Die perfekte unglückliche Beziehung - Tipps gegen Beziehungsprobleme

Frau Stock

von
verfasst am

© Für eine glückliche Partnerschaft ist es wichtig, den Partner so zu akzeptieren, wie er ist!Für ein harmonisches Zusammenleben ist es wichtig, den Partner so zu akzeptieren, wie er ist! (© Für eine glückliche Partnerschaft ist es wichtig, den Partner so zu akzeptieren, wie er ist!)Selbstsucht bedeutet nicht, zu leben wie man es wünscht, sondern von anderen verlangen, dass sie leben, wie man es erwartet. - Oscar Wilde

Sie sprechen nie Ihre Wünsche und Vorstellungen aus. Sie sind der Meinung, wenn man Sie wirklich liebt, wird man Ihre Wünsche und Vorstellungen schon kennen.

Das ist eine einfache und effiziente Möglichkeit, sich ständig mit dem Partner unglücklich zu fühlen. Zusätzlich geben wir noch unsere Verantwortung „glücklich zu sein“ an den Partner ab.

Dies noch mit unausgesprochenen Erwartungen würzen, und schon kann man die perfekte unglückliche Beziehung leben.

Die Anfänge einer jeden Beziehung

Eine Beziehung scheitert nicht an der Liebe. Sie war irgendwann einmal da. Wir lernen unseren Partner kennen, der unserem Traumprinzen oder unserer Traumprinzessin sehr ähnlich ist.

Nach einer gewissen Zeit stellt man fest, dass es einige Bereiche im Wesen des Anderen gibt, die ganz und gar nicht dem Traumprinzen oder der Traumprinzessin in einem ähnelt. Es beginnt der Versuch, das was nicht passt, passend zu machen.

Beim Partner entsteht das Gefühl nicht mehr richtig zu sein.

Den Partner akzeptieren

Der Glaube, „wenn er mich liebt, wird er das verändern, was mich stört“, ist ein weiterer Trugschluss. Das hat nie etwas mit Liebe zu tun. In uns ist ein tiefes Bedürfnis im Ganzen angenommen zu werden, mit allen individuellen Wesenszügen.

Wenn der Partner beginnt die individuellen Wesenszüge zu kritisieren, wird das als persönlicher Angriff auf die Unversehrtheit der Persönlichkeit gewertet. Es entsteht eine Verunsicherung.

Einerseits möchte man die Erwartungen des Partners erfüllen, anderseits ist das tiefe Bedürfnis da als Ganzes angenommen zu werden. Die Liebe bekommt hier einen Dämpfer und es kann dazu führen, dass die Liebe aus Enttäuschungen, von beiden Seiten her, stirbt.

Deshalb ist es grundsätzlich wichtig, den Partner zu akzeptieren, wie er ist, und nicht zu versuchen, ihn nach seinen eigenen inneren Vorstellungen zu verändern.

Wünsche und Bedürfnisse

Ein weiterer Punkt sind die unausgesprochenen Wünsche und Bedürfnisse in einem selbst.

Es kann sein, dass man sie selbst vielleicht nur schemenhaft und unkonkret in sich wahrnimmt. Trotzdem erwartet man, dass der andere spürt, was man jetzt braucht oder möchte.

Dass man eine Erwartung hatte, wird aber erst dann bemerkt, wenn sie nicht erfüllt wurde. Mit jeder Erwartung, die nicht erfüllt wurde, wird man verletzt.

Mit jeder Verletzung wird die Enttäuschung über den Partner größer.

Enttäuschungen

© Sprechen Sie mit Ihrem Partner über alte offene Wunden, die Sie als Ballast mit sich mittragen.Sprechen Sie mit Ihrem Partner über Ihre Vergangenheit! (© Sprechen Sie mit Ihrem Partner über alte offene Wunden, die Sie als Ballast mit sich mittragen.)In „Erwartung“ ist das Wort „warten“ enthalten. Und so wartet man darauf, dass sich der Andere endlich nach den eigenen Vorstellungen der Liebe verhält.

Durch das „Warten“ entsteht eine Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit, die einen dann in das „unglücklich sein“ stürzt.

Es ist wichtig seine Wünsche, Bedürfnisse und Vorstellungen auszusprechen, so dass der Partner auch versteht, was einem wichtig ist.

Davon auszugehen, dass der Partner es sicher weiß, führt zu immer wiederkehrenden Enttäuschungen.

Geschehnisse aus der Vergangenheit

Zudem sind durch die Liebe und Nähe die Türen zu alten Verletzungen geöffnet. Die Verletzungen liegen wie Tretminen in einem.

Berührt nun der Partner durch sein Verhalten oder durch Worte ungewollt eine dieser Tretminen, fühlt man den Schmerz von heute, so wie den Schmerz von damals, als die Verletzung entstanden ist.

Hier kann es auch sein, dass das Verhalten oder das Gesagte nur an eine Verletzung erinnert und dass es passend zur Verletzung interpretiert wird.

Die darauf folgende Reaktion wirkt für den Partner überschießend und nicht der Situation angemessen. Es wird vom Partner erwartet, dass er diese „Tretminen“ umgeht, doch oft weiß der Partner nichts von diesen Verletzungen. Denn jeder trägt seine eigene „Verletztheit“ in sich.

Das was einen selbst verletzt, muss nicht auch für den anderen verletzend sein. Es ist wichtig darauf zu vertrauen, dass der Partner einen nicht verletzen möchte. Hier ist dringend zu empfehlen, dass man seine alten Verletzungen, seine sogenannten „Tretminen“ heilt, um eine glückliche Beziehung zu führen.

Fazit

Es liegt in einem Selbst dafür zu sorgen, dass man glücklich ist.

Sich immer selbst-bewusst sein, dass man dafür verantwortlich ist und nicht erwarten, dass jemand anderes dafür sorgen sollte.

Niemand anderes weiß es besser als man selbst, was einen glücklich machen kann.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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