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Amalgam - Fakten zu einem viel diskutierten Thema

Dr. Neubauer

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© Dr. med. dent. Alexander Neubauer© Dr. med. dent. Alexander NeubauerDa die Diskussion um das Thema Amalgam immer noch sehr aktuell ist, sollen diese Problematik hier mit einigen Fakten erläutert werden.

Amalgam ist eine Legierung des Quecksilbers mit anderen Metallen wie Silber, Kupfer, Indium, Zinn und Zink und wurde - und wird zum Teil auch noch heute - in großem Umfang als Zahnfüllungsmaterial eingesetzt und ist bereits seit seiner Einführung umstritten. Die Verarbeitung von reinem Quecksilber und der hohe Quecksilbergehalt (etwa 50%) haben bereits sehr früh eine Diskussion über mögliche Gesundheitsgefährdungen, die von der Verwendung von Amalgam als Füllungsmaterial ausgehen könnten, bewirkt.

Menschen, die mehrere verschiedene (Schwer-)Metalle im Mund haben (etwa Gold, Amalgam, Silber), weisen erhöhte Quecksilberwerte auf, da durch die elektrochemische Korrosion im Mund Quecksilberionen aus dem Amalgam gelöst werden können. Durch Abrieb gelangen auch die Schwermetalle Kupfer und Zinn in den Organismus. Quecksilber wird vor allem in Form von Quecksilberdampf aufgenommen.

In zahlreichen Untersuchungen und Beobachtungen wurden - um es ganz, ganz kurz zu fassen - folgende wesentliche Fakten nachgewiesen:

  1. Quecksilber (Hg) ist das giftigste nicht radioaktive Element
  2. Schwermetalle (Hg, Cu, Sn u.a.) werden aus Amalgam freigesetzt durch Kauen, Knirschen, aber insbesondere durch Zähneputzen mit herkömmlichen Zahnpasten
  3. Die freigesetzten Mengen überschreiten bei korrekter Messtechnik die Grenzwerte der Weltgesundheitsorganisation deutlich
  4. Trinkwasser mit Hg- Konzentration von mehr als 1 Mikrogramm/Liter ist gesundheitsgefährdend- Amalgamträger mit 10 Amalgamfüllungen weisen ca. 4,9 Mikrogramm/Liter auf (dürften also ihren eigenen Speichel gar nicht schlucken!)
  5. Schwermetalle werden in Dampfform sehr schnell und fast vollständig über die Schleimhäute aufgenommen (Mund, Nase, Lunge, Darm)
  6. Schwermetalle sind im Körper nachweisbar in Organen, Bindegewebe, Nervengewebe, Gehirnstrukturen, Kieferknochen und im Gewebe Neugeborener von Müttern mit Amalgamfüllungen
  7. Schwermetalle belasten den Stoffwechsel, das Immunsystem und die Enzymtätigkeit im Körper
  8. Schwermetall-Belastungen oder -Vergiftungen lassen sich durch gezielte, wohl überlegte und umfassende ganzheitliche Maßnahmen minimieren oder sogar ganz beseitigen
  9. Nach amerikanischen Studien gibt es einen Zusammenhang zwischen Quecksilber aus Amalgam, Impfstoffen sowie Mobilfunk und ADS
  10. In der Alzheimer-Forschung (Dr. Boyd Haley) wurde Methylquecksilber (Kombination aus Quecksilber (Hg) und Stoffwechselprodukten aus toten/wurzelbehandelten Zähnen) als giftigste jemals im Menschen gefunden Substanz gefunden
  11. Schwermetalle wie Quecksilber haben eine besondere Affinität zu neurologischen Strukturen (MS und andere Erkrankungen)
  12. Schwermetallvergiftungen können somit auch zu allgemeinmedizinischen Symptomen führen

Aus ärztlicher Sicht stellt Amalgam im Mund eine unnötige und mit unkalkulierbarem Risiko verbundene Gefahr da. Eine Entfernung sollte jedoch nur unter Anwendung aller möglichen Schutzmaßnahmen, welche heute zur Verfügung stehen erfolgen, um sowohl Patienten als auch Behandler optimal zu schützen.

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information, nicht der Selbstdiagnose, und ersetzt den Arztbesuch nicht. Er spiegelt die Meinung des Autors und nicht zwangsläufig die der jameda GmbH wider.

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Kommentare zum Artikel (2)


12.03.2014 - 09:42 Uhr

zu Punkt 4: Da hat sich der Autor wohl um einige...

von Ulrich

... Zehnerpotenzen vertan, oder?

Dr. Neubauer

Antwort vom Autor am 14.03.2014
Dr. med. dent. Alexander Neubauer

Lieber Ulrich- Sie haben natürlich Recht- es heißt natürlich "Mikrogramm/Liter". Wir haben den eingeschlichenen Fehler bereits korrigiert. Danke für das aufmerksame Lesen!

18.12.2013 - 14:21 Uhr

Guten Tag, ich besitze schon seit Jugendzeiten...

von M.

... Amalgan in den Zähnen und befasse mich schon länger damit, dieses zu entfernen. Nun bin ich momentan schwanger und denke, jetzt diese sanierung zu machen, ist mehr schädlich als förderlich. Aber wie sieht es während der Stillzeit aus? Würde das ganze auch über die Muttermilch an das Neugeborene übergehen? Vielen Dank im Voraus

Dr. Neubauer

Antwort vom Autor am 19.12.2013
Dr. med. dent. Alexander Neubauer

Schwermetalle werden auch über die Muttermilch abgegeben.Wenn eine Amalgamsanierung während der Stillzeit stattfinden sollte, dann muss diese jedoch unter MAXIMALEN Schutzmaßnahmen erfolgen!!!


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