eine persönliche Untersuchung ist es schwer, eine vernünftige Aussage zu treffen. Sicherlich können Schwellungen rund um den operierten Bereich mit dafür verantwortlich sein, dass der Großzeh (noch) nicht den Boden berührt. Wenn das aber zumindest passiv (d.h. mit Hilfe von außen, also der Hand) möglich ist, bestehen sehr gute Chancen, dass sich der Zustand im Laufe der Zeit bessert. Krankengymnastik, die die Beugemuskulatur fördert, ist natürlich ebenfalls empfehlenswert. Viele Grüße Adrian Wiethoff

enat96, 04.09.2018 - 14:49 Uhr

Hallo, ich wurde am 06.08.2018 am Zeh operiert, der Kirschner draht wurde seit einem tag gezogen, wie lange dauert es, bis ich meinen Fuß vernünftig belasten kann? Zweite Frage: Wann würden Sie mir raten wieder Sport zu machen, in meinem Fall Fußball?

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 06.09.2018

Hallo, bei den hier operierten Patienten halte ich es so, dass eine Vollbelastung im Verbandsschuh direkt nach der OP, nach 5 Wochen auch ohne Verbandschuh erlaubt ist. Sportarten wie Fußball empfehle ich für 6-8 Wochen auszusetzen. Viele Grüße Adrian Wiethoff

Sonja, 03.09.2018 - 21:29 Uhr

Hallo, hätte eine frage bezüglich einer hallux op. Ich habe einen Termin für den ersten Oktober. Ich bin mir aber sehr unsicher mit der OP-Methode. Sie kürzt mir nicht nur den großen Zeh sondern auch die restlichen vier! Die haben aber keine Fehlstellung oder sonst etwas! Bin mir nun unsicher mich dort operieren zu lassen.

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 06.09.2018

Hallo Sonja, ich verstehe ehrlich gesagt Ihre Frage nicht ganz, denn bei einer Hallux-Op wird zumindest im Normalfall der Großzeh nicht kürzer als vorher. Warum die anderen Zehen gekürzt werden sollen, wenn Sie keinerlei Probleme haben, verstehe ich nicht. Ihr Operateur sollte Ihnen das aber verständlich erklären können, sonst würde ich eine solche OP an Ihrer Stelle besser nicht durchführen lassen. Wenn es nicht um die Zehen, sondern um die Mittelfußknochen gehen soll, wäre ich erst Recht zurückhaltend bei Beschwerdelosigkeit. Viele Grüße Adrian Wiethoff

Yvonne, 11.04.2018 - 10:18 Uhr

Hallo, ich wurde am 5.04.2018 wegen Krallenzehen operiert. Bekomme derzeit sehr starke Medikamente, u.a. Tilidin. Lt Bericht sollen nach 14 Tagen die Drähte vom zweiten bis vierten Zeh des linken Fußes gezogen werden ohne Betäubung. Und nach vier Wochen der Draht aus dem kleinen Zeh. Mein Orthopäde hat mich im Krankenhaus operiert. Beim Vorgespräch im Krankenhaus wurde mir versprochen, dass ich eine Betäubung, sogar Kurznarkose bekomme. Nach der OP sagte mein Orthopäde ich bekomme nichts. Ich hab solche Panik. Mir schießen die Tränen schon bei den Gedanken in den Augen. Die Klinik fühlt sich nicht mehr verantwortlich. Ich überlege schon mir entweder die dreifache Dosis an Medikamente an dem Tag zu geben oder Diazepam, die ich noch von der Flugangst habe. Wie komme ich an einen Arzt, der mir irgendwie entgegen kommt?

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 11.04.2018

Hallo Yvonne, dass Sie 6 Tage nach so einer OP noch Tilidin brauchen, ist meiner Erfahrung nach äußerst ungewöhnlich. So starke Schmerzmittel braucht man wenn überhaupt normalerweise nur in der ersten Nacht nach OP. Vielleicht sollten Sie diesbezüglich mal Ihren Operateur kontaktieren. Das Drähteziehen ist im Normalfall fast immer praktisch schmerzlos / -arm, so dass man eigentlich keine Betäubung oder Schmerzmittel und somit auch keine Angst zu haben braucht. Wenn Sie generell sehr schmerzempfindlich sind, können Sie aber ruhig eine Stunde vorher Schmerzmittel einnehmen, dann gehen Sie auf Nummer sicher. Eine vorherige Betäubungsspritze ist immer schmerzhaft (darum verzichte ich darauf), das Ziehen der Drähte aber nur sehr sehr selten. Daher: Keine Panik! Viele Grüße Adrian Wiethoff

