Aligner - die Behandlung der Zukunft: Planung & Einsetzen der unsichtbaren Zahnspange

Die unsichbaren Aligner-Schienen ermöglichen unauffällige Behandlungen für jede Alltagssituation. (© Moschik)

Aligner sind die neueste Technik in der Kieferorthopädie und überzeugen durch ihr dezentes Erscheinungsbild. Eine nahezu unsichtbare, dünne Folie legt sich über die Zähne und schiebt sie sanft in die gewünschte Position und verhilft so zu einem schönen Lächeln.

Dahinter steht jedoch einiges an Know-how und es benötigt viel Erfahrung des behandelnden Arztes, um diese Technik zu beherrschen. Doch worauf kommt es bei der Behandlung an?


Mit Liebe zum Detail

Vor jeder Behandlung ist es wichtig in einer umfassenden Beratung die eigenen Vorstellungen genau zu besprechen und gemeinsam mit dem Arzt die Ziele der Behandlung festzulegen. In manchen Fällen ist es ausreichend einige wenige Zähne zu bewegen, während in anderen auch der Biss mitbehandelt werden muss, um ein optimales Ergebnis zu erreichen. In jedem Fall sollte man genau über die Vor- und Nachteile aufgeklärt und die Optionen besprochen werden. Daher wird im ersten Gespräch der Grundstein für den späteren Erfolg gelegt.

Zusätzlich werden die Zähne mit einem Scanner abgefilmt und es kann gleich eine 3D-Simulation des Endergebnisses erstellt werden. Es entspricht noch nicht der Planung, sondern dient nur zur Kommunikation und hilft eine Vorstellung vom möglichen Ergebnis zu bekommen.

Anschließend werden Röntgenbilder und Fotos von Zähnen und Gesicht gemacht, die in der weiteren Planung erlauben, detailliert Analysen anzuwenden. So werden neben ästhetischen Aspekten auch funktionelle Grundprinzipien in die Behandlung eingebaut, denn nur in einem gesunden System kann ein optimales Ergebnis erreicht werden.


Hinter den Kulissen – die Planung

Die gesamte Planung der Aligner erfolgt anschließend am Computer. Die Zähne werden in die gewünschte Position bewegt, manche Bewegungen angepasst und die Kraftverteilungen berechnet. Diese Planung ist ein Mittel, um die Erfahrung des Arztes und das besprochene Ziel in die Alignerfolien zu programmieren.

Oft ist es notwendig, auf den Zähnen kleine Kunststofferhöhungen, sogenannte Attachments, zu platzieren, welche die Kraftübertragung von den Folien zum Zahn optimieren und erlauben, die Bewegungen zielsicher umzusetzen. Bei einer Aligner-Behandlung ist die Planung der entscheidende Moment für den Erfolg.


Einsetzen der Aligner

Je nach Umfang der Behandlung dauert die Herstellung der Aligner ein bis vier Wochen. Auch wenn man beim Einsetztermin vielleicht etwas aufgeregt ist, gibt es keinen Grund dafür. Beim ersten Anprobieren der Aligner muss man sich jedoch etwas an das neue Gefühl im Mund gewöhnen, denn die Zunge erkennt jede Veränderung und zeigt selbst kleinste Details. Nach ein paar Tagen hat man sich an das neue Gefühl gewöhnt und nimmt die Aligner im Alltag kaum mehr wahr.

Ab hier läuft nun die Behandlung nahezu von selbst, man bekommt mehrere Aligner mit nach Hause und wechselt diese alle sieben bis zehn Tage. Die Kontrollen in der Praxis finden regulär alle zehn Wochen statt, können jedoch dem eigenen Terminkalender angepasst werden. Dank der umfassenden Beratung und einer detaillierten Planung läuft die Behandlung schließlich nahezu wie von selbst.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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