Diabetes und Folgeerkrankungen

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© Johnson & Johnson© Johnson & JohnsonDiabetesbedingte Folgeerkrankungen können entstehen, wenn Ihr Blutzuckerspiegel über längere Zeit zu hoch ist. Folgeerkrankungen von Diabetes können beispielsweise Veränderungen an den kleinen und großen Blutgefäßen sowie Schädigungen des Nervensystems sein.

Bei einer Schädigung der kleinen Gefäße (Mikroangiopathie) sind in erster Linie die kleinen Gefäße des Augenhintergrundes (Retinopathie) und der Niere (Nephropathie) betroffen. Bei einer Schädigung der großen Gefäße (Makroangiopathie) kommt es zu Veränderungen an den Herzkranzgefäßen, den Halsschlagadern oder an den Beinarterien. Ist das Nervensystem betroffen, sind das Temperatur- und Schmerzempfinden sowie der Tastsinn beeinträchtigt. Oftmals ist auch die Schweißsekretion vermindert, so dass die Haut extrem trocken wird.

Störungen der Nervenfunktion machen sich häufig an den Füßen durch Taubheitsgefühl, Kribbeln, Brennen oder Schmerzen bemerkbar. Solche schmerzhaften Empfindungen treten oft in Ruhe, beispielsweise nachts im Bett auf.

Folgeerkrankungen vermeiden

Mit einer langfristig guten Blutzuckereinstellung können Sie das Risiko von diabetesbedingten Folgeerkrankungen erheblich vermindern.

Vorbeugung

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung, Verzicht auf Nikotin, mäßiger Alkoholgenuss und regelmäßige körperliche Aktivität tragen ebenfalls zu einer erfolgreichen Vorbeugung bei.

Früherkennung

Hohe Blutzuckerwerte tun nicht weh. Das bedeutet, Sie spüren nur bedingt, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Deswegen ist es sehr wichtig, dass Sie regelmäßig Kontrolluntersuchungen bei Ihrem Arzt durchführen lassen. Veränderungen können so frühzeitig erkannt und behandelt werden. Nutzen Sie die Möglichkeiten der Früherkennung!

Lassen Sie regelmäßig Kontrolluntersuchungen bei Ihrem Arzt durchführen.

Kontrolluntersuchungen

Folgende Untersuchungen sollten Sie in jedem Quartal durchführen lassen:1

Körpergewicht

Bei normalem Körpergewicht kann das Insulin besser wirken. Außerdem können Sie so Risikofaktoren für hohen Blutdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse haben gezeigt, dass das Risiko für einen Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich erhöht ist, wenn der Bauchumfang bei Männern > 94 cm und bei Frauen > 80 cm beträgt und eine Diabeteserkrankung sowie erhöhter Blutdruck und/oder erhöhte Fettwerte vorliegen.2

© Johnson & Johnson© Johnson & JohnsonBlutdruck

Ein erhöhter Blutdruck kommt bei Menschen mit Diabetes häufiger vor und sollte so früh wie möglich erkannt und behandelt werden, denn er kann Nierenschädigungen und Veränderungen des Augenhintergrunds bewirken. Außerdem stellt ein erhöhter Blutdruck ein zusätzliches Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle dar. Ihr Arzt wird idealerweise bei jedem Arztbesuch Ihren Blutdruck kontrollieren. Er sollte nicht höher als 130/80 mm/Hg sein.3

Der HbA1c-Wert

Der HbA1c-Wert ist das „Blutzucker-Langzeitgedächtnis“. Er gibt Auskunft darüber, wie gut die durchschnittliche Blutzuckereinstellung der etwa letzten drei Monate war. Erfragen Sie Ihren Normalbereich bei Ihrem behandelnden Diabetesarzt.

Folgende Untersuchungen sollten Sie einmal jährlich durchführen lassen (bei auffälligen Befunden auch häufiger): 1

Augen

Zuerst wird Ihre Pupille weitgetropft, sodass der Arzt Ihren Augenhintergrund auf Veränderungen anschauen kann. So kann er beispielsweise Veränderungen der Blutgefäße sowie Ablagerungen oder Zellverlust (Atrophie) der Netzhaut erkennen.

Nervenfunktion

Die Untersuchung mit der „neurologischen Stimmgabel“ ist eine einfache Untersuchung, mit der Ihr Vibrationsempfinden an den Füßen oder Beinen überprüft werden kann. Weitere Untersuchungen können durchgeführt werden.

Bestimmung der Blutfette

Die Blutfette geben über das Risiko von Gefäßveränderungen beziehungsweise Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) Auskunft. Das LDL-Cholesterin, das so genannte „schlechte“ Cholesterin, sollte  < 100 mg/dl sein2, das HDL Cholesterin, das so genannte „gute“ Cholesterin, sollte bei Männern > 40 mg/dl und bei Frauen > 50 mg/dl betragen. Die Triglyceride, die Neutralfette, sollten bei Werten < 150 mg/dl liegen.4

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Diabetes:
https://www.onetouch.de/diabetes-fakten/diabetes-diagnose/start

 

Quellen:

1 Gesundheits-Pass Diabetes, Deutsche Diabetes-Gesellschaft e. V., 2010.

2 Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Nationale Versorgungsleitlinie Therapie des Typ-2-Diabetes –Langfassung, 1. Auflage. Version 1. 2013. http://www.versorgungsleitlinien.de/themen/diabetes2/dm2_Therapie; DOI: 10.6101 AZQ/000145.

3 Behrens M et al. Diabetes mellitus und Herz, Diabetologie 2013; 8: S128–S132.

4 Herold G. Innere Medizin. Herold, Köln 2014.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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