Kati, 14.02.2018 - 00:21 Uhr

Hallo, Mir wurden in den Zehen D2-D4 vorgestern die Kirschnerdrähte gezogen. D2 und D3 sind nur leicht geschwollen und tun kaum weh, aber D4 ist richtig dick und schmerzt so stark, dass ich kaum laufen kann. Ist das normal? Wie lange dauert es, bis ich wieder laufen kann und ab wann sollte ich den Arzt aufsuchen? Liebe Grüße

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 01.03.2018

Hallo Kati, solche starken Beschwerden sind nicht normal. Es wird sich wahrscheinlich entweder um eine Infektion oder um eine Knochenheilungsstörung ("Pseudarthrose") handeln. Im ersten Fall sind Antibiotika erforderlich, im zweiten eine Ruhigstellung und bei Ausbleiben von Besserung sogar manchmal eine erneute OP. Spätestens beim Auftreten von nächtlichen, pochenden Schmerzen (Infektion!) sollte ein Arzt aufgesucht werden. Viele Grüße und gute Besserung Adrian Wiethoff

anna, 25.10.2017 - 20:30 Uhr

Hallo, meine beiden Zehen (D2) wurden vor ca. drei Jahren im Rahmen einer Verkürzung versteift. Ich leide bis heute täglich unter der Versteifung. Vielen (vor allem sportlichen) Aktivitäten oder länger barfuß am Sandstrand laufen kann ich nicht mehr nachgehen. Gibt es eine Chance, die Versteifung rückgängig zu machen, z.B. durch ein künstliches Gelenk und bliebe dann die gekürzte Länge erhalten? Vielen Dank für Ihre Antwort, ich bin wirklich verzweifelt. VG

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 26.10.2017

Hallo Anna, das ist sehr ungewöhnlich, da die kleineren Zehengelenke für den Menschen im Normalfall vollkommen unwichtig sind und eine Versteifung daher auch im Normalfall keinerlei Probleme bereitet. Ich vermute, dass es sich entweder um eine gestörte Knochenheilung handeln könnte oder aber, dass die Gelenke evtl. in einer ungünstigen Position versteift worden sind (zu gerade oder zu krumm)? Sie können mir gerne bei Gelegenheit einmal Fotos (und wenn vorhanden auch Röntgenaufnahmen) zusenden, damit ich mir ein besseres Bild machen kann. ganz rückgängig machen lässt sich so eine OP nicht, man wird Sie aber bestimmt mit einer operativen Nachkorrektur beschwerdefrei bekommen. Künstliche Gelenke gibt es für die Zehen jedenfalls nicht, da es aus den o.g. Gründen eigentlich keine Nachfrage gibt. Viele Grüße Adrian Wiethoff

Clara, 01.06.2017 - 10:47 Uhr

Guten Tag, ich suche einen Spezialisten für die ästhetische Fußchirurgie in Berlin mit dem Spezialgebiet Zehenverkürzung, -verschmälerung und Knorpelentfernung. Betroffen ist der zweite Zeh (Riesenwuchs, Deformation) mit Arthrose. Vielen Dank für Ihre Empfehlung.

Flor, 06.02.2017 - 23:38 Uhr

Hallo, ich habe vor drei Wochen meine zweite Zeh kürzen gelassen. Mein Zeh ist jedoch nicht richtig gerade, bewegt sich und ist krumm. Ist das normal?

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 09.02.2017

Hallo Flor, ob man den Zeh in allen Gelenken bewegen kann, hängt davon ab, welche OP-Methode angewandt wurde. Krumm sollte er allerdings nicht sein. Viele Grüße Adrian Wiethoff

Ivi, 02.11.2016 - 19:33 Uhr

Hallo, ich habe mir vor 5 Wochen meinen zweiten und dritten Zeh kürzen lassen. Während der Verheilung hat nicht wirklich was weh getan, nur ich hatte leichte Krämpfe in den Zehen. Vor 3 Tagen wurde der Fuß geröntgt und die Drähte wurden entfernt. Meine Zehen und mein Fuß sind ziemlich angeschwollen und blau. Laut meinem Orthopäden ist das "normal", da ein Fremdkörper in meinen Zehen drin war. Jedoch macht es mir trotzdem bisschen Angst, da ich gelesen habe, dass sowas noch länger dauern oder zu einer zweiten OP führen kann. Laut meinem Orthopäden ist alles gut verlaufen. Kann es sein, dass man durch das Herausziehen der Drähte den Knochen so verletzt, dass er durchbricht? Laufen traue ich mich nicht, da es sich durch die Schwellung extrem komisch anfühlt. Bitte um Rat!

