PMS, Pille und Pubertät

Frau Rosenbaum

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© Yuri Arcurs - Fotolia.com © Yuri Arcurs - Fotolia.com Falls junge Mädchen nicht regelmäßig ihre Menstruation bekommen, sollte nicht gleich zur Anti-Baby-Pille gegriffen werden. Zunächst einmal braucht der Körper Zeit, um eine Regelmäßigkeit zu entwickeln. Manchmal hilft bereits eine genaue Kalenderaufzeichnung der Blutung, der Zwischenblutungen und der möglichen Symptome, wie Schmerzen, Krämpfe oder Stimmungsschwankungen. Das bewusste Aufschreiben und Erwarten der Regelblutung kann den Prozess normalisieren. Es hilft den jungen Mädchen, ihren eigenen Körper besser kennenzulernen und gewisse Zusammenhänge zu verstehen. Im Internet sind entsprechende Beobachtungsbögen abrufbar. Ebenso gibt es die Bögen in vielen Büchern zur natürlichen Empfängnisverhütung.

Anhaltend unregelmäßige Blutungen sowie Beschwerden rund um die Regelblutung, oft diagnostiziert als Prämenstruelles Syndrom (PMS), können ein Hinweis auf Störungen im Hormonsystem sein. Ein Speicheltest (kein Bluttest!) gibt Aufschluss über den aktuellen Zustand der freien (aktiven) Geschlechtshormone. Im Blutserum werden dagegen die gebundenen (nicht aktiven) Hormone bestimmt.

Neben Progesteron kann ein Mangel an DHEA, Estradiol und Estriol vorliegen. Das Hormonorchester ist empfindlich aufeinander abgestimmt. Das Progesteron spielt zum Beispiel eine wichtige Rolle als Gegenspieler zum Estradiol. Das Verhältnis von beiden Hormonen muss je nach Zykluszeit stimmen. Ebenso wichtig ist das Verhältnis von Estradiol und Testosteron – auch bei den Frauen. Symptome eines Estradiolmangels können Haarausfall, trockene Haut, Hitzewallungen, Schlafprobleme oder Stimmungstiefs. sein Liegt ein Estradiolüberschuss vor, so steigt die Thrombosegefahr, die sexuelle Müdigkeit und das Risiko einer Myombildung.

Ein Hormonungleichgewicht kann zügig ausgeglichen werden. In vielen Fällen reicht eine zeitlich begrenzte Unterstützung mit naturidentischen Hormonen (wozu die Pille nicht zählt), damit sich ein gesundes Gleichgewicht einstellen kann. Auch eine gesunde, vitaminreiche Ernährung mit sorgfältig gepressten Ölen, Samen und Nüssen sowie verschiedene Heilkräuter unterstützen den Gesundungsprozess.

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Kommentare zum Artikel (2)


11.09.2014 - 19:02 Uhr

DHEA wurde meinem Mann und mir vom Arzt...

von G.

... verschrieben als naturidentisches Hormon, das aus den USA bezogen werden muss. Trotz Verschreibungspflicht erstattet es nicht einmal de Privatkrankenkasse, versucht man, es selbst aus den USA zu beziehen, um es günstig zu bekommen, gerät man in Konflikt mit dem Arzneimittelgesetz. Wo und wie kann man ein qualitativ gutes Produkt günstig erwerben?!

Frau Rosenbaum

Antwort vom Autor am 12.09.2014
Tanja Rosenbaum

Mittlerweile gibt es bundesweit zahlreiche Apotheken, die naturidentische Hormonprodukte anbieten, als Creme oder Globuli. In meiner Praxis verschreibe ich in der Regel homöopathische Cremes, also DHEA D4, Estradiol D4, Estriol D4, Progesteron D4 oder Pregnenolon D4... Diese sind sehr gut verträglich und zyklusabhängig gut zu dosieren. Fragen Sie Ihre Apotheke nach diesen Produkten. Allerdings empfehle ich Ihnen eine fachkundige Begleitung, da diese Cremes große Wirkung zeigen und eine feine Abstimmung notwendig ist. Falls Sie keinen Arzt oder Heilpraktiker in Ihrer Nähe kennen, können Sie um Hilfe bei der Hormonselbsthilfe bitten, www. hormonselbsthilfe.de. Ich persönlich beziehe die Produkte von der Schützenapotheke in München. Viele Grüße Tanja Rosenbaum

17.07.2014 - 07:16 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, unsere 14 jährige...

von Frau K.

... Tochter leidet an leichter Akne, Behaarung Bereich oberer Rücken, Bauchnabelrichtung, Schlafstörung etc. Da sie nicht zur Blutabnahme geht, haben wir eine Hormonbestimmung machen lassen über Speichel, 22 Zyklustag leider sind die Werte sehr widersprüchig und ich weiß nicht, wo man ansetzen könnte um eine Verbesserung zu erlangen. Testosteron147,7pg ml Ref 7,8-59,4 Progesteron127 pg ml Ref99-450 Estradiol 5,29 1,22-8,43 Verhältnisse Prog zu Estr 24.01 Größer 80 Testo/ Estradiol 27.82 4-10 Lt Ergebnis soll eine Östrogendominanz vorliegen bei gleichzeitigem Östrogenmangel. Wo Therapeiansatz?? Östrogendominanz durch Aromatase hemmen oder Testo senken durch aaromataseförderer oder % alphareduktase hemmen? Progesterone fördern? Möchten keine synthetischen Hormone einsetzen Bitte um Info Mit freundlichem Gruß K.

Frau Rosenbaum

Antwort vom Autor am 17.07.2014
Tanja Rosenbaum

Sehr geehrte Frau K., leider kann ich nicht aufgrund einzelner Laborwerte eine Therapieempfehlung aussprechen. Neben den Werten ist das subjektive Empfinden für eine Therapie - gerade auch für die Dosierung von natürlichen Hormonen - maßgeblich. Etwas seltsam erscheinen mir die angegebenen Referenzwerte, da sie eine große Marge beschreiben. Als Beispiel: der Referenzwert für den Progesteronwert liegt für ein 14- jähriges Mädchen in der 2. Zyklushälfte zwischen 280 und 330 pg/ml und nicht wie von Ihnen beschrieben bei 99 und 450 pg/ml. Bitte suchen Sie für eine zuverlässige Beratung einen mit der natürlichen Hormontherapie vertrauten Therapeuten in Ihrer Nähe oder vereinbaren Sie mit mir einen Gesprächstermin. Viele Grüße Tanja Rosenbaum


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