13 Tipps, um Beziehungsprobleme zu lösen und die Ursachen zu erkennen

Frau Riecker

von
verfasst am

© Iurii Sokolov - fotoliaBesonders in länger andauernden Beziehungen können sich oft Belastungen entwickeln. (© Iurii Sokolov - fotolia)Eine harmonische Partnerschaft, in der man von den Belastungen des Alltags abschalten und sich einfach nur wohlfühlen kann - das wünschen sich die meisten Menschen. Leider ist die Realität nicht immer so. Erfahren Sie, welche Tipps helfen, Beziehungsprobleme zu lösen. 

Wenn sich Bezhiehungen im Laufe der Zeit verändern

Vor allem bei länger bestehenden Beziehungen kommt es zu Höhen und Tiefen. Beide Partner entwickeln sich im Laufe des Lebens vielleicht in unterschiedliche Richtungen. Hier entsteht dann die Frage, ob der Partner diese Entwicklung toleriert oder bestenfalls unterstützt.

Zusätzlich stellt sich über die Jahre eine gewisse Alltagsroutine ein. Gefühle bleiben dabei häufig auf der Strecke. Probleme, die nicht unmittelbar mit der Beziehung zu tun haben, fließen ganz selbstverständlich ein und führen oftmals zu großen Belastungen.


Mögliche Belastungen, die negativ auf die Beziehung einwirken können:

  • beruflicher Stress
  • Arbeitsplatzverlust
  • Krankheit eines Partners, vor allem eine chronische oder auch lebensbedrohliche Erkrankung 
  • finanzielle Probleme
  • Kinderlosigkeit 
  • Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Kindererziehung
  • Probleme, die durch die Herkunftsfamilie eines der beiden Partner bestehen (z.B. starke Einmischung der Schwiegereltern)
  • in sogenannten „Patchwork-Familien“ der Einfluss des Expartners, v. A. wenn Kinder aus der vorangegangenen Beziehung da sind

Oftmals fließen solche Probleme unterschwellig mit in die Beziehung ein, d.h. der belastete Partner verhält sich anders, zieht sich vielleicht zurück oder ist häufig gereizt. Das Gegenüber kann dieses Verhalten nicht verstehen und ist verletzt.

Bei Streitgesprächen kommt es in der Regel zu Schuldzuweisungen und schnell entwickelt sich ein typischer Streitverlauf, der dann immer nach demselben Muster abläuft und keine wirklichen Lösungen bietet.

Oftmals passiert es dann, dass ein Partner oder aber beide verletzende Dinge sagen oder tun, die die Gräben zwischen ihnen noch tiefer werden lassen. Ist man an einem Punkt angelangt, an dem die Verletzungen zu massiv sind, bleibt häufig nur noch die Trennung.

© drubig-photo - fotoliaFinden Sie gemeinsam einen Weg, wie Sie mit Problemen in der Beziehung umgehen können. (© drubig-photo - fotolia)Wie können Sie gegensteuern, wenn Sie einen negativen Trend erkennen?

  1. Finden Sie heraus, woran es liegen könnte, dass sich Ihr Partner „anders“ verhält. Vielleicht hat er es bisher vermieden, Sie mit seinen Problemen zu belasten.
  2. Wenn Sie Meinungsverschiedenheiten haben, suchen Sie das Gespräch, um einen Kompromiss zu finden. Vermeiden Sie es, Ihren Partner zu verletzen, sondern beschreiben Sie im Gespräch, was sein Verhalten bei Ihnen bewirkt.
  3. Vermeiden Sie es im Streitgespräch, alte Verfehlungen „auszugraben“. Bleiben Sie beim aktuellen Problem.
  4. Einigen Sie sich auf Folgendes: Falls einer von beiden das Risiko sieht, verletzend zu werden, sagt er „Stopp“ und zieht sich zurück, um sich wieder zu beruhigen. Derjenige, der das Streitgespräch unterbrochen hat, sollte es innerhalb von 24 Stunden wieder aufnehmen, um dann gemeinsam eine Lösung zu finden.
  5. Sollten Sie an einem Punkt angelangt sein, an dem Gespräche immer nach demselben negativen Muster ablaufen und eine Änderung nicht möglich ist, kann es hilfreich sein, sich in einer Paarberatung neutrale Hilfe zu holen.


Wie können Sie das Liebesgefühl wiederbeleben und vertiefen?

  1. Erinnern Sie sich gemeinsam daran, wie Sie sich kennengelernt haben. Was hat Sie damals am Partner fasziniert? In was genau haben Sie sich verliebt?
  2. Haben Sie Ihre Pläne oder gemeinsamen Ziele inzwischen umgesetzt oder aus den Augen verloren? Schmieden Sie gemeinsam neue Ziele!
  3. Sagen Sie Ihrem Partner regelmäßig, was Sie gut an ihm finden. Was macht er richtig gut?
  4. Nehmen Sie auch Gesten der Unterstützung wahr und bedanken Sie sich dafür. Betrachten Sie kleine Hilfen nicht als selbstverständlich.
  5. Zeigen Sie dem Partner mit kleinen Gesten, wie netten Whatsapp-Nachrichten, einer Blume oder einem Liebesbrief, dass Sie im Alltag an ihn denken.
  6. Umarmen oder küssen Sie Ihren Partner einfach so, wenn er nicht damit rechnet. 
  7. Reservieren Sie sich regelmäßige Zeiten, z.B. ein tägliches Gespräch am Abend, in denen Sie sich über schöne Dinge austauschen können oder belastende Ereignisse des Tages besprechen. Das bringt Sie einander näher.
  8. Achten Sie vor allem auf regelmäßige Unternehmungen als Paar. Wenn Sie kleine Kinder haben, nehmen Sie sich regelmäßig einen Babysitter und gehen Sie z.B. essen oder tanzen. Haben Sie gemeinsam Spaß!

Eine gelingende Beziehung ist nicht immer einfach. Es gibt sicherlich manchmal Phasen, in denen es sehr anstrengend erscheint. Nimmt man aber diese Herausforderung an, kann es sehr schön sein, zu zweit durchs Leben zu gehen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

Wie hilfreich fanden Sie diesen Artikel?
2
Interessante Artikel zum Thema „Sexualität & Partnerschaft”

Kommentar abgeben oder Rückfrage stellen:

Ihr Name(wird veröffentlicht)
Ihre E-Mail(wird nicht veröffentlicht)
Ihr Kommentar(wird veröffentlicht)
 
Ich akzeptiere die Nutzungsrichtlinien und AGB der jameda GmbH und habe die Datenschutzerklärung gelesen.
  

Inhaltssuche

Durchsuchen Sie sämtliche Artikel auf jameda. Wenn Sie auf der Suche nach Ärzten oder Heilberuflern sind, geht es hier zur Arztsuche

Passende Behandlungsgebiete