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 07.11.2016

Hallo Ivi, aus der Ferne und ohne persönliche Untersuchung kann ich leider nicht beurteilen, inwieweit das Beschriebene bei Ihnen normal ist. Schwellungen für einige Zeit sind jedenfalls relativ normal, verschwinden aber ja wieder. Dass die Zehen und der Fuß nach 5 Wochen noch blau sind, ist allerdings ungewöhnlich. Was das Drähteziehen angeht: Wenn die Zehen beim Ziehen nicht gut festgehalten werden und die Drähte fester sitzen (kommt selten vor), dann kann es theoretisch schon dazu kommen, dass der frisch verheilte Knochen wieder auseinander gerissen wird - und dann beginnt die Heilungszeit praktisch von vorne. Viele Grüße Adrian Wiethoff

Lisa, 12.09.2016 - 12:32 Uhr

Guten Tag, ich quäle mich mit der Schuhgröße 43 herum. Ich habe einen sehr schmalen Fuß und äußerst flachen Spann. Ich kann so gut wie keine Schuhe im Laden kaufen, da sie mich nicht ansprechen oder zu weit sind. In wie weit kann man die Zehen verkürzen (cm/ Schuhgröße)? Kann auch der Fußknochen gekürzt werden? Ist ein Enchondrom im Endgelenk ein Problem?

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 13.09.2016

Hallo Lisa, mit einer Zehenverkürzung kann man unter Umständen 1-2 Schuhgrößen herausholen - wobei die dann verbleibende Zehenlänge natürlich noch zum Rest des Fußes passen sollte. Mittelfußknochen sollten meines Erachtens aus rein ästhetischen Gründen nicht gekürzt werden. Ob ein Enchondrom ein Problem darrstellt, hängt davon ab, wo es genau liegt, u.U. kann es ja bei der Gelegenheit auch mit operiert werden. Viele Grüße Adrian Wiethoff

Ina, 04.09.2016 - 23:33 Uhr

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich werde es weiterhin beobachten und ggf. nochmals einen Termin beim Arzt ausmachen. Liebe Grüße, Ina

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 25.10.2016

Gern geschehen! Viele Grüße Adrian Wiethoff

Ina, 02.09.2016 - 22:15 Uhr

Soweit ich weiß, besteht mein Problem mittig und keilförmig (so wie es mir der Arzt erklärt hat). Aber ich kann es auch nicht zu 100% sagen. Kann ich denn irgendetwas zusätzlich tun, das die Schwellung schneller verschwindet? Ich muss dazu sagen, dass ich im Einzelhandel arbeite und pro Tag mindestens 10 Stunden stehe. Danke für Ihre Antwort.

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 04.09.2016

Hallo Ina, selbst wenn die Knochenheilung normal verläuft, können leichte Schwellungen noch mehrere Monate vorhanden sein, wenn man Pech hat. Das sollte aber eigentlich nicht bei der Arbeit behindern. Wenn Sie hingegen Schmerzen haben, sollten Sie den Zeh am besten noch einmal untersuchen / röntgen lassen, damit man der Ursache auf den Grund gehen kann. Viele Grüße Adrian Wiethoff

Ina, 02.09.2016 - 09:10 Uhr

Hallo, ich hatte am 25.4.16 eine Zeh-Op am zweiten Zeh. Ist es normal, dass der Zeh nach fast vier Monaten immer noch leicht geschwollen ist, sodass ich ihn immer noch nicht richtig Knicken kann und geschlossenes Schuhwerk weiterhin Probleme bereitet? Vielen dank für Ihre Antwort.

