Bleaching: 5 Risiken und Nebenwirkungen, die Patienten kennen sollten

Claudia Galler

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© bellastudio - FotoliaZahn-Bleaching ermöglicht ein strahlend weißes Lächeln. Doch dabei darf man die Risiken und Nebenwirkungen nicht unterschätzen.Zähne können durch ein Bleaching um mehrere Nuancen aufgehellt werden. Welche Risiken und Nebenwirkungen dabei möglich sind, erklärt die jameda Gesundheitsredaktion in diesem Gesundheitstipp.

Home-Bleaching und In-Office-Bleaching

An Präparaten zur Zahnaufhellung, die man zu Hause anwenden kann (Home-Bleaching), stehen zahlreiche Artikel aus der Apotheke und Drogerie zur Verfügung: Z. B. gelgefüllte Schienen, Streifen oder Lösungen in Stiftform. Auch vom Zahnarzt individuell angepasste Schienen, die mit Bleichmittel versehen werden, können vom Patienten zu Hause genutzt werden. Als In-Office-Bleaching wird die Behandlung in der Zahnarztpraxis bezeichnet, bei der stärkere Bleichmittel eingesetzt werden - oft unter UV-Licht-Bestrahlung - um die aufhellende Wirkung zu verstärken. Vor Anwendung einer Bleachingmethode sollte man sicherstellen, dass weder Zahnbeläge, noch unbehandelter Karies oder entzündetes Zahnfleisch vorliegen, um die Zahn- und Mundgesundheit nicht zu gefährden. Auch die Anwendung sollte genau nach Gebrauchsanweisung erfolgen, um mögliche Risiken und Nebenwirkungen zu reduzieren.

1. Empfindliche Zähne nach dem Bleaching

Nach dem Bleaching können die Zähne für einige Tage empfindlicher gegenüber Kälte und Wärme sein, auch der Genuss von Süßem oder Saurem kann unangenehm sein. Meist vergeht diese Empfindlichkeit von selbst, mittels Fluoridgel oder Zahnpasten für überempfindliche Zähne kann man die Beschwerden eindämmen.

2. Geschwollenes, schmerzendes Zahnfleisch

Auch das Zahnfleisch kann durch die bleichenden Substanzen irritiert sein. Dies kann z. B. bei unsachgemäßer Anwendung von gefüllten Schienen im Hausgebrauch geschehen, wenn der Anwender zu fest zubeißt und dadurch das bleichende Gel austritt und mit dem Zahnfleisch in Berührung kommt. In der Zahnarztpraxis wird das Zahnfleisch mit einem Kunststoffmaterial abgedeckt, um es vor dem stark bleichenden Mittel zu schützen.

3. Reizung von Rachen und Magen

Bleichmittel sollten nicht geschluckt werden, um Rachen und Magen zu schonen. Der Zahnarzt kann durch Absaugen von Speichel und Flüssigkeit verhindern, dass es zu Reizungen kommt. Home-Bleaching-Präparate sollten nicht im Liegen angewendet werden, um ein Ansammeln und Schlucken von Flüssigkeit zu vermeiden.

4. Aufgeraute Zahnoberfläche

Durch die Bleichmittel wird der Zahnschmelz geringfügig dünner und poröser, sodass Säuren und Keime leichter angreifen können. Durch die Anwendung eines hochdosierten Fluoridgels kann man die Remineralisierung und Festigung der Zahnsubstanz unterstützen. Ein In-Office-Bleaching sollte man nur alle 2-3 Jahre durchführen lassen, um die Widerstandskraft der Zähne zu erhalten.

5. Die Zahnfarbe entspricht nicht der Wunschvorstellung

Da jeder Mensch seine individuelle Zahnfarbe hat, wird man nicht jede gewünschte Farbnuance durch Zahnbleaching erreichen. Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, sollte man vorher durch eine professionelle Zahnreinigung Beläge entfernen lassen. Da Kronen durch das Bleaching nicht in ihrer Farbe verändert werden, kann es hier zu Farbunterschieden zwischen Kronen und echten Zähnen kommen. Wichtig ist es, nach einem Bleaching für 24 Stunden keine färbenden Lebensmittel wie Rotweine, Tee oder rote Beeren zu verspeisen.

Weitere Informationen rund um das Thema Bleaching erhalten Sie hier.

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