Stress beim Tierarzt: So wird der Besuch für Sie und Ihre Katze angenehmer

Ein chaotischer Arztbesuch ist nicht nur für Ihr Tier, sondern auch für Sie anstrengend. (© gpointstudio - fotolia)

Der Besuch in der Tierarztpraxis ist für Sie und Ihre Katze mit enormem Stress verbunden? Transport, Wartezeit und Untersuchung beunruhigen Ihr Tier und sind damit auch belastend für Sie? 

Ihre ruhige Art überträgt sich auch auf Ihre Katze

Der Tierarztbesuch für Sie und Ihre Katze sollte so angenehm wie möglich sein. Er sollte die so wichtige, kontinuierliche und optimale tierärztliche Versorgung Ihres Vierbeiners erleichtern.

Ganz wichtig: Entspannen Sie sich. Wenn Sie irgendetwas beunruhigt oder Sie glauben, Ihre Katze ist verängstigt, unruhig oder aggressiv, sprechen Sie in Ruhe das Tierärzteteam an.

Welche Vorsichtsmaßnahmen kann ich ergreifen?

  1. Sagen Sie bereits bei Ihrer Anmeldung genau, welches Anliegen Sie haben bzw. was das akute gesundheitliche Problem Ihrer Katze ist. So kann das Praxisteam den Behandlungsraum bereits passend vorbereiten und die voraussichtlich benötigten Untersuchungsmaterialien herauslegen. Dies erspart später unnötige Unruhe während der Behandlung.
  2. Stellen Sie, wenn Sie in die Praxis kommen, den Transportkorb Ihrer Katze nicht auf den Boden, sondern nutzen Sie eine der angebotenen erhöhten Abstellflächen.
  3. Nutzen Sie den abgegrenzten Wartebereich für Katzen und nehmen Sie dort Platz. 
  4. Lassen Sie den Transportkorb mit Handtuch oder Decke noch abgedeckt, bis Sie im Behandlungszimmer sind. Nutzen Sie auch im Wartezimmer die dort angebotenen erhöhten Abstellflächen. 
  5. Nutzen Sie bitte keine Transportkörbe aus Weide oder Stoff. Hier beginnt für Ihre Katze schon der Stress. Wenn die Katze aus dem Korb herausgeholt werden muss, kann sie nämlich mit den Krallen an der Weide/ am Stoff hängenbleiben. Auch Körbe, die nur von vorne zu öffnen sind, sind suboptimal. Körbe, die zwar nach oben geöffnet werden können, aber aufwendig zusammengebaut werden müssen, verursachen aufgrund von Lärm und Zeit auch nur unnötigen Stress.
  6. Nutzen Sie bitte Transportkörbe, die einfach von oben zu öffnen sind. Mit einer Luke, die weitgehend die gesamte Fläche einnimmt. Nutzen sie Transportkörbe, die der Katze das Gefühl vermitteln, nicht gesehen zu werden. 
  7. Im Behandlungszimmer muss Ruhe herrschen. Sprechen Sie leise und vermeiden Sie hektische Bewegungen. Halten Sie sich genau an die Anweisungen des Praxispersonals. Öffnen Sie den Transportkäfig Ihrer Katze so früh wie möglich, aber immer erst nach Absprache mit dem Praxisteam. Warten Sie ab, um zu beobachten, ob Ihre Katze den Korb selbstständig verlässt oder in ihm sitzen bleibt. Verlässt die Katze den Korb, geben Sie ihr Gelegenheit, sich so frei wie möglich zu bewegen oder zu Ihnen auf den Schoß zu kommen. Schaffen Sie dabei positive Impulse, z. B. durch Spielzeug oder Leckerlis. 

Nutzen Sie verschiedene Tricks, um den Praxisbesuch so angenehm wie möglich für Ihre Katze zu gestalten. (© Azaliya (Elya Vatel) - fotolia )
Was kann das Praxisteam für die Ruhe Ihrer Katze tun?

  • Im Warteraum für Katzen setzen die Praxismitarbeiter dauerhaft ein Duft-Pheromon ein. Es vermittelt Ihrer Katze ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit und kann ihren Stress etwas reduzieren.
  • Im Allgemeinen findet die komplette Untersuchung Ihrer Katze auf dem Behandlungstisch statt. Es ist aber auch möglich, das Tier auf dem Boden des Raumes, im (von oben) geöffneten Transportkorb oder auf dem Schoß des Besitzers zu untersuchen. Bitte sprechen Sie sich mit dem Praxisteam ab. Ziel ist, einen Weg zu finden, der die Untersuchung für die Katze und für den Tierarzt so angenehm wie möglich macht. 
  • Vertrauen Sie dem Tierarzt, wenn er Ihre Katze für bestimmte Untersuchungen „fixieren“ muss. 
  • Ganz wichtig: Beenden Sie jeden Besuch in der Tierarztpraxis positiv. Zum Beispiel mit der Gabe eines Leckerlis, Streicheleinheiten oder einem interaktiven Spiel. 

Initiative: „Service Plus für Katzen“

1. Speziell geschulte Mitarbeiter stehen Ihnen zu allen Fragen rund um die Haltung, Ernährung und Gesundheit Ihrer Katze zur Verfügung und beraten Sie u. a. zu:

  • Gesundheitsvorsorge inkl. Impfungen und Parasitenschutz 
  • Individueller Ernährungsberatung 
  • Zahngesundheit und -hygiene
  • Verhaltensproblematik, z. B. Unsauberkeit 
  • Fortpflanzung, Trächtigkeit, Säugephase und Aufzucht von Katzenwelpen 
  • Beratung, Hilfestellung und Begleitung vor und nach dem Tod Ihrer Katze

2. Betreuungszonen für Katzen nach Operationen bzw. bei stationärem Aufenthalt. Das bedeutet, dass Katzen in einem eigenen Ruheraum aufwachen und betreut werden – ohne Hunde.

3. Auch in der Betreuungszone setzt das Praxisteam wie im Wartezimmer dauerhaft ein Duft-Pheromon ein. Es vermittelt Ihrer Katze ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit und kann ihren Stress etwas reduzieren.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare (2)

Caroline, 19.02.2021 - 09:40 Uhr

Vielen Dank, das fand ich sehr gut!

Karin L., 21.11.2020 - 19:45 Uhr

Alles gut beschrieben. Nachdem unser Kater über den Regenbogen ging, bekamen wir eine Kätzin, 6- 7 Jahre jung, aber nicht sterilisiert. Kann man das in diesem Alter noch nachholen lassen?

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