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 02.09.2016

Hallo Ina, um die Frage gewissenhaft zu beantworten, müsste ich wissen, an welcher Stelle der Zeh verkürzt wurde. Oft wird eines der kleineren (unwichtigen) Gelenk bei der OP stillgelegt, so dass es normal wäre, dass Sie ihn nicht mehr ganz knicken können. Ansonsten kann es natürlich auch nur an der Schwellung liegen, die nach einer OP für ein bis wenige Monate vorhanden sein kann, aber irgendwann eigentlich immer verschwindet. Viele Grüße Adrian Wiethoff

Natalie, 19.07.2016 - 22:50 Uhr

Hallo, jetzt melde ich mich nochmal - meine OP ist jetzt genau 2 Wochen her. Ist es normal, dass der Fuß so dick wird? Mein Fuß schaut aus wie ein Elefanten-Fuß; er ist richtig angeschwollen. Ich mache mir langsam Sorgen, ob da alles passt. Ich hatte noch nie eine Knochen-OP, daher weiß ich nicht viel über den Verlauf. Vielen Dank für Ihre Antwort.

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 01.08.2016

Hallo Natalie, bei so einer kleinen OP sind Schwellungen des ganzen Fußes selten, aber kommen vor. Dann helfen Kompressionsverbände und / oder Kompressionsstrümpfe und natürlich Hochlagern. Viele Grüße Adrian Wiethoff

Natalie, 12.07.2016 - 21:25 Uhr

Vielen Dank für Ihre Antwort. Mein Arzt hat es bestätigt, wie sie gesagt haben, aber jetzt habe ich mal eine Frage: Was sagen Sie, wie lang sollte man denn die Zehen nicht belasten, also wann kann man wieder normal laufen? Ich würde mir gern einen zweiten Rat einholenm habe eine Plastik Schraube drin. vielen Dank

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 15.07.2016

Hallo Natalie, ich empfehle, auch wenn der Heilungsverlauf unauffällig ist, nach den vier Wochen im Schuh noch 2 Wochen etwas vorsichtig zu sein, was Maximalbelastungen wie z.B. Joggen, High Heels etc. angeht. Viele Grüße Adrian Wiethoff

Natalie, 11.07.2016 - 11:15 Uhr

Vielen Dank für Ihre Antwort. Mein Arzt hat bestätigt, was Sie geschrieben haben. Er meint, ich soll 4 Wochen den Schuh tragen, dann ist es gut. Wie ist es dann ohne Schuh, werde ich Schmerzen haben beim Laufen oder merkt man es überhaupt nicht?

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 15.07.2016

Hallo Natalie, gerne. Während der ersten Tage in normalen Schuhen kann es manchmal sein, dass der Fuß ein wenig schmerzt, weil er sich erst wieder an die normale Belastung gewöhnen muss. Viele Grüße Adrian Wiethoff

Natalie, 09.07.2016 - 22:28 Uhr

Hallo, ich habe eine Frage und zwar wurde ich vor 5 Tagen aufgrund einer Hammerzehe operiert. Nun habe ich so einen Schuh zum Laufen bekommen. Ist es schlimm, wenn ich diesen nach 5 Tagen zu Hause weg lasse? Meine Hüften tun mir vom Schuh weh, denn bei mir wurde eine Plastikschraube verwendet. Ich kann diesen Schuh nicht noch 2 Wochen tragen. Wie lange dauert es, bis es wirklich verheilt ist? vielen Dank für Ihre Antwort.

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 11.07.2016

Hallo Natalie, ich kann / möchte mich nicht in die Nachbehandlungsempfehlungen Ihres Operateurs einmischen, kann Ihnen aber sagen, dass ich selber es schon erlaube, zu Hause ohne Schuh zu laufen, wenn aufgepasst wird, dass wirklich nicht über die operierten Zehen abgerollt wird. Die Knochenheilungszeit dauert im Normalfall 4-6 Wochen. Viele Grüße Adrian Wiethoff

Yvonne, 02.04.2016 - 17:19 Uhr

Lieber Herr Dr. Wiethoff, ich melde mich nochmals betreffend der PIP Arthrodese der zweiten Zehe, welche unnötigerweise durchgeführt wurde und mir so viele Probleme bereitet. Ist es denn nirgends auf der Welt möglich, dies rückgängig zu machen? Z.B. indem man ein künstliches Gelenk einfügt? Mir macht die Steifheit schwer zu schaffen. Diese Zehe ist so steif und stört mich enorm. Es sind nun 11 Wochen seit der OP vergangen. Freundliche Grüße

