Schmerzen beim Sex nach der Geburt: Was Sie tun können

Nach einer Schwangerschaft kann es schwierig sein, zu einem erfüllten Sexualleben zurückkehren. (© WavebreakMediaMicro - fotolia)

Schwangerschaft und Geburt gehören zweifelsohne zu den einschneidendsten und wunderbarsten Erfahrungen in einem Frauenleben. Während Ihr Baby größtes Glück und Erfüllung für die ganze Familie bringt, kann die Geburt selbst und die Beschwerden danach für Sie und Ihre Partnerschaft belastend sein.


Schwierige Geburten und ihre Folgen

Eine Schwangerschaft hinterlässt oft Spuren nach der Geburt. Sie werden häufig ausgelöst durch

  • schwere Kinder
  • lange Geburten
  • lange Austreibungsperiode
  • vaginal-operative Geburten
  • Dammrisse
  • große Dammschnitte
  • schlechte Wundheilung

Beckenboden und Scheide können hier überdehnt und strukturell geschädigt werden.

Die Östrogenmangelsituation während der Stillzeit führt zusätzlich zu einem vorübergehenden Gewebeschwund der Scheide.


Diese Beschwerden können nach der Geburt auftreten

Patientinnen klagen häufig über Symptome wie

  • Senkungsgefühl 
  • Scheidentrockenheit, Brennen 
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr 
  • Brennen beim Wasserlassen, Blasenentzündungen 
  • Stressharninkontinenz 
  • Schmerzen verursacht durch einziehende oder schlecht verheilte Narben 

Sollten Sie solche Beschwerden haben, suchen Sie Ihren Frauenarzt auf, damit abgeklärt werden kann, ob und wie stark die Defekte sind. Manchmal kann z.B. die frühzeitige Pessartherapie im Wochenbett sehr hilfreich sein.


Beckenbodengymnastik im Wochenbett

Rückbildungsübungen sind enorm wichtig. Bitte lassen Sie sich hier fachkundig von Ihrer Hebamme anleiten. Die Beckenbodenübungen helfen, den muskulären Teil des Beckenbodens zu stärken und die Anatomie wiederherzustellen. Sie haben jedoch auf Dicke, Aufbau, Straffheit und Elastizität der Scheide keinen Einfluss.


Weitere Therapieoptionen

Feuchtcremes und Gleitgels verschaffen kurzfristige Linderung und ermöglichen Intimität, wenn auch oft schmerzhaft.

Mit dem vaginalen CO2-Laser kann die Vaginalschleimhaut in nur drei bis fünf Behandlungen, die jeweils nur ca. 5 Minuten dauern, rasch wieder aufgebaut werden. Dadurch verringern sich die Schmerzen oft enorm oder verschwinden komplett.


So funktioniert die vaginale Lasertherapie

Der vaginale CO2-Laser wirkt direkt und schonend auf die Vaginalschleimhaut, indem er die Durchblutung steigert, die Ausschüttung von Wachstumshormonen anregt und die Neubildung von Kollagen und Elastin stimuliert. Das Gewebe wird nachhaltig gestärkt, aufgebaut und gestrafft.

Die Laserbehandlung ist nicht-invasiv und wird ambulant in der Praxis durchgeführt. Nach der Behandlung gibt es keine Ausfallzeiten, auch eine Krankschreibung ist nicht nötig. Lediglich auf Geschlechtsverkehr, Sauna und Whirlpools sollten Sie für 48 bis 72 Stunden verzichten.

Bei störenden oder schmerzhaften Narben empfiehlt sich gleichzeitig eine äußere Laserbehandlung der Schamlippen oder des Damms.


Fazit

Erfüllte Sexualität ist Lebensqualität - in jedem Alter! Die fraktionierte Lasertherapie mit dem CO2-Laser ist eine in Studien nachgewiesene, seit 2012 weltweit erprobte, effektive und sichere Methode, um Ihre vaginale Gesundheit wiederherzustellen oder enorm zu verbessern.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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