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 03.04.2016

Guten Abend Yvonne, mir ist nicht bekannt, dass es für diese kleinen Gelenke Ersatz gäbe. Der Grund wird sein, dass sie für den Menschen normalerweise so unnötig sind wie der Blinddarm. Wenn Sie sich so unwohl damit fühlen, könnte es evtl. sein, dass das operierte Gelenk in zu gerader Position versteift wurde? Sie können sich gerne in meiner Sprechstunde vorstellen oder Fotos / Röntgenaufnahmen schicken, damit wir der Sache auf den Grund gehen können. Ihre Beschwerden sind meiner Erfahrung nach jedenfalls recht ungewöhnlich, vielleicht kann ich Ihnen ja helfen. Viele Grüße Adrian Wiethoff

Yvonne, 13.03.2016 - 19:44 Uhr

Hallo, es sind nun 8 Wochen seit der PIP Arthrose meiner 2. Zehe vergangen. Seit 2 Wochen lebe ich außerdem ohne Kirschnerdraht, was mich ziemlich belastet. Wird diese Zehe nie mehr dieselbe Kraft haben wie vorher? Sie hängt derzeit nur schlaf herunter und oft schnürt sie ein, wie als wenn ich einen Ring anhätte. Die Zehe fühlt sich an wie ein Fremdkörper. Im Schuh fühlt sich der Platz, dort wo sich die Zehe befindet wie ein Loch an. Außerdem ist es immer ein Gewurstel mit den Socken. Laufen kann ich immer noch nicht gut und ich habe immer wieder leichte Schmerzen. Wie lange soll ich noch warten bis ich eventuell einen anderen Arzt konsultiere? Danke. Viele Grüße

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 22.03.2016

Hallo Yvonne, da Sie ja scheinbar keine starken Schmerzen haben, empfehle ich, zunächst weiter anzuwarten. In der Fußchirurgie sagt man wie schon erwähnt, dass sich in den ersten 6 (bis manchmal sogar 12) Monaten vieles von selber zum Positiven wendet. Ansonsten kann man natürlich immer noch nachoperieren. Viele Grüße Adrian Wiethoff

Yvonne, 07.03.2016 - 18:52 Uhr

Hallo, ist es richtig, dass für die Zehenkürzung eher am DIP versteift wird? Dann stimmt es doch, dass mein Physiotherapeut meint, meine Vereifung im PIP bringt mir erhebliche Probleme. Ich kann kein richtiges Sporttraining bzw. Joggen mehr machen, denn sonst käme es zu Überlastung des Grundgelenkes (Arthrose) sowie des DIP. Ich bereue das ganze so! Mein Zeh fühlt sich so steif an. Wird mich dies nun lebenslang stören?

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 09.03.2016

Hallo Yvonne, wir drehen uns glaube ich etwas im Kreis, siehe meine Antwort auf Ihre erste Frage vom 24.02.: Die Versteifung des PIP-Gelenks hat keine negativen Einflüsse dieser Art- sonst würde es ja auch nicht bei jeder anderen "normalen" Hammerzehen-OP versteift. Viele Grüße Adrian Wiethoff

Yvonne, 07.03.2016 - 13:22 Uhr

Guten Tag, ich wäre noch einmal sehr froh über eine Antwort von Ihnen. Ich weiß nicht, wenn Sie Zehen kürzen, ob Sie diese dann auch im PIP versteifen? Ich hatte vor 6,5 Wochen die PIP Arthrose in der zweiten Zehe. Laut dem Arzt läuft alles gut, aber für mich fühlt sich die Zehe wie ein Fremdkörper an. In der Mitte schnürt es ein und Kraft hat sie auch wenig. Ist das normal bzw. wird man sich daran gewöhnen? Falls ja, wie lange wird es etwa dauern? Bei mir erfolgte die Versteifung mittels Kirschnerdraht. Ich habe deshalb keinen Smart toe drin.

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 07.03.2016

Hallo Yvonne, wenn es sein muss, operiere ich am PIP, sonst lieber am DIP. Die "Gewöhnungszeit" beträgt in der Vorfußchirurgie wenige Wochen bis viele Monate (maximal 1 Jahr). Viele Grüße Adrian Wiethoff

Yvonne, 28.02.2016 - 20:02 Uhr

Guten Abend, nochmals vielen Dank für Ihre schnellen Antworten. Ich bin immer noch etwas beunruhigt wegen der PIP Arthrose D2. Die Form des griechischen Fußes wurde leicht belassen, da bis jetzt nur ein Fuß operiert wurde. Nun mache ich mir Sorgen, dass dieser Zeh, weil er immer noch der längste ist, in engen Schuhen immer ansteht und sich nicht mehr beugen lässt. Mit High Heels kann ich mir das gar nicht mehr vorstellen, da die Zehen ja in den Schuh gedrückt werden. Auf was muss ich mich einstellten und was könnte ich sonst noch machen? Freundliche Grüße

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 29.02.2016

Hallo Yvonne, leider wird relativ häufig genau an dieses Problem nicht gedacht. An Möglichkeiten bleibt dann nur, entweder andere Schuhe zu tragen, oder den Zeh nachkürzen zu lassen - ein Eingriff, der in örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann. Viele Grüße Adrian Wiethoff

Yvonne, 24.02.2016 - 21:46 Uhr

Guten Abend, als Nachtrag würde ich auch noch gerne wissen, wie es mit Flip Flops bei versteiften Zehe aussieht.

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 25.02.2016

Hallo Yvonne, auf das Tragen von Flipflops haben versteifte Mittel- oder Endgelenke der kleineren Zehen überhaupt keinen Einfluss, da die Beugefähigkeit in den Grundgelenken ja nicht beeinträchtigt ist. Viele Grüße Adrian Wiethoff

Yvonne, 24.02.2016 - 20:33 Uhr

Guten Tag, kann man nach 6 Monaten nach einer Hallux valgus (Scarf) Operation und einer PIP Arthrose der zweiten Zehen noch ab und zu High Hehls für kurze Zeit tragen oder sollte man ganz darauf verzichten?

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 25.02.2016

Hallo Yvonne, es spricht nichts dagegen, ab und zu High Heels zu tragen, auch nicht nach einer OP. Alles eine Frage des Maßes. Viele Grüße Adrian Wiethoff

Yvonne, 22.02.2016 - 18:28 Uhr

Guten Tag, ich bin 42 Jahre at. Ich wurde vor 5 Wochen per Scharf am Hallux valgus operiert und zwei Zehen wurden wegen Überlänge per PIP versteift. Ich war vorher ziemlich sportlich. Nun hat mir der Physiotherapeut gesagt, dass Joggen nicht mehr möglich sei, weil ich die zwei Zehen versteifen lassen habe. Beim Joggen würden das Grundgelenk sowie das vordere Gelenk zu stark belastet werden. Stimmt das?

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 23.02.2016

Hallo Yvonne, so etwas höre ich zum ersten Mal. Die kleineren Zehengelenke (PIP und DIP) sind für die normale Funktion des menschlichen Fußes praktisch vollkommen unwichtig, Affen benötigen sie aber zum Beispiel zum Greifen etc. . Daher können sie bedenkenlos versteift werden. Meine Empfehlung also fürs Joggen: Probieren geht über Studieren :-) Viele Grüße Adrian WIethoff

z.v., 23.09.2015 - 10:26 Uhr

Hallo, ich bin 24 Jahre alt. Vor einem Jahr habe ich noch 41 getragen, jetzt passen mir nur noch 42. Und das quält mich, da der Fuß so groß in den Schuhen aussieht. Normale enge Jeans kann ich auch nicht tragen, sonst fällt es sehr auf. Wo kann mann so eine Verkürzung von Zehen machen (bin aus Frankfurt am Main)? Wie viel würde es kosten, und wie lange kann ich nicht laufen und arbeiten? Kann ich mich dann auch krankschreiben oder sollte ich doch Urlaub nehmen? Lg Danke im Voraus

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 24.09.2015

Guten Tag, vielen Dank für Ihr Interesse. Wenn es sich um ein rein ästhetisches Problem handelt, darf man nach einer Operation leider keine Arbeitsunfähigskeitsbescheinigung ausstellen, Sie müssten also Urlaub nehmen. Besonders stark eingeschränkt ist man nach einer solchen OP aber nicht, muss lediglich eine Metall-Einlegesohle (oder Verbandschuhe) für etwa 4 Wochen tragen. Inwieweit Sie damit arbeiten können, hängt also prinzipiell nur von der Art Ihrer Arbeit ab. Ein paar Tage Ruhe und Schonung nach einer OP sind aber generell nicht verkehrt. Die Kosten einer Zehenverkürzung betragen grob zwischen 1500 und 2000€ pro Zeh inkl. USt., durchführen lassen können Sie sie z.B. gerne bei mir. :-) Viele Grüße aus Düsseldorf Adrian Wiethoff

Anke, 31.01.2015 - 16:22 Uhr

Guten Tag Herr Dr. Wiethoff, am 4.11.2014, also vor knapp 12 Wochen, wurde ich an den Hammerzehen 2,4 und 5 operiert. 5 Wochen lang hatte ich Drähte in den Zehen und diesen Entlastungsschuh. Der kleine Zeh war von Anfang an unglaublich dick geschwollen. Narbe ist gut verheilt. Der kleine Zeh ist heute immer noch so dick und bei Druck auf das Gelenk unangenehm. Kann ich mir Hoffnung machen, dass die Druckschmerzhaftigkeit und Schwellung nach Monaten besser wird? Ist es sinnvoll, nochmal zu röntgen? Viele Grüsse Anke

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 31.01.2015

Guten Tag Anke, offensichtlich scheint eine Knochenheilungsstörung (Pseudarthrose) vorzuliegen. Hoffnung haben darf man, denn so etwas kann sich von alleine beruhigen. Idealerweise sollte man ohnehin nach einer OP mindestens 6 Monate warten, bis man erneut operiert. Wenn allerdings keinerlei Besserungstendenz vorhanden ist und die Beschwerden eine tägliche Belastung darstellen, kann man natürlich auch früher operieren, zumal es sich um einen relativ kleinen Eingriff handelt, den man sogar in örtlicher Betäubung durchführen kann. Eine Röntgenuntersuchung ist durchaus sinnvoll! Viele Grüße Adrian Wiethoff

Nadia, 23.04.2014 - 23:52 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Wiethoff, ist es ratsam auch den Hammerzeh (nur bei einem Fuß) eines 12-jährigen zu versteifen? Schliesslich ist das Wachstum der Füße noch lange nicht abgeschlossen. Oder gibt es bei Kindern noch andere Möglichkeiten? Mit freundlichen Grüßen Nadia

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 24.04.2014

Guten Morgen Nadia, vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerade bei Kindern / Jugendlichen sollte erst operiert werden, wenn konservative Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Hierzu zählen bei Hammerzehen z.B. eine Einlagenversorgung und sogenannte Zehenrichter / Orthesen, die Sie bei PodologInnen anfertigen lassen können. Wenn dies alles nichts nützt und weiterhin aufgrund einer Fehlstellung Beschwerden bestehen, kann auch operiert werden, idealerweise aber in der Tat nach Abschluss des Knochenwachstums, was bei Jungen meistens mit etwa 15 Jahren der Fall ist (lässt sich anhand von Röntgenbildern beurteilen). Viele Grüße aus Düsseldorf Adrian Wiethoff

Claudia, 01.04.2014 - 16:07 Uhr

Ich suche im Raum Wetzlar einen Operateur für Hammerzehen.

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 02.04.2014

Guten Morgen Claudia, fußchirurgisch tätige Kollegen im Raum Wetzlar finden Sie evtl. online in den Mitgliederlisten der beiden Fachgesellschaften DAF und GFFC. Viele Grüße aus Düsseldorf Adrian Wiethoff

Marlen, 02.09.2013 - 14:38 Uhr

Sehr geehrte Dame o. Herr, habe in Juni meine Hammerzehe (2.Zehe li.) im Klinikum Großhadern in München gerade stellen lassen. Diese ist nach 9 Wochen mit den verbleibenden Schrauben immer noch bläulich und schmerzhaft, besonders nach längerer Belastung wie Wandern oder Tennisspielen. Können Sie mir bitte einen Rat geben? Mit freundlichen Grüßen Marlen

Antwort von Adrian K. Wiethoff, verfasst am 02.09.2013

Guten Tag Marlen, dass 9 Wochen nach einer Hammerzehen-OP solche Beschwerden bestehen, ist recht ungewöhnlich, kann aber in den ersten Monaten vorkommen. Dennoch könnte man meines Erachtens ausschließen lassen, ob eine Metallunverträglichkeit oder eine Knochenheilungsstörung (\"Pseudarthrose\") vorliegen, die ähnliche Beschwerden verursachen können. Mit freundlichen Grüßen aus Düsseldorf Adrian Wiethoff

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